Kurzbeschreibung
Während seiner Tage in Regen und Wind lernt João neue Freunde kennen, Pyé, die weise schwarze Katze und Sarlis, den struppigen Mischlingshund. Sie lauschen seiner Geschichte, seinen Worten über diese einzig wahre Liebe, an die er so sehr glaubt, auch heute noch, so fern von seinem Sternchen. Werden sie ihm helfen können, seinen Glauben zu behalten, seinen Weg in die Zukunft zu finden?
Der Verlag über das Buch
Das Buch öffnet die Augen und nimmt die Angst vor den eigenen Gefühlen...
Der Autor über sein Buch
Gut für die Geschichte: die kleine Stadt am Meer gehört schon zur zweiten Heimat des Autors. Armação de Pêra, eines der typischen Touristenorte an der Algarve in Portugal, bot die passende Kulisse für ein Leben in Regen und Wind. Der Ort hat sich ein wenig seiner traditionellen Lebensart bewahren können, auch heute noch wird die Atmosphäre am Strand von den täglich ausfahrenden Fischern unter kreischenden Möwen geprägt.
Der aufmerksame Leser wird schnell erkennen, welche Großstadt, fast im geografischen Zentrum Deutschlands gelegen, sich hinter der "Großen Stadt am Großen Fluss" verbirgt, eine Stadt, durch sie sich "behaglich der freundliche Fluss" zieht, und auf deren Anhöhe ein "Held aus alter Zeit" wacht, den Lesern unter dem Namen Herkules wohlbekannt...
Klappentext
Während seiner Tage in Regen und Wind lernt João neue Freunde kennen, Pyé, die weise schwarze Katze und Sarlis, den struppigen Mischlingshund. Sie lauschen seiner Geschichte, seinen Worten über diese einzig wahre Liebe, an die er so sehr glaubt, auch heute noch, so fern von seinem Sternchen. Werden sie ihm helfen können, seinen Glauben zu behalten, seinen Weg in die Zukunft zu finden?
Über den Autor
Der Autor kennt sich gut aus in der "Großen Stadt am Großen Fluss" und fühlt sich auch in der "kleinen Stadt am Meer" wie zu Hause, so war es ihm ein Leichtes, die Örtlichkeiten zu beschreiben.
Heute wohnt der Autor in einer Großstadt irgendwo in der Mitte Deutschlands.
Auszug aus Katerchen Sternfänger von Joao Gatinho. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Es ist dunkel geworden über der kleinen Stadt am Meer. Ich habe mir auf meiner Lieblingsmauer hoch über dem Strand ein schönes Plätzchen gesucht und starre nun in die Dunkelheit. Der Herbstwind ist immer noch warm, er streicht mir durch die Schnurrhaare und weht den Geruch des Meeres um meine Nase. Die Luft schmeckt salzig, ich mag es, wenn sie durch die feinen Härchen meines Fells streift.
Geregnet hat es heute nicht mehr, doch jetzt am Abend bedecken wieder schwere Wolken den Himmel. Seit zwei Wochen schon Regen und stürmischer Wind, der die Gischt der Wellen meterweit an den Strand trägt. Das Wetter sorgt für volle Cafés, doch es drückt auf die Stimmung der Menschen, die hier leben oder Urlaub machen. Sicher, auch hier am äußersten Rand des Kontinents regnet es schon mal, doch so schlimm wie in den letzten Monaten dieses Jahres war es nie zuvor.
Gestattet ihr, dass ich mich vorstelle? Ich heiße João, und ich bin ein Kater. Manchmal werde ich Katerchen genannt. Ein gewöhnlicher, grau getigerter Hauskater mit einem schönen weißen Latz und weißen Pfoten, einer silbernen Schwanzspitze und großen, goldgrünen Augen. Die Menschen mögen mich. Sie mögen mein glattes, seidiges Fell und meine samtigen Tatzen. Sie mögen es auch, wenn ich mich räkele und schnurre. Doch am meisten lieben sie es, wenn ich meinen Katzenrücken krümme, ihnen an den Beinen entlangschleiche und meinen kleinen Kopf sanft an sie drücke. Bei mir vertrauten Menschen mache ich das sehr gerne. Oft suche ich dann nur meine Streicheleinheiten, manchmal aber möchte ich sie einfach nur darauf aufmerksam machen, dass sie einmal mehr vergessen haben, meinen Napf zu füllen. Viele Menschen vergessen leider häufig die einfachsten Dinge.
Vielleicht solltet ihr wissen, dass wir Katzen sehr liebevoll und zärtlich, ungemein feinsinnig und, im Gegensatz zu vielen anderen Vierbeinern, hoffnungslos romantisch sind. Ich wage mit Stolz zu behaupten, dass ich ein besonders romantischer Vertreter meiner Art bin! Zumindest, es ist noch gar nicht so lange her, behauptete man das von mir.
Den ganzen Abend schon schaue ich immer wieder zum Himmel. Trotz der vielen Wolken versuche ich, einen Blick auf die dahinter liegenden Sterne zu erhaschen. Laut gelehrter Menschen soll es Tausende von Sternen geben, die in sternenklaren Nächten mit bloßem Auge zu erkennen sind, und dahinter sollen sich noch weitaus mehr verbergen. Doch so wie gestern und vorgestern und den Tagen davor ist auch heute Nacht der Himmel schwarz, kein einziges Funkeln erfreut meine Augen. Wenn ich nur könnte, so würde ich die Wolken beiseite schieben, doch allein mit meinen müden Pfoten und der Kraft meiner Gedanken schaffe ich es nicht. Das weiß ich natürlich, ich bin schließlich kein dummer Kater!