Claudia Dienstbach schreibt ein Buch über Jugendliche für Jugendliche. Vordergründig thematisiert sie die Problematik illegalen Tierhandels zum Zwecke von Tierversuchen, eingebettet in eine Kriminalgeschichte, in die einige Jugendliche, vor allem die Hauptfigur,
zu den Tätern vordringen und zu deren Festnehme entscheidend beitragen.
Auf einer tiefer gehenden Ebene wird gezeigt, wie die jungen Menschen einen Weg aus ihrem negativen Selbsterleben finden.
Torsten und seine Freunde sind wegen eines Diebstahls voneinander getrennt zu Sozialstunden verurteilt worden, die Torsten widerwillig in einem Tierheim ableistet. Einfühlsam beschreibt Claudia Dienstbach, wie er, durch ihm seitens der Mitarbeiter
und Mitarbeiterinnen des Tierheims unvoreingenommen entgegengebrachtes Vertrauen, selbst Vertrauen und Zutrauen, auch in sich selbst gewinnt.
Ihm wird Verantwortung übertragen, und in der Ausführung seiner pflegerischen Aufgaben an den Tieren, in deren Lebenssituation Teile seiner eigenen erkennt, findet er eine tiefe Verbindung zu ihnen und gewinnt ein positives Selbstwertgefühl, verbunden mit dem Wissen um die Möglichkeit der Selbstwirksamkeit, verwirklicht durch die mutige Handlungsweise, auch der anderen beiden Jugendlichen, am Ende der Geschichte.
Ein einfühlsames Buch, das Gefühle beschreibt und ordnet, verwandelt und diesen positiven Gefühlen Handlungen folgen lässt, die Sinn geben und glücklich machen.
Für Jugendliche ein Mutmachbuch.