Die deutsche Geologin Lisa kommt beruflich in den Tessin, um die Auswirkungen der Klimaveränderungen in den dortigen Bergen zu erforschen. Sie quartiert sich dazu auf dem wunderschönen alten Landsitz der Familie Amareni ein, die inzwischen nicht nur vom Weinanbau und der Weinherstellung, sondern auch von den Hotelgästen lebt. Das gefällt dem jüngsten Sohn der Familie Leonardo gar nicht, da er sich durch die anwesenden Gäste gestört fühlt.
Bevor Lisa so richtig mit ihrer Arbeit loslegen kann, führt Leonardo sie durch das Gut und die Weinkeller. Dabei passiert das schier Unfassbare, es geschieht ein Erdrutsch, bei dem sie beide in größte Gefahr geraten. Danach überstürzen sich die Ereignisse und nichts ist mehr so wie vorher. Eine ganze Region ist von dem Unglück betroffen, aber auch der Familienfrieden der Amarenis gerät aus den Fugen und der verbitterte und sture Leonardo wächst über sich hinaus. Ein kleines Pflänzchen kommt dabei jedoch auch zum Vorschein, das langsam im Verborgenen wächst, und das keiner wahrhaben will: die Liebe!
Es ist eine ernste, aber auch wunderbare fiktive Geschichte, in der es um eine durchaus reale Umweltkatastrophe geht, die passieren könnte und wie Menschen in einer solchen Extremsituation über sich hinauswachsen und Werte erkennen, deren sie sich vorher nicht bewusst waren.
Ein sensibler Roman, der es wert ist, gelesen zu werden!