Kasabian haben mit ihrem gleichnamigen Debütalbum einer Musikrichtung neues Leben eingehaucht, von der man seit langer Zeit nichts mehr gehört hat: Der Manchester-Szene zwischen 1987 und 1990. Dabei sind die größten Einflüsse von Kasabian die Happy Mondays und die Stone Roses. Aber auch Bands wie die Inspiral Carpets, EMF und The Charlatans hat die junge Band sich sehr genau angehört. Das Resultat ist durchaus hörenswert: "Club Foot" rotiert in allen Indie-Clubs, "Processed Beats" und "Reason is Treason" gehen nach kurzer Gewöhnungsphase ebenfalls voll ab. In der zweiten Album-Hälfte gelingt es Kasabian aber nicht ganz, dieses Niveau zu halten. Allzu oft verstricken sie sich in lange Synthie-Passagen, die mich an schwache Momente der Stone Roses erinnern.
Vielversprechend ist die CD dennoch - und es ist schön mal wieder diese alte Kombination aus Elektronik, Gitarre und Melodie zu hören. Mal abwarten ob sich die Band dauerhaft durchsetzt - oder ob sie das Schicksal der Vorbilder teilen wird, die bis auf die Charlatans alle recht kurze Karrieren hatten.