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Kasabian

 

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Biografie

Das Wichtigste zuerst: Kasabian haben ein Monster erschaffen. Ein Monster, das Gläubige mit Ehrfurcht erfüllt, Angst in den Herzen seiner Feinde hervorruft und die Erde wie ein Koloss umschreitet. So erscheint es passend, dass es nach einem der furchterregendsten Wesen benannt ist, das diese Erde je bewohnt hat.

„Der Velociraptor war der einzige Dinosaurier, der den T-Rex besiegen konnte“, erklärt der Songwriter und Gitarrist der Band, Serge Pizzorno. „Dazu waren sie in der Lage, weil sie in Rudeln jagten und immer zusammenhielten.“

Bei unserem ersten Treffen sagte mir Tom, dass wenn er ... Lesen Sie mehr

Das Wichtigste zuerst: Kasabian haben ein Monster erschaffen. Ein Monster, das Gläubige mit Ehrfurcht erfüllt, Angst in den Herzen seiner Feinde hervorruft und die Erde wie ein Koloss umschreitet. So erscheint es passend, dass es nach einem der furchterregendsten Wesen benannt ist, das diese Erde je bewohnt hat.

„Der Velociraptor war der einzige Dinosaurier, der den T-Rex besiegen konnte“, erklärt der Songwriter und Gitarrist der Band, Serge Pizzorno. „Dazu waren sie in der Lage, weil sie in Rudeln jagten und immer zusammenhielten.“

Bei unserem ersten Treffen sagte mir Tom, dass wenn er jemals eine Band haben sollte, er sie The Velociraptors nennen würde. Jetzt erschien es uns richtig, diesen Titel zu nutzen, denn wir haben immer noch das gleiche brüderliche Verhältnis wie damals, als wir anfingen. Und nach dem letzten Titel wollten wir dieses Mal einen haben, der direkt und treffend ist.“

„Der letzte“ war natürlich „West Ryder Pauper Lunatic Asylum“, ein psychedelisches Meisterwerk, das sich weltweit fast eine Million Mal verkaufte (und stolze 730.000 Mal in Großbritannien). Das dritte Album der Band (und das zweite, das es auf die Spitzenposition der britischen Charts brachte) festigte Kasabians Position unter den absoluten Größen des Brit-Rocks.

Das Album brachte mit der Top-3-Single „Fire“ nicht nur die erste wirkliche Festival-Hymne des neuen Jahrzehnts hervor, es bescherte der Band auch allerlei Auszeichnungen, mit denen sie ihre Wände tapezieren konnten, und Trophäen für den Kaminsims: Das Q Magazine bezeichnete „West Ryder“ als bestes Album; die Band wurde für den Mercury Prize nominiert, bei den Brit Awards gewannen sie den Preis in der Kategorie „Beste Band“, bei den NME-Awards in der Kategorie „Bestes Album“ und dazu kamen unzählige weitere Nominierungen. „Dass wir mit diesem Album so groß rausgekommen sind, ist grandios“, sagt Serge. ‚West Ryder’ war unser persönliches ‚Odgens’ Nut Gone Flake‘. Alles daran war perfekt. Aber das liegt jetzt hinter uns und es ist Zeit für den nächsten Schritt. Wir haben die Einsätze erhöht.“

Auf „West Ryder Pauper Lunatic Asylum“ gestalteten Kasabian ihre Identität aus einem Sumpf von verschiedenen Einflüssen. „Velociraptor!“ fängt nun die gleiche Identität ein – nur dass das Monster jetzt zu voller Größe herangewachsen ist. Zu hören ist eine Band, die das Beste aus achtzehn Monaten knallvoller Stadien und Headline Slots auf den Hauptbühnen zahlreicher Festivals mitgenommen und diese Erfahrungen nun umgesetzt hat. „Der Erfolg von ‚West Ryder’ hat bewiesen, dass die Leute nicht immer und immer wieder die gleiche Zeile vorgesetzt bekommen möchten“, sagt Serge.

„Wir haben uns als Menschen nicht verändert, wir sind noch immer die gleichen albernen Typen, egal ob wir in einem Palast in Monaco spielen oder in der nächsten Eckkneipe, aber durch den Erfolg können wir nun musikalisch machen, was wir wollen. Ich fand das früher bei den Beastie Boys so großartig; man wusste nie, was sie als nächstes tun würden.“

Die Inspiration für das neue Album kam eines nachts sehr spät, in Serges neuem Zuhause in einem entlegenen Winkel von Leicestershire. „Ich habe eine alte Jukebox und eines nachts war ich bis fünf Uhr morgens wach und sie spielte all diese tollen Stücke, alles von Elvis bis zu den Chemical Brothers“, erzählt er. „Ich dachte, wow, stell dir ein Album vor, das so ist. Eines, das du jederzeit anmachen kannst, egal ob Tag oder Nacht, und dann spuckt es dir ein großartiges Stück nach dem anderen aus. Ich wusste, dass das ein wahnsinnig ehrgeiziges Projekt sein würde, aber wenn wir das schaffen könnten, wäre das Ergebnis unglaublich.“

Um diese Herkulesarbeit zu bewältigen, brauchte sogar Serge Hilfe von außerhalb. Jede Nacht, nachdem er ins Bett gegangen war, stieg eine mysteriöse Erscheinung durch sein Studiofenster ein und half ihm. „Ich weiß, das klingt, als hätte ich den Verstand verloren“, lacht er. „Zuhause erfüllte ich meine Rolle als Vater und passte auf meinen (kleinen Sohn) Ennio auf, danach ging ich ins Studio und ließ die Bänder laufen und hörte diese großartige Musik. Und ich dachte, ‚Wer zum Teufel hat das gemacht?’ Ich konnte mich an nichts davon erinnern. Ich bekam zu der Zeit nicht viel Schlaf und entwickelte diese Vorstellung von einem mexikanischen Geist, der von irgendwoher zu mir kam, um mir zu helfen.“

Das Ergebnis dieses metaphysischen Zusammenspiels ist eine Sammlung von außergewöhnlichen Songs mit messerscharfen Texten. Mit Themen, die so unterschiedliche Bereiche angehen wie die Geistlosigkeit von Starkult („La Fee Verte’s: Dogs in handbags/Everyone’s a star“), Ausflüchte und Rechtfertigungen („Days Are Forgotten“) und zerstörerische Affären (die Rockballade „Goodbye Kiss“), beweist das Album, dass Schlafentzug eine stark halluzinogene Droge sein kann. „Ich habe einen Monat lang nur an den Texten gearbeitet, das habe ich vorher nie getan“, erklärt Serge.

„Ich lasse mich vor allem von MCs beeinflussen. Ich mag die Art, mit der Wu-Tang, Gift Of Gab oder Doom Worte ausspucken. Mir wurde gesagt, dass die Texte nicht unbedingt dem entsprechen, was man von einem jungen Vater erwarten würde, aber so kam es nun einmal aus mir heraus“ (lacht). Die Ergebnisse wurden dann – genau wie bei „West Ryder“ – nach San Francisco gebracht, wo Dan ‚The Automator’ Nakamaru sie mischte. Innerhalb von sechs Wochen baute „Velociraptor!“ genug Muskeln auf und Tom Meighan steuerte die beste Gesangsleistung seines Lebens bei.

„Tom war unglaublich“, grinst Serge. „Er ging auf diese verrückten Acht-Meilen-Läufe durch ganz San Francisco und sang die Songs, während er die Golden Gate Bridge überquerte. Danach kam er ins Studio und lieferte einfach seinen Part ab.“

Der letzte Teil des Puzzles waren dann noch die Streicher, die in den British Grove Studios in London eingespielt wurden. „Das war eine umwerfende Erfahrung“, sagt der Gitarrist. Ich gab diesem zwanzigköpfigen Orchester so verrückte Anweisungen wie „Ich will es gruselig“ oder „mehr Horror“. Die Ergebnisse waren so wunderschön, atemberaubend.“

Und das sind auch zwei sehr passende Beschreibungen für „Velociraptor!“ selbst. Unter einem Mikroskop betrachtet lässt sich die musikalische DNA von jedem von Nirvana (im Turbo-Disco-Track „Re-Wired“) bis zu Led Zeppelin (im Stadion-Kracher „Days Are Forgotten“) finden; von Karen Dalton („Goodbye Kiss“) bis Boards of Canada („Shelter From The Storm“). Das Endresultat aber ist zu einhundert Prozent Kasabian, vielleicht nur ein wenig älter, weiser und treffsicherer.

„Das Ziel war es, einen modernen Klassiker zu machen“, sagt Serge zusammenfassend. „Einen, der den Menschen ans Herz geht und den sie mitsingen können. Es ist vielleicht fünfzehn oder sechzehn Jahre her seit dem letzten wirklichen Albumklassiker, aber ich denke, dass wir es geschafft haben.“

Die beste Band Großbritanniens hat ihr bislang bestes Album gemacht. Eines, das perfekt zu Hauspartys und Hauptbühnen auf Festivals passt. Und in 24-Stunden-Jukeboxen. Schon der T-Rex musste es vor langer Zeit feststellen: Widerstand ist Zwecklos.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Das Wichtigste zuerst: Kasabian haben ein Monster erschaffen. Ein Monster, das Gläubige mit Ehrfurcht erfüllt, Angst in den Herzen seiner Feinde hervorruft und die Erde wie ein Koloss umschreitet. So erscheint es passend, dass es nach einem der furchterregendsten Wesen benannt ist, das diese Erde je bewohnt hat.

„Der Velociraptor war der einzige Dinosaurier, der den T-Rex besiegen konnte“, erklärt der Songwriter und Gitarrist der Band, Serge Pizzorno. „Dazu waren sie in der Lage, weil sie in Rudeln jagten und immer zusammenhielten.“

Bei unserem ersten Treffen sagte mir Tom, dass wenn er jemals eine Band haben sollte, er sie The Velociraptors nennen würde. Jetzt erschien es uns richtig, diesen Titel zu nutzen, denn wir haben immer noch das gleiche brüderliche Verhältnis wie damals, als wir anfingen. Und nach dem letzten Titel wollten wir dieses Mal einen haben, der direkt und treffend ist.“

„Der letzte“ war natürlich „West Ryder Pauper Lunatic Asylum“, ein psychedelisches Meisterwerk, das sich weltweit fast eine Million Mal verkaufte (und stolze 730.000 Mal in Großbritannien). Das dritte Album der Band (und das zweite, das es auf die Spitzenposition der britischen Charts brachte) festigte Kasabians Position unter den absoluten Größen des Brit-Rocks.

Das Album brachte mit der Top-3-Single „Fire“ nicht nur die erste wirkliche Festival-Hymne des neuen Jahrzehnts hervor, es bescherte der Band auch allerlei Auszeichnungen, mit denen sie ihre Wände tapezieren konnten, und Trophäen für den Kaminsims: Das Q Magazine bezeichnete „West Ryder“ als bestes Album; die Band wurde für den Mercury Prize nominiert, bei den Brit Awards gewannen sie den Preis in der Kategorie „Beste Band“, bei den NME-Awards in der Kategorie „Bestes Album“ und dazu kamen unzählige weitere Nominierungen. „Dass wir mit diesem Album so groß rausgekommen sind, ist grandios“, sagt Serge. ‚West Ryder’ war unser persönliches ‚Odgens’ Nut Gone Flake‘. Alles daran war perfekt. Aber das liegt jetzt hinter uns und es ist Zeit für den nächsten Schritt. Wir haben die Einsätze erhöht.“

Auf „West Ryder Pauper Lunatic Asylum“ gestalteten Kasabian ihre Identität aus einem Sumpf von verschiedenen Einflüssen. „Velociraptor!“ fängt nun die gleiche Identität ein – nur dass das Monster jetzt zu voller Größe herangewachsen ist. Zu hören ist eine Band, die das Beste aus achtzehn Monaten knallvoller Stadien und Headline Slots auf den Hauptbühnen zahlreicher Festivals mitgenommen und diese Erfahrungen nun umgesetzt hat. „Der Erfolg von ‚West Ryder’ hat bewiesen, dass die Leute nicht immer und immer wieder die gleiche Zeile vorgesetzt bekommen möchten“, sagt Serge.

„Wir haben uns als Menschen nicht verändert, wir sind noch immer die gleichen albernen Typen, egal ob wir in einem Palast in Monaco spielen oder in der nächsten Eckkneipe, aber durch den Erfolg können wir nun musikalisch machen, was wir wollen. Ich fand das früher bei den Beastie Boys so großartig; man wusste nie, was sie als nächstes tun würden.“

Die Inspiration für das neue Album kam eines nachts sehr spät, in Serges neuem Zuhause in einem entlegenen Winkel von Leicestershire. „Ich habe eine alte Jukebox und eines nachts war ich bis fünf Uhr morgens wach und sie spielte all diese tollen Stücke, alles von Elvis bis zu den Chemical Brothers“, erzählt er. „Ich dachte, wow, stell dir ein Album vor, das so ist. Eines, das du jederzeit anmachen kannst, egal ob Tag oder Nacht, und dann spuckt es dir ein großartiges Stück nach dem anderen aus. Ich wusste, dass das ein wahnsinnig ehrgeiziges Projekt sein würde, aber wenn wir das schaffen könnten, wäre das Ergebnis unglaublich.“

Um diese Herkulesarbeit zu bewältigen, brauchte sogar Serge Hilfe von außerhalb. Jede Nacht, nachdem er ins Bett gegangen war, stieg eine mysteriöse Erscheinung durch sein Studiofenster ein und half ihm. „Ich weiß, das klingt, als hätte ich den Verstand verloren“, lacht er. „Zuhause erfüllte ich meine Rolle als Vater und passte auf meinen (kleinen Sohn) Ennio auf, danach ging ich ins Studio und ließ die Bänder laufen und hörte diese großartige Musik. Und ich dachte, ‚Wer zum Teufel hat das gemacht?’ Ich konnte mich an nichts davon erinnern. Ich bekam zu der Zeit nicht viel Schlaf und entwickelte diese Vorstellung von einem mexikanischen Geist, der von irgendwoher zu mir kam, um mir zu helfen.“

Das Ergebnis dieses metaphysischen Zusammenspiels ist eine Sammlung von außergewöhnlichen Songs mit messerscharfen Texten. Mit Themen, die so unterschiedliche Bereiche angehen wie die Geistlosigkeit von Starkult („La Fee Verte’s: Dogs in handbags/Everyone’s a star“), Ausflüchte und Rechtfertigungen („Days Are Forgotten“) und zerstörerische Affären (die Rockballade „Goodbye Kiss“), beweist das Album, dass Schlafentzug eine stark halluzinogene Droge sein kann. „Ich habe einen Monat lang nur an den Texten gearbeitet, das habe ich vorher nie getan“, erklärt Serge.

„Ich lasse mich vor allem von MCs beeinflussen. Ich mag die Art, mit der Wu-Tang, Gift Of Gab oder Doom Worte ausspucken. Mir wurde gesagt, dass die Texte nicht unbedingt dem entsprechen, was man von einem jungen Vater erwarten würde, aber so kam es nun einmal aus mir heraus“ (lacht). Die Ergebnisse wurden dann – genau wie bei „West Ryder“ – nach San Francisco gebracht, wo Dan ‚The Automator’ Nakamaru sie mischte. Innerhalb von sechs Wochen baute „Velociraptor!“ genug Muskeln auf und Tom Meighan steuerte die beste Gesangsleistung seines Lebens bei.

„Tom war unglaublich“, grinst Serge. „Er ging auf diese verrückten Acht-Meilen-Läufe durch ganz San Francisco und sang die Songs, während er die Golden Gate Bridge überquerte. Danach kam er ins Studio und lieferte einfach seinen Part ab.“

Der letzte Teil des Puzzles waren dann noch die Streicher, die in den British Grove Studios in London eingespielt wurden. „Das war eine umwerfende Erfahrung“, sagt der Gitarrist. Ich gab diesem zwanzigköpfigen Orchester so verrückte Anweisungen wie „Ich will es gruselig“ oder „mehr Horror“. Die Ergebnisse waren so wunderschön, atemberaubend.“

Und das sind auch zwei sehr passende Beschreibungen für „Velociraptor!“ selbst. Unter einem Mikroskop betrachtet lässt sich die musikalische DNA von jedem von Nirvana (im Turbo-Disco-Track „Re-Wired“) bis zu Led Zeppelin (im Stadion-Kracher „Days Are Forgotten“) finden; von Karen Dalton („Goodbye Kiss“) bis Boards of Canada („Shelter From The Storm“). Das Endresultat aber ist zu einhundert Prozent Kasabian, vielleicht nur ein wenig älter, weiser und treffsicherer.

„Das Ziel war es, einen modernen Klassiker zu machen“, sagt Serge zusammenfassend. „Einen, der den Menschen ans Herz geht und den sie mitsingen können. Es ist vielleicht fünfzehn oder sechzehn Jahre her seit dem letzten wirklichen Albumklassiker, aber ich denke, dass wir es geschafft haben.“

Die beste Band Großbritanniens hat ihr bislang bestes Album gemacht. Eines, das perfekt zu Hauspartys und Hauptbühnen auf Festivals passt. Und in 24-Stunden-Jukeboxen. Schon der T-Rex musste es vor langer Zeit feststellen: Widerstand ist Zwecklos.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Das Wichtigste zuerst: Kasabian haben ein Monster erschaffen. Ein Monster, das Gläubige mit Ehrfurcht erfüllt, Angst in den Herzen seiner Feinde hervorruft und die Erde wie ein Koloss umschreitet. So erscheint es passend, dass es nach einem der furchterregendsten Wesen benannt ist, das diese Erde je bewohnt hat.

„Der Velociraptor war der einzige Dinosaurier, der den T-Rex besiegen konnte“, erklärt der Songwriter und Gitarrist der Band, Serge Pizzorno. „Dazu waren sie in der Lage, weil sie in Rudeln jagten und immer zusammenhielten.“

Bei unserem ersten Treffen sagte mir Tom, dass wenn er jemals eine Band haben sollte, er sie The Velociraptors nennen würde. Jetzt erschien es uns richtig, diesen Titel zu nutzen, denn wir haben immer noch das gleiche brüderliche Verhältnis wie damals, als wir anfingen. Und nach dem letzten Titel wollten wir dieses Mal einen haben, der direkt und treffend ist.“

„Der letzte“ war natürlich „West Ryder Pauper Lunatic Asylum“, ein psychedelisches Meisterwerk, das sich weltweit fast eine Million Mal verkaufte (und stolze 730.000 Mal in Großbritannien). Das dritte Album der Band (und das zweite, das es auf die Spitzenposition der britischen Charts brachte) festigte Kasabians Position unter den absoluten Größen des Brit-Rocks.

Das Album brachte mit der Top-3-Single „Fire“ nicht nur die erste wirkliche Festival-Hymne des neuen Jahrzehnts hervor, es bescherte der Band auch allerlei Auszeichnungen, mit denen sie ihre Wände tapezieren konnten, und Trophäen für den Kaminsims: Das Q Magazine bezeichnete „West Ryder“ als bestes Album; die Band wurde für den Mercury Prize nominiert, bei den Brit Awards gewannen sie den Preis in der Kategorie „Beste Band“, bei den NME-Awards in der Kategorie „Bestes Album“ und dazu kamen unzählige weitere Nominierungen. „Dass wir mit diesem Album so groß rausgekommen sind, ist grandios“, sagt Serge. ‚West Ryder’ war unser persönliches ‚Odgens’ Nut Gone Flake‘. Alles daran war perfekt. Aber das liegt jetzt hinter uns und es ist Zeit für den nächsten Schritt. Wir haben die Einsätze erhöht.“

Auf „West Ryder Pauper Lunatic Asylum“ gestalteten Kasabian ihre Identität aus einem Sumpf von verschiedenen Einflüssen. „Velociraptor!“ fängt nun die gleiche Identität ein – nur dass das Monster jetzt zu voller Größe herangewachsen ist. Zu hören ist eine Band, die das Beste aus achtzehn Monaten knallvoller Stadien und Headline Slots auf den Hauptbühnen zahlreicher Festivals mitgenommen und diese Erfahrungen nun umgesetzt hat. „Der Erfolg von ‚West Ryder’ hat bewiesen, dass die Leute nicht immer und immer wieder die gleiche Zeile vorgesetzt bekommen möchten“, sagt Serge.

„Wir haben uns als Menschen nicht verändert, wir sind noch immer die gleichen albernen Typen, egal ob wir in einem Palast in Monaco spielen oder in der nächsten Eckkneipe, aber durch den Erfolg können wir nun musikalisch machen, was wir wollen. Ich fand das früher bei den Beastie Boys so großartig; man wusste nie, was sie als nächstes tun würden.“

Die Inspiration für das neue Album kam eines nachts sehr spät, in Serges neuem Zuhause in einem entlegenen Winkel von Leicestershire. „Ich habe eine alte Jukebox und eines nachts war ich bis fünf Uhr morgens wach und sie spielte all diese tollen Stücke, alles von Elvis bis zu den Chemical Brothers“, erzählt er. „Ich dachte, wow, stell dir ein Album vor, das so ist. Eines, das du jederzeit anmachen kannst, egal ob Tag oder Nacht, und dann spuckt es dir ein großartiges Stück nach dem anderen aus. Ich wusste, dass das ein wahnsinnig ehrgeiziges Projekt sein würde, aber wenn wir das schaffen könnten, wäre das Ergebnis unglaublich.“

Um diese Herkulesarbeit zu bewältigen, brauchte sogar Serge Hilfe von außerhalb. Jede Nacht, nachdem er ins Bett gegangen war, stieg eine mysteriöse Erscheinung durch sein Studiofenster ein und half ihm. „Ich weiß, das klingt, als hätte ich den Verstand verloren“, lacht er. „Zuhause erfüllte ich meine Rolle als Vater und passte auf meinen (kleinen Sohn) Ennio auf, danach ging ich ins Studio und ließ die Bänder laufen und hörte diese großartige Musik. Und ich dachte, ‚Wer zum Teufel hat das gemacht?’ Ich konnte mich an nichts davon erinnern. Ich bekam zu der Zeit nicht viel Schlaf und entwickelte diese Vorstellung von einem mexikanischen Geist, der von irgendwoher zu mir kam, um mir zu helfen.“

Das Ergebnis dieses metaphysischen Zusammenspiels ist eine Sammlung von außergewöhnlichen Songs mit messerscharfen Texten. Mit Themen, die so unterschiedliche Bereiche angehen wie die Geistlosigkeit von Starkult („La Fee Verte’s: Dogs in handbags/Everyone’s a star“), Ausflüchte und Rechtfertigungen („Days Are Forgotten“) und zerstörerische Affären (die Rockballade „Goodbye Kiss“), beweist das Album, dass Schlafentzug eine stark halluzinogene Droge sein kann. „Ich habe einen Monat lang nur an den Texten gearbeitet, das habe ich vorher nie getan“, erklärt Serge.

„Ich lasse mich vor allem von MCs beeinflussen. Ich mag die Art, mit der Wu-Tang, Gift Of Gab oder Doom Worte ausspucken. Mir wurde gesagt, dass die Texte nicht unbedingt dem entsprechen, was man von einem jungen Vater erwarten würde, aber so kam es nun einmal aus mir heraus“ (lacht). Die Ergebnisse wurden dann – genau wie bei „West Ryder“ – nach San Francisco gebracht, wo Dan ‚The Automator’ Nakamaru sie mischte. Innerhalb von sechs Wochen baute „Velociraptor!“ genug Muskeln auf und Tom Meighan steuerte die beste Gesangsleistung seines Lebens bei.

„Tom war unglaublich“, grinst Serge. „Er ging auf diese verrückten Acht-Meilen-Läufe durch ganz San Francisco und sang die Songs, während er die Golden Gate Bridge überquerte. Danach kam er ins Studio und lieferte einfach seinen Part ab.“

Der letzte Teil des Puzzles waren dann noch die Streicher, die in den British Grove Studios in London eingespielt wurden. „Das war eine umwerfende Erfahrung“, sagt der Gitarrist. Ich gab diesem zwanzigköpfigen Orchester so verrückte Anweisungen wie „Ich will es gruselig“ oder „mehr Horror“. Die Ergebnisse waren so wunderschön, atemberaubend.“

Und das sind auch zwei sehr passende Beschreibungen für „Velociraptor!“ selbst. Unter einem Mikroskop betrachtet lässt sich die musikalische DNA von jedem von Nirvana (im Turbo-Disco-Track „Re-Wired“) bis zu Led Zeppelin (im Stadion-Kracher „Days Are Forgotten“) finden; von Karen Dalton („Goodbye Kiss“) bis Boards of Canada („Shelter From The Storm“). Das Endresultat aber ist zu einhundert Prozent Kasabian, vielleicht nur ein wenig älter, weiser und treffsicherer.

„Das Ziel war es, einen modernen Klassiker zu machen“, sagt Serge zusammenfassend. „Einen, der den Menschen ans Herz geht und den sie mitsingen können. Es ist vielleicht fünfzehn oder sechzehn Jahre her seit dem letzten wirklichen Albumklassiker, aber ich denke, dass wir es geschafft haben.“

Die beste Band Großbritanniens hat ihr bislang bestes Album gemacht. Eines, das perfekt zu Hauspartys und Hauptbühnen auf Festivals passt. Und in 24-Stunden-Jukeboxen. Schon der T-Rex musste es vor langer Zeit feststellen: Widerstand ist Zwecklos.

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