Zwei kurzweilige und schrullig inszenierte Katzenkrimis findet der Leser in diesem Doppelband vor, mit dem es die Autorin Rita Mae Brown hervorragend schafft, gut zu unterhalten. Dabei sind es weder außergewöhnliche Morde, noch actionreiche Handlungen, die den Geschichten ihr Leben einhauchen. Im Gegenteil. Beschauliche Ruhe, gepaart mit ländlichem Flair machen den Reiz des Ganzen aus. Wenn niemand den Ort ungesehen verlassen kann oder die Nachbarin schon vor dem Ehemann weiß, dass dessen Frau sich von ihm trennt, dann sind das die Geschichten, die sich mit einem Schmunzeln auf den Lippen angenehm lesen lassen.
Eine Kombination, die Rita Mae Brown perfekt beherrscht und lediglich um einige Morde und interessante Charaktere ergänzt. Da ist zum Einen Harry, die Posthalterin, die über alle Maßen beliebt, sich gerne in fremde Angelegenheiten mischt und stets zugegen ist, wenn etwas Außergewöhnliches passiert. Zum Anderen treten eine Vielzahl von Bewohnern in Erscheinung und verstehen es, mit ihren Eigenheiten und persönlichen Rivalitäten, den örtliche Klatsch am Laufen zu Halten und notwendige Motive für das eine oder andere Verbrechen zu liefern. Aber die wirkliche Heldin des Ganzen ist Mrs. Murphy, die gemeinsam mit ihren Freunden Pewter und Tucker dafür sorgt, dass kein Straftat ungesühnt bleibt. Und während sie sich ab und an dazu hinreißen lässt, über die Schwächen ihrer Zweibeiner zu philosophieren, löst sie mit viel tierischem Instinkt einen Fall nach dem anderen.
Ein gelungener Tierkrimi, der, mit viel Witz und treffsicheren Kommentaren versehen, einen vergnüglichen Leseabend verspricht.
Fazit:
Die Fälle der Tigerkatze Mrs. Murphy können vor allem den Fans von gut konstruierten und humorvoll arrangierten Kriminalgeschichten empfohlen werden, die mehr Wert auf Atmosphäre und außergewöhnliche Charaktere legen, als auf dramatische Verfolgungsjagden.