Ich spare mir hier noch mal die ganzen Gerätedetails der anderen Rezensenten zum hundertsten Mal wiederzukäuen.
Nur folgendes:
1. Die 1TB-HD-Version ist die aufpreispflichtige Alternative für diejenigen, die es nicht schaffen, externe Festplatten über den USB-Anschlüsse des Gerätes zu betreiben. Das geht nämlich sehr einfach. Und selbst auf die 250GB-HD bekommt man Tage an Sendematerial. Bedenkt man nun noch, dass ganz anständige USB-HDs mit einer Kapazität von 500GB im Laden um die Ecke momentan schon unter ¤ 70.- zu bekommen sind, ist die 1TB-Variante fast schon ein Fehlkauf.
2.Beim Kopieren/Aufzeichnen auf USB-HD resp. -Speichermedien ist auf die richtige Formatierung in FAT32 zu achten. Macht man dies mit Tools für Festplattenpartitionierung, die zum freien Download überall im Netz angeboten werden, so lassen sich problemlos die Datenträger mit umfangreichen Filmen übersichtlich bespielen. (Ob da - weil die UFS-Firmware linuxbasiert für mich scheint - auch linuxübliche Dateisystem, wie NFS o.ä. gingen , die dann via Converter unter WIN-Systemen angesprochen werden könnten, weiß ich nicht, wäre aber denkbar).
Da höchtwahrscheinlich irgendein Kopierschutz von der Medienmafia durchgesetzt wurde, werden selbst gemachte Aufnahmen nur in max. 4 GB große Dateien zugelassen (FAT32-Limit), was ca. einem Dreiviertel eines Spielfilms in HD-Qualität entspricht. Der UFS923 legt diese Schnipsel einer Aufnahme aber automatisch wohlgeordnet in Verzeichnissen unter dem Namen der Aufnahmen ab, so dass deren weitere Verarbeitung am Computer (z.B. DVD oder BlueRay-brennen) gut vonstatten geht.
3. Jeder USB-Anschluß an dem Gerät kann mit externen Festplatten umgehen. Im Manual erscheint der Eindruck, dass der Frontanschluß abweichend auscchließlich für Firmwareupdates mit USB-Sticks gedacht sei. Das ist aber zum Glück nicht so, weil sonst fummelige Sache, wenn man mal sporadisch ein HD o.ä. dranhängen möchte.
4. USB-Sticks, die bei meinem einfachen KATHREIN UFS 90 einwandfrei als "Volksfestplatte" - Datenspeicher für Aufnahmen funktionieren, mag er aber nicht. Mit Sticks scheint er also etwas heikel. Das soll aber in nächsten Firmwareupdates ausgemerzt werden.
5. Aufnahmen liegen in einem für einige Videoschnittprogramm noch unkompatiblen Containerformat "TS" vor. Das kann man entweder auch mit kostenlos vielfältig in's Netz gestellten demuxern in allgemein verwertbare Bild- und Tonformate konvertieren und mit schon vorhandenen Videoprogrammen wie seine eigenen Filmchen weiterverwursten. Das ist aber vergleichweise zeitaufwendig zu Software, in die man diese TS-Dateien direkt einladen, schneiden (Werbung!) und dann vollautomatisch auf Knopfdruck ggf. Speichergrößenangepasst als DVD o.ä. brennen/speichern kann. KATHREIN empfiehlt hier ein teures Produkt, das auch wiederum fast noch einfacher und besser arbeitend durch kostenlose Freeware ersetzbar ist. Einfach mal im WEB danach suchen, wie und womit man diese TS-Dateien weiterverarbeiten kann.
6. Ohne es zu wissen hatte ich ein defektes Anschlußkabel selbst konfektioniert, so dass einer der beiden eingebauten Receiver temporär kein Signal bekam. Das Gerät reagierte diesbezüglich nicht nachvollziehbar und "unlogisch" mit zeitweise nur teilweise empfangbaren Programmen, nicht aus dem StandBy startenden programmierten Aufnahmen etc., ohne dass man durch Ab- oder Umklemmen einzelner Antennenkabel dies hätte nachvollziehen können. Das macht es etwas kompliziert, auf etwaige Fehler zu kommen.
Zusammenfassend
Der UFS923 ist sehr einfach schnell intuitiv bedienbar. Bildqualität und Verarbeitung sind hervorragend. Man hat das Gerät in kürzester Zeit zum Normalgebrauch im Griff, kann aber die Sache mit Videonachbearbeitung am Rechner oder durch Einbinden in Rechnernetzwerke und Zugriff auf WEB-Inhalte resp. Programmierung und Gerätekonfektionierung via Computer sehr tiefgreifend und komplex "aufbohren", falls mal einen das TV-Angebot langweilt.
Die Möglichkeiten des Timeshift und des implementierten Programmführers mit 2 wöchiger Reichweite und daraus der Programmierung per Knopfdruck machen damit die Gestaltung von TV-Angeboten mit Inhalten nach eigenem Belieben jedem möglich
Durch komfortable und gut funktioniernde Routinen zum Fimrwareupdate scheint das Gerät zudem zukunftssicher und damit werthaltig auf aktuellem technischen Stand. Dazu dann noch ein Hersteller in Deutschland mit deutsch sprechenden Servicemitarbeitern, die man wirklich noch anrufen kann, wenn's hakt. Was will man mehr?