Außergewöhnlich war sie. Hollywood-Ikone, oscargekrönte Filmschauspielerin und eine herausragende Bühnengröße. Zu jeder Zeit nahm sie ihr Leben selbstbestimmt in die Hand und dies in Zeiten, in denen die Emanzipation der Frauen alles andere als eine Massenbewegung war. Und so verwundert es nicht, dass Katherine Hepburn bis zu ihrem Tod in diesem Jahr darauf bestand, als unverheiratete Frau „Miss" genannt zu werden als Zeichen, ihr Leben stets allein gemeistert zu haben.
Ohne Männer war sie indessen nicht. Ihre langjährige Beziehung zu Schauspielkollege Spencer Tracy war zwar bekannt, dennoch verstand es Katherine Hepburn, ihr Privatleben weitesgehend vor der Öffentlichkeit zu schützen. Einige Details des Privaten hat sie ihrem Biografen A. Scott Berg anvertraut in dem Willen, diese erst nach ihrem Tod zu veröffentlichen. Zwanzig Jahre lang, von 1985 bis zu diesem Jahr, waren Berg und die Diva im Gespräch, freundeten sich in der Zeit an und setzten die einzelnen Bausteine des Lebens der resoluten Schauspielerin aneinander. Der Biograf und Pulitzer-prämierte Autor hat es dabei verstanden, die ihm gegeben Informationen sensibel zu verwerten und trotzdem eingefleischten Hepburn-Kennern Neues mitzuteilen. Eine Biografie über eine der großen Charaktere der Filmgeschichte, ihren Werdegang und ihre Gefühle zu Männern, Frauen und Weggefährten.