Die Geschichte erzählt nicht, was ihr Titel verspricht. Es geht nicht wirklich um "Katharinas Entscheidung", ob sie, ungewollt schwanger, ihr Kind bekommen soll. Im Gegegenteil, diese Entscheidung wird geradezu ausgeblendet. Stattdessen werden wir mit einem Inventar grobgeschnitzter Figuren und Themen bedient, die nur halbherzig und immer in klischeehaften Mustern aufeinander treffen. Konflikte werden behauptet aber nicht einmal auserzählt. Fragen und Lösungen werden schematisch angerissen, aber wir erfahren nicht, wie es wirklich in den Menschen aussieht. Und die Lösungen, die gefunden werden, sind bieder und so naiv, dass sie keinem der vielen angerissenen Themen (ungewollte Schwangerschaft, Alkoholismus, Angst um den Arbeitsplatz, Sprachlosigkeit in der Familie, Schwesternneid, Liebe eines Mannes zu einer Frau mit Kind, Angst vor dem Altern) gerecht werden können. Das Ende ist, wenn man es ironisch nimmt, köstlich, wenn man es ernst nimmt, zieht es einem die Schuhe aus.