1947 brachte die 1906 in der Schweiz ins Leben gerufene "Automobil Revue" erstmals ihre Katalog-Nummer zum Genfer Autosalon heraus. Die nun vorliegende 64. Ausgabe gibt wieder einen beeindruckenden Überblick über die Automobil-Weltproduktion. Es dürfte im deutschsprachigen Raum keine vergleichbare Publikation mit einer solchen Fülle an Daten über die weltweit hergestellten Personenwagen geben. Dennoch macht die neueste Ausgabe aber ein Dilemma deutlich, in dem sich dieses Jahrbuch befindet: Durch die ständig wachsende Typenfülle wird es zunehmend schwierig, fast alle Fahrzeuge bei in etwa gleichbleibendem Umfang von knapp 600 Seiten zu erfassen. Dieses Kapazitätsproblem geht zu Lasten des außerhalb des Katalogteils liegenden redaktionellen Raums und der Anzahl der Fahrzeugabbildungen. Mag man den Umstand, dass die Zahl der Fotos sich im Laufe der vergangenen 15 Jahre um rund 20% von 1052 Abbildungen im Jahre 1996 auf nun 856 Bilder vermindert hat, bei einem auf die technischen Daten konzentrierten Katalog noch hinnehmen, so ist der Verzicht auf Essays und Artikel über technische Entwicklungen und Tendenzen, über bestimmte Aspekte des Verkehrswesens oder des Motorsports doch sehr bedauerlich. Der vor dem Katalogteil liegende Raum beschränkt sich auf 30 Seiten mit sehr knappen Darstellungen neuer Modelle und Concept Cars sowie einer Übersicht der Tests der Automobil-Revue im vergangenen Jahr. Diese Einschränkung fällt umso mehr ins Gewicht, als sich der Preis der Katalog-Nummer innerhalb eines Jahres um rund 20% erhöht hat. Da wäre eine entsprechende Erhöhung des Umfangs durchaus angemessen und zu erwarten gewesen.