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Karte und Gebiet [Gebundene Ausgabe]

Michel Houellebecq , Uli Wittmann
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (76 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

9. März 2011
Michel Houellebecq, Enfant terrible der Literaturszene, hat das Buch geschrieben, das niemand erwartet hätte. Karte und Gebiet ist ein großer Wurf: ein doppelbödiges, selbstironisches Vexierspiel, ein gewichtiger Roman, der zugleich wie schwerelos wirkt. Houellebecq erweist sich darin als begnadeter Erzähler, der alle Spekulationen ins Leere laufen lässt. Jed Martin ist Künstler. In seinen ersten Arbeiten stellt er Straßenkarten und Satellitenbilder gegenüber, zum Durchbruch verhelfen ihm jedoch Porträts. Einer der Porträtierten: "Michel Houellebecq, Schriftsteller". Doch dann geschieht ein grausames Verbrechen: ein Doppelmord, verübt auf so bestialische Weise, dass selbst die hartgesottenen Einsatzkräfte schockiert sind. Die Kunst, das Geld, die Arbeit. Die Liebe, das Leben, der Tod: Davon handelt dieser altmeisterliche Roman, der auch hierzulande bereits als literarische Sensation gefeiert wird. Michel Houellebecqs neustes Werk ist ein vollendeter Geniestreich von überraschender Zartheit. Der einstige Agent provocateur erscheint darin gereift und auf so humorvolle Weise melancholisch wie nie. Karte und Gebiet wird nicht nur die Freunde Houellebecqs begeistern, sondern auch manchen seiner Feinde.

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Karte und Gebiet + Elementarteilchen + Die Möglichkeit einer Insel
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Produktinformation

Autorenheft Jetzt reinlesen! [PDF]|Leseprobe Jetzt reinlesen! [PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 7 (9. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832196390
  • ISBN-13: 978-3832196394
  • Originaltitel: La carte et le territoire
  • Größe und/oder Gewicht: 21,3 x 14,5 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (76 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.576 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Bei der Lektüre von Houellebecqs neuem Band mit Interventionen stellt man allerdings fest, dass seine strong opions ohne fiktionale Einkleidung, ohne die Figuren, die an Lebensöde, Konsum und Sexmangel verzweifeln, mitunter wacklig und fleischlos wirken. Seine Ausführungen mäandrieren, um dann unversehens zuzustechen." FAZ

"Mit diesem Roman ist es Michel Houellebecq gelungen, ein ebenso unbarmherziges wie äußerst amüsantes Bild der französischen Gesellschaft zu schaffen." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Lesen!" MONOPOL

"Gleichzeitig Künstler- und Landschaftsroman, ein Thriller und seine Parodie, ein Essay über Houellebecqs Heimatland inklusive Zukunftsvision und Loblied auf die Provinz, eine Vater-Sohn-Geschichte, die nach den letzten Dingen fragt und ein Hundesachbuch (...) Ihr Schöpfer ist weise geworden und sein Ton ist leicht wie ein Soufflé." FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

"Ein großes Buch über die Gegenwart, voller Erkenntnis, voller Schmerz. Houellebecq hat alle seine "Elementarteilchen" mitgenommen und sämtliche Capricen, alles Kokette und stilisierte abgestreift. Er hat sie in einen völlig anderen Kosmos überführt, in ein Meisterwerk." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Ein aberwitziger Künstlerroman" DIE ZEIT

"Weich und weise (...) ein überzeugendes, souveränes Panoramabild unserer inneren und äußeren Verfassung." DIE WELT

"Sein Roman ist perfekt." NEON

"Houellebecqs bester Roman" DER STANDARD

"Man sieht, Houellebecq hat Humor (...) ein selbstironischer Künstlerroman und somit auch ein Gesellschaftsroman." FRANKFURTER RUNDSCHAU

"Er ist mit diesem Buch auf dem Weg zur literarischen Unsterblichkeit." MANNHEIMER MORGEN

"Das Buch ist grandios, ein Kabinettstück an Doppelbödigkeiten und Cameo-Auftritten." (Annabelle)

"Ein Roman, der so altmeisterlich erzählt und intelligent gebaut ist wie kein zweiter in diesem Frühling." UMAG

"Karte und Gebiet ist ein Künstlerroman, der, wie stets bei diesem Autor, in die Mitte unserer gesellschaftlichen Existenz vordringt, auf ironische, geradezu zynische Art und Weise." FRANKFURTER RUNDSCHAU MAGAZIN

"Bitterernster und doch heiterer, ideengeladener und exzellent konstruierter Roman. ( ) Beglückt, verstört, fasziniert schlägt man die Seiten um. Es ist das Buch der Saison." BERNER ZEITUNG

"Michel Houellebecqs bester Roman seit langer, langer Zeit." ROLLING STONE

"Es ist Krimi, Künstlerbiografie, Kapitalismuskritik und Gesellschaftsanalyse zugleich und das bislang beste des literarischen Enfant terrible. Lang lebe Houellebecq!" PRINZ

"Das Buch der Saison." PASSAUER NEUE PRESSE

"Unbedingt lesen!" VOGUE.DE

"Das Buch ist Parodie und Utopie zugleich und es ist meisterhaft." HÖRZU

"Michel Houellebecq ist mit diesem klugen Künstlerroman ein großer Wurf der Gegenwartsliteratur gelungen: Ein hoch moralisches Buch, das die zentralen Fragen nach den Werten, Tugenden und Sünden unserer Zeit stellt und auf originelle Weise auch beantwortet." Denis Scheck in DER TAGESSPIEGEL und DRUCKFRISCH

"Mitten ins Herz unserer Zeit" BUCH JOURNAL

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Kundenrezensionen

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Routenplaner 31. März 2011
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Broschiert
Houellebecq zu rezensieren ist nicht gerade einfach. Immer spielt das Leben des Autors selbst hinein. Die Bezüge zu seinen früheren Romanen - teilweise indirekt, teilweise implizit - sind durchaus komplex. Vor allem aber liegt die Substanz nicht alleine in der vordergründigen Erzählung, sondern in der Unzahl von kleinen und größeren Ausflügen in die verschiedensten Regionen der Wissenschaft, der Gesellschaft und der Philosophie. Wie soll man das in ein paar Zeilen angemessen wiedergeben oder gar beurteilen?

Von einem Houellebecq Mitte 50 durfte man wohl nicht mehr die aggressive Sturm- und Drang - Schreibe erwarten wie in seinen früheren Büchern. So erledigen sich die Frauengeschichten mehr oder weniger im ersten Drittel des Romans, unflätige Beschimpfungen sind einem mäßigen Ton gewichen und auf wilde Utopien wird man ebenfalls vergebens warten. Insgesamt scheint "Karte und Gebiet" aber mindestens ebenso lesens- und liebenswert ausgefallen zu sein wie seine Vorgänger, zeichnet es doch ein präzises Bild unserer heutigen (französischen) Welt und gibt einen versöhnlichen Ausblick auf eine mögliche Zukunft.

Die Erzählung verfolgt das Leben des Künstlers Jed, der sich in seinen mittleren Jahren mit dem Schriftsteller Houellebecq lose anfreundet. Die verschiedenen Lebens- und Schaffensphasen, vor allem natürlich die Menschen, mit welchen Jed zu tun hat, bieten dem Autor reichlich Gelegenheit, seine scharfe Beobachtungsgabe, Analytik und Zunge unter Beweis zu stellen.

In den Begegnungen des Malers mit dem Schriftsteller, auch in dem Vorwort, das der Autor dem Künstler schreibt, werden interessante Parallelen der Weltsicht und der künstlerischen Vorgehensweise sichtbar. Ohnedies bietet der Roman vermutlich Menschen, die selbst künstlerisch tätig werden wollen, wertvolle Hinweise und Unterstützung.

Recht überraschend läuft die Handlung im letzten Teil des Buchs in eine regelrechte Kriminalgeschichte hinein, in welcher der chronisch depressive Hauptkommissar Jasselin zum Abschluss seiner Laufbahn einen besonders widerlichen Mordfall bearbeiten muss. Man darf sich übrigens auf ein Wiederlesen mit einem spezialisierten Chirurgen freuen.

Dass der Künstler Jed mehrfach abrupt seine bis dahin fast manisch betriebenen Arbeiten abbricht, um sich einige Jahr darauf einem völlig anderen Gebiet zuzuwenden, sowie die Tatsache, dass der Houellebecq des Romans, dessen privates Leben dem des Künstlers verblüffend ähnelt, sogar stirbt, könnte man durchaus als Indiz dafür werten, dass Houellebecq möglicherweise mit dem Gedanken kokettiert, seine derzeitige Schaffensphase abzuschließen.

In diesem Roman kommt wirklich unendlich viel von scheinbar leichter Hand zusammen. Die Dichte, in der über alles und jedes wirklich kluge Überlegungen "nebenher" angestellt werden, hat gegenüber den früheren Romanen nochmals zugenommen. Auch wenn vieles Bezug auf Persönlichkeiten nimmt, die eher in Frankreich im Brennpunkt des Interesses stehen, bleibt auch für "Pariser und andere Ausländer" noch mehr als genug Stoff zum Nachdenken.

Auch sollte man sich durch den oberflächlich freundlicheren Ton nicht täuschen lassen: inhaltlich schlägt Houellebecq härter und präziser zu denn je. Besonders die Begegnung mit dem Tod gewinnt zunehmend an Bedeutung. Jeds Erlebnisse mit der "Dignitas" dürften manchen erschüttern und aufrütteln. In was für einer Gesellschaft leben wir, in der dem Individuum die Selbstbestimmung ausgerechnet am Ende entzogen wird.

Jedenfalls leben wir in einer Welt, in dem über jeden neuen Houellebecq immer wieder eine Menge Mist geschrieben wird, was dann allen nach ein paar Jahren schrecklich leid tut. Die Lektüre Houellebecqs hat schon immer fasziniert und bereichert, aber auch manchen überfordert; schade, dass man Durchblickern wie Houellebecq im normalen Leben seltener begegnet als außerirdischen Kohlköpfen.

print-jury 5* A0889 11.7.2011eg
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
"Die psychologische Nötigung zu einem Glauben an Kausalität liegt
in der Unvorstellbarkeit eines Geschehens ohne Absichten."
(Friedrich Nietzsche, Nachgelassene Fragmente; KSA 12, 2[83])

Das Leben kennt der Schriftsteller, schreibt Houellebecq und gleichzeitig schränkt er ein, dass er nur vorgebe, es zu kennen. Somit lässt sich vermuten, dass Romane dem Leser radikale Beweise liefern, so radikal, dass sie die Realität sprengen. Es heißt ja, dass Kunstwerke uns verstören. Und es soll so sein, dass diese uns anstoßen und wir zunächst nicht wissen, was uns berührt.

In Houellebecqs Bilderreigen entdeckt man den erhabenen Blick im Gegensatz zu der kartographischen Raffinesse einer Michelin-Karte. Sein beschriebenes Leben ist dennoch nicht Erzählung, sondern beliebige Aneinanderreihung. Das wissenschaftliche verschmilzt mit dem animalischen Leben, so die romantische Idee des Protagonisten Jed Martin. Von der beredten Schweigsamkeit einer Vater-Sohn Beziehung, von der Kraft der Liebe, die in der Trennung ihre Schwäche offenbart, von der Fülle der Stadt hinaus aufs Land der Einfachheit und letztendlich vom Menschen an sich und seinem Bildnis, vom Menschen und seinem Leben und seinem Tod. Wenn man die Fülle der Gegensätze betrachtet, findet man einen von oben gerichteten kritischen Blick auf Mensch und Gesellschaft, auf Erfolg und seine Protagonisten, auf Liebe und Sex, auf Vieles und doch wieder nur eines. Die verblassende Erkenntnis seiner Selbst in der Herrlichkeit von Beliebigkeit entlässt das Individuum in die Erinnerung. Der Autor legt einen "Ascheschleier über den menschlichen Geist", mit Hilfe der Kunst verspricht er eine Verdopplung des Lebens und doch blendet nur die Tautologie des Realen. Wo bleibt die richtige Orientierung, wenn nichts mehr zu unterscheiden ist?

Michel Houellebecq steigt hier in diesem neuesten Werk aus der Modernen aus. Die Veränderung der Zeit wird zur Metapher; wie ein gefräßiges Ungeheuer, das alles einverleibt unter dem Primat der Gleich-Gültigkeit, wälzt sich die angepasste Zeit durch die Welt und letztendlich versteckt sie Gewesenes unter den Mantel der Erinnerung. "Karte und Gebiet" ist ein versinnbildlichtes Ende, ein Verlassen müssen einer modernen künstlichen Welt, die vom Menschen in Belanglosigkeiten und in Vorübergehendes gesetzt wurde zu einer Maschinerie der Stupidität. Alle unlauteren und dekadenten Bestrebungen außerhalb des Landlebens verlieren in diesem brillanten Roman ihren Wert und am Ende bleibt die parodierte Utopie eines von seelischen Wunden geheilten Menschen im Playmobil-Land: "Dann wird alles ruhig, und zurück bleiben nur sich im Wind wiegende Gräser. Die Vegetation trägt den endgültigen Sieg davon." Kunst und Natur wie auch der Mensch, verführt zur Überhöhung der Natur, zur Dekadenz der Künstlichkeit, wie sie die Welt bietet in der Houellebecqschen Sicht, verschmelzen zu Gunsten der Natur ins Nichts.

Hier entdeckt man einen von seiner seelischen Unruhe der frühen Romane geheilten Autor, mit ihm sieht man auf die profanen Dinge der Welt, die sich im banalen Klischee ihrer Verfügbarkeiten wiegen und deren Inanspruchnahme die Verführung zur Teilnahme an einer an (Bilder-)Schein orientierten Gesellschaft ist. Von weit her betrachtet, aus der Warte des über-lebenden Houellebeqs zeugt dieser Roman einen apokalyptischen und zornigen Reiz, angetrieben von Houellebecqs Lustekel an dieser Welt. Seine rücksichtslos eigensinnige Imagination phantasiert Neues und legt Altes in Schutt und Asche. Nüchtern betrachtet, geht Houellebecq auf maximale Distanz zum Leben, um zu zeigen, dass es unmöglich ist, die Schönheit und die Lust am Dasein zu leugnen.

Absolut lesenswert! Michel Houellebecq auf Meisterkurs.
~~
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie immer sehr nachdenklich. 3. Juni 2011
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
In Michel Houellebecqs neuem Roman "Karte und Gebiet" begibt sich der Schriftsteller in die Welt der Kunst. Sein Protagonist Jed Martin lässt sein bisheriges Leben Revue passieren, erinnert sich an seine Jugend und an seine Studienzeit auf der Kunsthochschule.

Seine ersten öffentlichen künstlerischen Arbeiten wurden animiert durch ein Erlebnis, das er bei der Fahrt mit seinem Vater zur Beerdigung der Großmutter hatte. Dabei stieß Jed Martin bei einem Stop auf einer Raststätte, er suchte eine Straßenkarte um den Ort, wo die Beerdigung stattfinden sollte zu finden, auf die zahlreichen Departement-Karten von Michelin. Sofort war er in den Bann ihrer Ästhetik gezogen. Sein künstlerisches Auge entwickelte ganz neue Darstellungsformen dieser eigentlich alltäglichen Straßeninformationen.

Zurück in Paris beschaffte er sich eine Fülle dieser Michelin-Produkte, um von ihnen Fotografien auf höchstem künstlerischem Niveau zu schaffen. Er trat mit diesen auf einer Sammelausstellung mit seinen Kommilitonen der Ecole des Beaux Arts ins Rampenlicht der Öffentlichkeit.

Auf dieser Vernissage trifft er eine bildhübsche Russin, die bei dem Reifenkonzern Michelin in der Werbeabteilung tätig ist. Es entsteht nun das Projekt Menschen in ihrer Arbeitswelt zu porträtieren. Dabei schlägt er einen weiten Bogen von dem Bildnis eines Gastronomen beim Ausschank bis hin zu Bill Gates, der dargestellt wird, wie er über die Zukunft der Computerwelt nachdenkt.

In diesem Zusammenhang entsteht die Idee, das Vorwort zu dem Ausstellungskatalog von dem weltweit bekannten und kontrovers diskutierten Schriftsteller Michel Houellebecq schreiben zu lassen. Eine erste Begegnung zwischen diesen introvertierten Persönlichkeiten findet im Hause von dem Autor von "Elementarteilchen" in Irland statt.

Jed Martin gelingt es tatsächlich Houellebecq in sein Projekt einzubinden. Auch gelingt es dem zeitgenössischen Künstler, den Schriftsteller zu überreden, ihn mithilfe von einer großen Anzahl von Fotografien zu porträtieren, eine Aktion, der dieser nur sehr zögerlich zustimmt.

Neben der finanziellen Vergütung für die einleitenden Worte im Ausstellungskatalog wird dieses Porträt einen beträchtlichen Wert in Millionenhöhe erreichen. Dazu trägt nicht zuletzt der großartige Erfolg dieser Ausstellung bei. Der Marktwert der Bilder Jed Martins springt in astronomische Höhen...

Der Roman nimmt einen Verlauf, den man, wenn man die Werke des französischen Intellektuellen kennt, nicht vermutet. Einen Houellebecq dieser Machart hat es bislang nicht gegeben. War es dem Autor in seinen früheren Romanen ein Anliegen, gesellschaftliche Kritik anzubringen, indem er die Zustände, in denen sich gesellschaftliche Normen in gehobenen Schichten entwickelt haben, grell nachzeichnete, so erleben wir in diesem Buch einen anderen Houellebecq. Zwar hat das düstere und fatalistische Ansinnen den Autor weiterhin im Griff, doch es gibt Anzeichen, dass der bekennende Nihilist einen Anflug von Altersnachsicht entwickelt hat.

Fast scheint es, dass der Verfasser des Romans sich mit seiner Romanfigur Jed Martin in eine Art Deckungsgleichheit begeben hat und sich gedanklich deshalb ad absurdum führt, weil er eine Möglichkeit auszuloten versucht, wie ein Leben in der fortgeschrittenen Altersstufe bis hin zum Ende gelebt werden könnte. Eine interessante Variante, die Houellebecq für sich skizziert, von der er weiß, dass sie jedoch nie eintreten wird.

Man darf gespannt sein, ob in weiteren Romanen neue Möglichkeiten des alternden Intellektuellen uns zu neuen Nachdenklichkeiten bringen werden. Der Interessenbogen bleibt weiterhin gespannt.

Sehr empfehlenswert.
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5.0 von 5 Sternen Überragend
Vorneweg:
Michel Houellebecq ist arrogant, selbstverliebt, größenwahnsinnig, depressiv, selbstzerstörerisch, ... Lesen Sie weiter...
Vor 24 Tagen von Peter K. veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen greisenhaft, egozentrisch, enttäuschend, ghostwriter
Entweder wird er alt oder es war ein Ghostwriter beteiligt. Langweilig und inkonsequent zu seinen älteren Werken, egozentrisch und greisenhaft, nur für die... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Maximilian veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Ein Misanthrop erobert die Kunstszene
Das war mein erstes Buch von Michel Houellebecq und es wird wohl auch mein letztes sein. Das Buch wurde in Frankreich ausgezeichnet und laut Wikipedia gilt "Houellebecq in... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von whatawonderfulworld veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Karte und Gebiete
Ein wirklich interessantes, humorvoll geschriebenes Buch. So könnte sie wirklich sein, die Pariser
Kunstszene. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Barbara Klingenberg veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Essgutesbuch
+Schöne Kapitalismuskritik
+Fantastische Beschreibung imaginärer Kunstwerke
+Houellebecq schafft es mit wenigen Worten, seinen Charakteren Glaubwürdigkeit... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Ben veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen faszinierend
Habe diesen Roman sehr gern gelesen, auch wenn ich mich am Anfang fragte, worauf er hinaus möchte ... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Milchbart veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Beschissen
Dies ist die Grundstimmung des vorliegenden Buches, von der ersten bis zur letzten Seite, durchzogen von ermüdenden Detailbeschreibungen nahezu jedes neuen Sachverhalts und... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Nun denn veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nicht ganz fertig.
Karte und Gebiet ist das erste Buch, das ich von Michel Houellebecq gelesen habe. Möglich, dass es daran liegt, dass ich den Intellekt des Autors nicht gänzlich habe... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Domnec Êlle veröffentlicht
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Vermutlich habe ich alle Bücher von Houellebecq gelesen - dieses, ich vermute mal, das bislang Neueste, überraschte dadurch, dass es einfach "normaler" wirkte als seine... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Barbar veröffentlicht
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