Dieses Buch von Kenneth Jones gibt die Geschichte der Entdeckung der heilenden Liane "Uncaria Tomentosa" für die industrialisierte Welt wieder. Beginnend beim ausgewanderten, bayrischen Volksschullehrer Arturo Brell, der für die Erforschung dieser Pflanze kämpfend sogar an Präsident Nixon schrieb, bis hin zu den aktuellsten Studienveröffentlichungen bei Drucklegung der deutschen Ausgabe des Buches 1999.
Jones trug Forschungsergebnisse zusammen und reiste selbst zu den Asháninka Indianern in Peru, die diese Pflanze seit Generationen als Heilpflanze einsetzen. Es wird über eine große Anzahl von Krankheiten berichtet bei denen Uncaria Tomentosa eingesetzt und klinisch erforscht wird bzw. wurde, z.B. Asthma, Aids, Krebs und Entzündungen unterschiedlichster Art. Auch veterinärmedizinische Aspekte und Erfolge bei der Behandlung von Tieren werden berücksichtigt.
Das Buch ist sehr informativ und wissenschaftlich geschrieben. Studien die sich mit Uncaria Tomentosa beschäftigten werden korrekt benannt, aber auch entsprechend wissenschaftlich zitiert. Für Leser ohne Vorkenntnisse medizinischer bzw. pharmazeutischer Fachbegriffe oder ohne das Interesse an so tiefgehender Information könnte das Buch überfordernd bzw. uninteressant sein. Wer Interesse daran hat ihm unbekannte Begriffe nachzuschlagen kann das Buch problemlos verstehen und wer die entsprechenden Vorkenntnisse mitbringt wird nicht enttäuscht obwohl es sich nur um ein schmales Taschenbuch handelt.
Einziger Minuspunkt und darum ein Stern Abzug: Die für den Verbraucher möglichen Anwendungen des Katzenkralle Grundstoffes werden nicht in einem Kapitel zusammengefasst und genau erläutert. Diese Anwendungsmöglichkeiten sind einzeln in den Kapiteln versteckt und auch dort recht ungenau gehalten, je nach Überlieferung durch die jeweiligen Anwender.
Für die, die eigentlich nur die Anwendung interessiert hier eine Zusammenfassung:
Katzenkralle Tee als Therapie bei Erkrankungen:
20 g Katzenkralle, möglichst frisch pulverisiert, in einem Liter Wasser aufkochen, 15-60 Minuten köcheln lassen, je länger die Katzenkralle ausköchelt desto höher ist am Ende der Wirkstoffgehalt im Tee, eventuell verdampftes Wasser nachgießen. Diesen Tee auf drei Tassen verteilt über den Tag trinken. Mindestdauer der Kur 3 Monate.
Von Arturo Brell wurde Katzenkralle als Tinktur empfohlen:
Dazu lässt man 20 g Katzenkralle in einer Alkohol/Wasser Mischung (50:50) nur einweichen und kocht sie nicht. Als Lösungsmittel wirkt hier der Alkohol. Von der Tinktur nimmt man dreimal täglich wenige Tropfen ein (leider fehlen hier genauere Angaben).
Für den der mehr über Katzenkralle wissen will ist dies das deutschsprachige Buch der Wahl!