»Katzenaugen können Herzen rauben« ist Sylvia Seyboths Sammlung vorzüglicher Kurzgeschichten betitelt. Schon beim ersten Durchblättern fallen die schönen Fotos auf, die die vorzüglichen Texte begleiten. »Katzenaugen können Herzen rauben« ist aber nicht nur liebevoll und sehr ansprechend gestaltet. Die Episoden aus dem Leben der Pudeldame Marie, von drei Katzen und dazugehörenden Menschen rühren Leserinnen und Leser.
Dabei verfällt die Autorin, deren epische Romane schon eine beachtliche Fangemeinde gefunden haben, keineswegs in süßliche, verlogene Kitschromantik. Sie schildert vielmehr in höchst ansprechender Weise lustige wie traurige Begebenheiten aus dem Leben der Vierbeiner aus Sicht ihrer Menschen.
Dabei erweist sie sich, und auch diese ihre Fähigkeit kam bereits in ihren spannenden Romanen zur Geltung, als wirklich gute Schriftstellerin. Man spürt: Sylvia Seyboth hat das Herz am rechten Fleck und ist eine echte Tierfreundin. Es verwundert nicht, dass sie nicht nur einfühlsam über Tiere und ihre Menschen schreiben kann. Sie ist auch aktiv im Tierschutz tätig.
»Katzenaugen können Herzen rauben« ist zu empfehlen: allen Tierfreunden und solchen, die welche werden wollen. »Katzenaugen können Herzen rauben« ist zu empfehlen: allen Menschen, die gern gute Kurzgeschichten lesen, die sich an gelungenen Tierfotos erfreuen und die Tiere als liebenswerte Mitgeschöpfe achten.
Gewiss hat Sylvia Seyboth noch so manche Episode rund um Vierbeiner »auf Lager«. Hoffentlich lässt sie uns noch an so mancher Geschichte lesend und genießend teilhaben.
Mein Fazit: ein sehr schönes Buch, das vorzügliche Kurzgeschichten und faszinierende Fotos bietet. 5 Sterne!
Walter-Jörg Langbein