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Kategorie C - Deutsche Hooligans
 
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Kategorie C - Deutsche Hooligans

Franziska Tenner    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Regisseur(e): Franziska Tenner
  • Komponist: Peter Gotthardt
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Indigo
  • Erscheinungstermin: 23. Oktober 2009
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 85 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002L1FFEM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.070 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Im Vorfeld der WM 2006 fährt ein Filmteam nach Leipzig, um dem Phänomen der Fußballgewalt nachzuspüren. Dabei lernt man Hooligans und Ultras der beiden Vereine (Lok und Sachsen) kennen. Die Hools erscheinen freundlich, auskunftsbereit und treffen sich mit Gleichgesinnten zu verabredeten Schlägereien fernab der Stadien. Die Ultras halten militanten Lokalpatriotismus hoch, verweigern die Kooperation mit dem Filmteam, bedrohen es gar, und tragen ihren Kampf ins Stadion. Für die Polizei sind sie Fans der Kategorie der C, eine Gefahr für die Allgemeinheit.

Video.de

Um Differenzierung bemühter, mit Bundesmitteln geförderter Dokumentarfilm über Gewalt auf Stadionrängen. In Interviews schildern Vertreter der Hooligans (mehr) und Ultras (weniger) Beweggründe und Ansichten, auch die Polizei kommt zu Wort in Gestalt von szenekundigen Beamten. Regisseurin Tenner trägt ein moralisches Urteil nicht vor sich her, lässt Bilder, Aussagen und auch Randalevideos von verabredeten Auseinandersetzungen für sich selbst sprechen. Interessanter Versuch einer Annäherung an eine Subkultur, nicht immer von Erfolg gekrönt, aber aufschlussreich und zuweilen anrührend.

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Kundenrezensionen

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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ganz miese Doku 11. Juni 2010
Von HEAVENSHALLBURN TOP 1000 REZENSENT
Da wollte wohl jemand mal etwas loswerden, zu einem Thema, über das aber auch mal gar kein Wissen vorhanden ist. Das alleine ist ja nicht wirklich schlimm, man kann ja nicht über alles bescheid wissen. Dann sollte ich aber zumindest ein gewisses Interesse an den Tag legen, ein Interesse, welches es dem Zuschauer ermöglicht mit der Filmemacherin gemeinsam auf eine Reise gehen zu können, um ein neues Feld praktisch zu erforschen. Von dem ist hier aber nichts vorhanden. Neben ganz eindeutigen Fehlinterpretationen, ist die Tatsache, dass sich eine Dokumentation namens "Kategorie C" (reisserischer gehts ja kaum noch)ausschließlich mit den Tretern einer einzigen Stadt beschäftigt (Sachsen und Lok Leipzig)schon mal eher schwach, aber auch nicht wirklich schlimm, schließlich ist die Rivalität zwischen den Hools beider Vereine ja auch eine besondere. Aber dann nicht auf die Gründe einzugehen, dass es sich neben anderen Dingen mittlerweile um eine klassische "rechts-links" Nummer handelt, ist beschämend. Auch die Geschichte der Leipziger Vereine bis zum heutigen Tag wäre zumindest ein paar Worte mehr wert gewesen, um eventuell Zusammenhänge verstehen zu können.

Der Film wurde mit öffentlichen Geldern bezahlt, vielleicht ist das der Grund, warum auf eine detailierte und wahrheitsgetreue Beschreibung der Szene verzichtet wurde. Warum die Rolle der Polizei, sofern ich es richtig in Erinnerung habe, mit keinem einzigen Wort erwähnt wird, warum einige Interviewte eher wie gecastete und profilgeile "Wannabes" wirken und in kaum einem Wort auf die Veränderung des Fussballs eingegangen wird, von einem Sport, der für viele der Mittelpunkt des Lebens war und ist, ja, auch für Hools, hin zu einem gewinnbringenden Großunternehmen mit eingeplanten Zuwächsen in Vorderasien und daraus resultierenden dämlichsten Anstosszeiten, eventgeilem und bespassungsbereitem Publikum als Hauptklientel der Vereine, Ticketpreise die kein Mensch mehr bezahlen kann, personalisierte und begrenzte Auswärtstickets - und ja - einer unverhältnismäßigen Hochstilisierung überschaubarer Ausschreitungen rund um den Ground, um genau die beschriebenen Veränderungen durchzusetzen, in dem Fans und Ultras eben als prinzipiell unangepasste und krawallsuchende Vollidioten hingestellt werden, um sie schlußendlich aus den Stadien prügeln lassen zu können, ist mir schleierhaft. Aber wahrscheinlich hatte der Film eine andere Intention und liebäugelte mit einer späteren Ausstrahlung im Nachtprogramm von RTLII, man weiss es ja nie so genau.

Deutsche Hooligans (so der Untertitel) kommen nicht nur aus Leipzig und darum wäre es wünschenswert gewesen, zumindest einen kleinen Abriss über die Szene darzustellen. Denn die Freunde der 3. Halbzeit begannen schon in den 20. Jahren eine gewisse Freude an der Rivalität auf der Vereinsebene zu entdecken, die mittels schlagkräftiger Mittel unterstrichen wurde. Und schon bevor sich "Lokis" und "Schemiker" mittlerweile bandenartige Auseinandersetzungen lieferten, knallte es zwischen Vereinen wie Schalke-BVB, HSV-Bremen, SGE-Kickers und anderen weit heftiger.

Eine weitere Kritik ist eindeutig der völlig zusammenhangslose Schnitt, das Springen von Thema zu Thema, um dann wieder zurück zu kommen, um schlussendlich wieder beim Anfang zu beginnen. Gerade das Eingehen auf ein Freundschaftsspiel Lok gegen FC United of Manchester hätte ein guter Grund sein müssen, um auf das Thema näher einzugehen. Wer sich wirklich mit der Thematik "Hooliganismus und Wald und Wiesen Spiele" beschäftigen will, sollte seinen Internetzugang dafür benutzen, eine der zahlreichen guten Dokus auf Youtube oder Google Video anzusehen oder eines der massenhaft vorhandenen Bücher über den Hooliganismus zu lesen, welche es aus verschiedenen Sichtweisen gibt, ich persönlich tendiere da zu "In kleinen Gruppen, ohne Gesänge" (da hat man wenigstens noch was zu lachen), denn dort "lernt" man weit mehr, als über pseudo-informative Dokus wie dieser.
Naja und wer gar nichts wissen will, weil er schon alles weiß und lieber n paar actiongeladene Aufnahmen von Hauereien und Massenansammlungen sehen möchte, ist hier auch vollkommen falsch, gibbet hier nämlich auch nicht!

Zugegeben, extrem langer (klugscheissermäßiger) Text zu einem schlechte Film,....aber das musste mal gesagt werden. Also Fazit: Kann man besser machen. Muss man besser machen!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vorweg sei eines gesagt: Wer im Thema bewandert ist, wird auf der DVD nichts Neues erfahren, höchstens zur speziellen Situation in Leipzig und auch dazu letztlich wenig. Dem Film fehlt ein klarer roter Faden; er greift mehrere Themen auf einmal auf, geht dabei aber nie befriedigend in die Tiefe. Die Regisseurin wollte anscheinend nicht riskieren, ihre Gesprächspartner zu verärgern, denn viele Fans weigerten sich standhaft, mit dem Film-Team zu reden. Außerdem wurde der Film auch mit staatlichen Mitteln finanziert, ein Umstand, den Tenner im Interview öfter betont. Auch wenn sie das wahrscheinlich anders gemeint hat: Ein kritischere Betrachtungsweise der Polizei gegenüber wäre wohl bei den Geldgebern auf wenig Begeisterung gestoßen ...

Bewusst klammert die Regisseurin das Thema Politik aus und begründet dies auch scheinbar sinnvoll: Sie wolle einen Film über Hools machen und nicht über Neo-Nazis und das Thema Hooligans nicht auf Rechtsradikalismus beschränkt sehen. Aber wenn es auch unpolitische oder gar linke Hools gibt, erhält die Nicht-Beachtung des Themas schnell einen schalen Beigeschmack. Stellenweise wird es einfach zu deutlich, wie bemüht bei diesem Thema weggeblickt wird beziehungsweise es fällt auf, dass manche Betrachtung dadurch nicht konsequent genug angegangen werden kann.
Zum Thema Fußball-WM und Gewalt bietet die Spiegel TV-Reportage "Ein Sommermärchen" einfach viel mehr und zeigt besser die Diskrepanz zwischen offizieller Hofberichterstattung und Realität auf. Die spezielle Situation in Leipzig wird in diesem Film dagegen nur oberflächlich angekratzt, der Hass zwischen den Hools von FC Sachsen und Lok Leipzig nicht befriedigend erklärt.
Das Gespräch mit den beiden Polizisten ist sehr unbefriedigend, es wird noch nicht mal erklärt, welche Aufgabe die beiden eigentlich genau haben. Auch verwundern ihr legeres Äußeres und ihr Auftreten.
In den Extras verstecken sich Szenen aus Bratislava, wo Fans das Film-Team auffordern, das Stadion zu betreten, dort würden wehrlose kniende Fans mit Knüppeln geschlagen. Dass sich das Team nicht reintraut, ist verständlich, aber das man das Thema so völlig missachtet? Überhaupt wird das Vorgehen der Polizei wenig kritisch betrachtet, man kann nicht immer nachvollziehen, warum die Polizei gerade so reagiert wie sie es tut.

Aber gut, das Hauptthema sind Angehörige der Kategorie C und ein paar Gesprächspartner hat die Regisseurin ja auch gefunden. Wirklich profunde oder gar neue Erkenntnisse gewinnt der Zuschauer bei den Gesprächen nicht, außer vielleicht, wenn er sich das erste Mal mit dem Thema Hooligans beschäftigt. Es fällt schwer, mit den Gedanken nicht abzuschweifen, denn oft ist inhaltlicher Leerlauf angesagt. Neben den Interviews gibt es Bilder, zum Beispiel im und um die Stadien, aus dem Boxclub und bei der Meldung bei der Polizei.
Ein weiteres Thema, das kurz angeschnitten wird, ist die Kommerzialisierung des Fußballs. Anlass dafür ist der Besuch einer ausländischen Fan-Mannschaft, mit der ein Freundschaftspiel stattfindet. Bis auf etwas O-Ton von Fans gibt es kaum Auseinandersetzung mit dem Thema.

Insgesamt gesehen ist die Ambition für "Kategorie C" löblich, die Umsetzung ist es leider nicht. Zu viel wird nur angerissen und eine konsequente inhaltliche Linie fehlt. Eine Produktion wie "Kategorie C" kann man sich im TV anschauen, aber dafür Geld ausgeben ist unnötig. Auch wenn junge Filmmacher gefördert werden müssen: Das geht besser. Und konsequenter!
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9 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
nur leidlich interessant 13. Oktober 2009
Von Marco Fertig TOP 1000 REZENSENT
Die deutschen Fußballfans, von denen es ja eine handvoll gibt, werden von der Polizei in drei Kategorien eingeteilt: Kategorie A, der normale Fußballzuschauer; Kategorie B, der Zuschauer, der durch Alkoholeinfluss durchaus zu Gewaltbereitschaft neigen kann; Kategorie C, der gewaltbereite Hooligan, der aus dem Grund zum Spiel fährt um Gewalt auszuüben. Streng genommen gibt es noch eine vierte Kategorie, die der Ultras. Diese Gruppierung existiert nahezu unter Fans jeglicher Vereine, und diese scheuen auch nicht davor zurück Unbeteiligten Schaden und Verletzungen zuzufügen. Die "normalen Hooligans" hingegen schlagen sich lediglich untereinander, ohne andere Fußballfans mit einzubeziehen.
Falls man dieses Wissen nicht besitzt, kann es durchaus interessant sein, die Dokumentation von Franziska Tenner anzusehen. Andernfalls bieten einem die 85 Minuten von KATEGORIE C nichts wirklich Neues. Vielmehr ist vieles einfach nicht fundiert genug, und die gesamte Arbeit stützt sich lediglich auf die Hooligans der Leipziger Vereine "Lok" und "Chemie". Von diesen beiden Gruppierungen kommen im Laufe der Doku jeweils zwei Fußballrowdys in Interviews zu Wort, wobei man aber durchaus oft merkt, dass da auch rechtsradikale Hintergründe eine Hauptrolle zu spielen scheinen. Am Rande werden auch zwei Polizisten zu dem Geschehen befragt und man sieht diverse Ausschnitte aus den Fankurven, dem Boxclub, oder dem Zuhause der Hools. Auch ein paar verwackelte Handkamera-Aufnahmen von Scharmützeln der Gruppen werden teilweise gezeigt, aber hier ist wirklich so wenig zu erkennen, dass man sich das hätte sparen können. Auf die Problematik die hinter der ganzen Gewalt steckt, wird so gut wie nicht eingegangen. Hier hätte Tenner weitaus aggressiver vorgehen müssen, um aufzuzeigen, was zur Gewalt führt oder auch wohin diese Gewalt führt. Unterm Strich bleibt also eine eher lieblose Abhandlung über diese heikle Thematik, in der sich ein paar Idioten dafür rechtfertigen dürfen, was sie tun.
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