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Karte und Gebiet
 
 
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Karte und Gebiet [Gebundene Ausgabe]

Michel Houellebecq , Uli Wittmann
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (62 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Autorenheft Jetzt reinlesen! [PDF]|Leseprobe Jetzt reinlesen! [PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 7 (9. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832196390
  • ISBN-13: 978-3832196394
  • Originaltitel: La carte et le territoire
  • Größe und/oder Gewicht: 21,3 x 14,5 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (62 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 70.507 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Michel Houellebecq
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Bei der Lektüre von Houellebecqs neuem Band mit Interventionen stellt man allerdings fest, dass seine strong opions ohne fiktionale Einkleidung, ohne die Figuren, die an Lebensöde, Konsum und Sexmangel verzweifeln, mitunter wacklig und fleischlos wirken. Seine Ausführungen mäandrieren, um dann unversehens zuzustechen." FAZ

"Mit diesem Roman ist es Michel Houellebecq gelungen, ein ebenso unbarmherziges wie äußerst amüsantes Bild der französischen Gesellschaft zu schaffen." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Lesen!" MONOPOL

"Gleichzeitig Künstler- und Landschaftsroman, ein Thriller und seine Parodie, ein Essay über Houellebecqs Heimatland inklusive Zukunftsvision und Loblied auf die Provinz, eine Vater-Sohn-Geschichte, die nach den letzten Dingen fragt und ein Hundesachbuch (...) Ihr Schöpfer ist weise geworden und sein Ton ist leicht wie ein Soufflé." FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

"Ein großes Buch über die Gegenwart, voller Erkenntnis, voller Schmerz. Houellebecq hat alle seine "Elementarteilchen" mitgenommen und sämtliche Capricen, alles Kokette und stilisierte abgestreift. Er hat sie in einen völlig anderen Kosmos überführt, in ein Meisterwerk." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Ein aberwitziger Künstlerroman" DIE ZEIT

"Weich und weise (...) ein überzeugendes, souveränes Panoramabild unserer inneren und äußeren Verfassung." DIE WELT

"Sein Roman ist perfekt." NEON

"Houellebecqs bester Roman" DER STANDARD

"Man sieht, Houellebecq hat Humor (...) ein selbstironischer Künstlerroman und somit auch ein Gesellschaftsroman." FRANKFURTER RUNDSCHAU

"Er ist mit diesem Buch auf dem Weg zur literarischen Unsterblichkeit." MANNHEIMER MORGEN

"Das Buch ist grandios, ein Kabinettstück an Doppelbödigkeiten und Cameo-Auftritten." (Annabelle)

"Ein Roman, der so altmeisterlich erzählt und intelligent gebaut ist wie kein zweiter in diesem Frühling." UMAG

"Karte und Gebiet ist ein Künstlerroman, der, wie stets bei diesem Autor, in die Mitte unserer gesellschaftlichen Existenz vordringt, auf ironische, geradezu zynische Art und Weise." FRANKFURTER RUNDSCHAU MAGAZIN

"Bitterernster und doch heiterer, ideengeladener und exzellent konstruierter Roman. ( ) Beglückt, verstört, fasziniert schlägt man die Seiten um. Es ist das Buch der Saison." BERNER ZEITUNG

"Michel Houellebecqs bester Roman seit langer, langer Zeit." ROLLING STONE

"Es ist Krimi, Künstlerbiografie, Kapitalismuskritik und Gesellschaftsanalyse zugleich und das bislang beste des literarischen Enfant terrible. Lang lebe Houellebecq!" PRINZ

"Das Buch der Saison." PASSAUER NEUE PRESSE

"Unbedingt lesen!" VOGUE.DE

"Das Buch ist Parodie und Utopie zugleich und es ist meisterhaft." HÖRZU

"Michel Houellebecq ist mit diesem klugen Künstlerroman ein großer Wurf der Gegenwartsliteratur gelungen: Ein hoch moralisches Buch, das die zentralen Fragen nach den Werten, Tugenden und Sünden unserer Zeit stellt und auf originelle Weise auch beantwortet." Denis Scheck in DER TAGESSPIEGEL und DRUCKFRISCH

"Mitten ins Herz unserer Zeit" BUCH JOURNAL

Kurzbeschreibung

Michel Houellebecq, Enfant terrible der Literaturszene, hat das Buch geschrieben, das niemand erwartet hätte. Karte und Gebiet ist ein großer Wurf: ein doppelbödiges, selbstironisches Vexierspiel, ein gewichtiger Roman, der zugleich wie schwerelos wirkt. Houellebecq erweist sich darin als begnadeter Erzähler, der alle Spekulationen ins Leere laufen lässt. Jed Martin ist Künstler. In seinen ersten Arbeiten stellt er Straßenkarten und Satellitenbilder gegenüber, zum Durchbruch verhelfen ihm jedoch Porträts. Einer der Porträtierten: "Michel Houellebecq, Schriftsteller". Doch dann geschieht ein grausames Verbrechen: ein Doppelmord, verübt auf so bestialische Weise, dass selbst die hartgesottenen Einsatzkräfte schockiert sind. Die Kunst, das Geld, die Arbeit. Die Liebe, das Leben, der Tod: Davon handelt dieser altmeisterliche Roman, der auch hierzulande bereits als literarische Sensation gefeiert wird. Michel Houellebecqs neustes Werk ist ein vollendeter Geniestreich von überraschender Zartheit. Der einstige Agent provocateur erscheint darin gereift und auf so humorvolle Weise melancholisch wie nie. Karte und Gebiet wird nicht nur die Freunde Houellebecqs begeistern, sondern auch manchen seiner Feinde.

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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das kann er besser 5. August 2011
Von B. Pilzer
Format:Gebundene Ausgabe
Tja. Was soll man da sagen?
Bei der Mitte des Buches nahm ich an, mir würde irgendeine besondere Form von Verständnis fehlen, denn im Prinzip passiert bis dahin nicht viel.
Es wird gelebt, gearbeitet, wenig geliebt, doch etwas geschaffen, am Ende (selbstverständlich) gestorben; das ist der Neue von Michel Houellebecq.

Ich habe viele sehr wohlwollende Kritiken im Nachhinein über das Buch gelesen, doch denen kann ich mir nur teilweise anschließen, denn im Prinzip wird nichts Unbekanntes dem Houellebecq-Universum hinzugefügt. Gerade im Hinblick auf sein 'Elementarteilchen'.

Der französische Kultautor erzählt mit drögen Worten das an sich spektakuläre Leben des bildenden Künstlers Jed Martin. Nicht dass besagte Protagonist viel erleben würde, doch für einen Normalverbraucher ist Jed mit sehr viel Erfolg und Geld gesegnet. Dem Ruhm geht er erfolgreich aus dem Weg.
Der Schaffensweg führt Martin über die Fotografie zur Malerei. Diese macht ihn reich und unabhängig. Und schließlich zur Installationen von Videokunst. Ein etwas überzeichneter Werdegang (man kann doch nicht in Allem gleich super sein ;) ), doch an sich OK.

Wie es wohl gerade in Mode ist (siehe Bret Easton Ellis) schreibt sich Houellebecq selbst in den Roman hinein. Im Prinzip funktioniert er als heimliche Hauptfigur, die zwar selbst nur über andere Figuren beschrieben wird, doch das ganze Geschehen zusammenhält. Das ist an sich schon mal ein cooler Griff, denn so muss Houellebecq sich für die meisten Urteile über seine Person (außer dem, was er sich selbst wirklich sagen lässt) nicht verantworten ' wobei er Humor zeigt, in dem er sich selbst nicht gerade als tollen Hecht darstellt; im Gegenteil.
Später wird Houellebecq auch noch ermordet und dies erklärt wohl auch, warum er über einen Umweg über sich selbst schreibt, denn die Figur Jed Martin überlebt ihn.

Überleben. Davon handelt das Buch an sich. Oder von der Impotenz des Daseins. Es wird eine Welt beschrieben, die sich selbst überlebt.
Während in den bisherigen Werken des 'Skandalautors' viel Sex und hin und wieder so etwas wie Lebensfreude aufblitzt (wenn auch nur, um später in den Dreck gezogen zu werden), gibt es diese Momente in 'Karte und Gebiet' nur sehr selten. Das ist meiner Meinung nach auch eine gute Entscheidung, denn bereits bei seinem letzten Werk, der Sozialutopie 'Die Möglichkeit einer Insel', war dieser Schwamm schon mehr als ausgewrungen.
Hier und jetzt geht es um das Ende des Lebens. Der Ende der Existenz des Individuums. Man könnte fast von einem 'Alterswerk' sprechen (ich musste mehrmals etwas enttäuscht während der Lektüre an Philip Roth denken): Was hilft dir aller Genuss, Reichtum und Hedonismus, wenn irgendwann jede Lust erlischt und das Leben einfach und unwiderruflich enden muss?
Houllebecq erzählt viel über die Sattheit des modernen Menschen, verwendet darüber verschiedene Bilder (auch sehr schöne) und Figuren, doch eigentlich sagt er nichts, was nicht schon in 'Elementarteilchen' angedeutet wurde.

Ja. Wir werden Alle einmal sterben. Nichts wird von uns übrig bleiben. Auch unsere Kinder. Wie unsere Vorfahren.
Die Berufe werden sich ändern - manche nicht ' andere ganz aussterben. Die Länder werden sich wandeln und die Welt an sich; irgendwann wird der Planet den Menschen an sich überlebt haben.
Und?

Man hört Houellebecq gern zu bei seiner Erzählung über das Absterben der Triebe und der Lust; die Sprache ist wie immer sehr schön und leicht. Fast hat man das Gefühl, dass er sich an die alten Literarischen Großmeister anlehnen will, denn das Buch ist (obwohl es in der nahen Zukunft spielt) sehr altmodisch erzählt. Das ist ein Pluspunkt, doch Sprache und Stil machen aus 'Karte und Gebiet' kein Tiefgründiges Werk. Eine gewisse Form der Philosophie ist dem Autor von 'Plattform' hier nicht abzusprechen, doch im Endeffekt ist die Darstellung von Leben und Sterben als purer Selbstzweck nichts Besonderes.
Gut.
Ich gebe es zu.
Ich hätte einen besonderen Kniff erwartet. Doch der fehlt hier.
Okay, sich selbst bestialisch in einem Roman ermorden lassen, das hat schon etwas, doch insgesamt ist das Buch angefüllt mit einem nichts sagenden Vakuum, für dass das Feuilleton den Autor liebt ' typisch.
Die Utopien sind also erstmal vorbei.

Es ist nicht so, dass ich das Buch nicht mag, doch gerade weil ich 'Plattform' über die Jahre so sehr in mein Herz geschlossen habe, erscheint mir 'Karte und Gebiet' sehr flach und inhaltslos. Dennoch würde ich von der Lektüre nicht abraten.
Natürlich beschreibt er treffend sehr reale Umstände, doch insgesamt Bedarf es keiner besonderen Klugheit diese Dinge zu verstehen.
Was wohl ein Grund dafür ist, warum das Buch allgemein sehr gemocht wird'
War diese Rezension für Sie hilfreich?
23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Vor ungefähr einer Stunde habe ich das Buch erst aus der Hand gelegt. Ich hatte bislang einen weiten Bogen um Houllebecq gemacht. Ich entscheide mich eher auf eine intuitive Art, ein Buch zu kaufen und dann auch zu lesen. Schutzumschlag, Machart, der Titel und ein paar Zeilen der ersten Seite geben meist den Ausschlag. Houllebecq schien mir immer kalt, modern in einem abweisenden Sinn, ganz so wie hässliche Betonsilos in den französichen Vorstädten. "Karte und Gebiet" zog mich an, natürlich auch der Auftakt mit Jed Martins Gemälde "Jeff Koons und Damien Hirst teilen sich den Kunstmarkt auf." Allein der Titel dieses Bildes verweist auf den humorvollen, aber gnadenlosen Veriss unserer gesellschaftlichen Attitüden, dem ewigen Leerlauf unserer Produktmaschinerie und Hypes. Diese Dekadenz unserer Gesellschaft, auf die der Kladdentext des Verlages ebenfalls hinweist, ist schon soweit Teil unseres Lebens, von uns selbst subkutan injieziert, dass "liebevolle" Produktbeschreibungen über mehr als eine Seite des Buches Literatur im besten Sinne sind. Ja, so sind wir! Und traurig ist es auch, lesend uns einen Sinnverlust auf beinahe der ganzen Front einräumen zu müssen. Die Ironie und Verzweiflung Houllebeqcs darüber ist nicht zu übersehen. Aber er gibt keinerlei Lösung an. Zuletzt, völlig vereinsamt, photographiert Jed Martin die Bilder der Menschen, mit denen er in seinem Leben zu tun hatte, befestigt diese Bilder auf einer grauen, wasserdichten Leinwand und setzt sie in seinem Garten, ein siebenhundert Hektar großes, verwildertes Grundstück, dass von der Umwelt abgeschirmt ist, Wind und Wetter aus, bis die Bilder zerfressen und verfallen sind.Danach kauft er Playmobil - Figuren und verfährt mit ihnen genauso, nur dass Schwefelsäure etwas beim Zerfall helfen darf. Das alles tröstet nun wirklich nicht. Aber das Buch ist dennoch zart und liebevoll. Der Spott hilft zudem. Zuletzt überwuchern die Pflanzen alles, insbesondere die letzten Werke Jed Martins. Ein hervorragendes Buch! Sehr zu empfehlen, wenngleich es schon einen bitteren Geschmack hinterlässt.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
"Die psychologische Nötigung zu einem Glauben an Kausalität liegt
in der Unvorstellbarkeit eines Geschehens ohne Absichten."
(Friedrich Nietzsche, Nachgelassene Fragmente; KSA 12, 2[83])

Das Leben kennt der Schriftsteller, schreibt Houellebecq und gleichzeitig schränkt er ein, dass er nur vorgebe, es zu kennen. Somit lässt sich vermuten, dass Romane dem Leser radikale Beweise liefern, so radikal, dass sie die Realität sprengen. Es heißt ja, dass Kunstwerke uns verstören. Und es soll so sein, dass diese uns anstoßen und wir zunächst nicht wissen, was uns berührt.

In Houellebecqs Bilderreigen entdeckt man den erhabenen Blick im Gegensatz zu der kartographischen Raffinesse einer Michelin-Karte. Sein beschriebenes Leben ist dennoch nicht Erzählung, sondern beliebige Aneinanderreihung. Das wissenschaftliche verschmilzt mit dem animalischen Leben, so die romantische Idee des Protagonisten Jed Martin. Von der beredten Schweigsamkeit einer Vater-Sohn Beziehung, von der Kraft der Liebe, die in der Trennung ihre Schwäche offenbart, von der Fülle der Stadt hinaus aufs Land der Einfachheit und letztendlich vom Menschen an sich und seinem Bildnis, vom Menschen und seinem Leben und seinem Tod. Wenn man die Fülle der Gegensätze betrachtet, findet man einen von oben gerichteten kritischen Blick auf Mensch und Gesellschaft, auf Erfolg und seine Protagonisten, auf Liebe und Sex, auf Vieles und doch wieder nur eines. Die verblassende Erkenntnis seiner Selbst in der Herrlichkeit von Beliebigkeit entlässt das Individuum in die Erinnerung. Der Autor legt einen "Ascheschleier über den menschlichen Geist", mit Hilfe der Kunst verspricht er eine Verdopplung des Lebens und doch blendet nur die Tautologie des Realen. Wo bleibt die richtige Orientierung, wenn nichts mehr zu unterscheiden ist?

Michel Houellebecq steigt hier in diesem neuesten Werk aus der Modernen aus. Die Veränderung der Zeit wird zur Metapher; wie ein gefräßiges Ungeheuer, das alles einverleibt unter dem Primat der Gleich-Gültigkeit, wälzt sich die angepasste Zeit durch die Welt und letztendlich versteckt sie Gewesenes unter den Mantel der Erinnerung. "Karte und Gebiet" ist ein versinnbildlichtes Ende, ein Verlassen müssen einer modernen künstlichen Welt, die vom Menschen in Belanglosigkeiten und in Vorübergehendes gesetzt wurde zu einer Maschinerie der Stupidität. Alle unlauteren und dekadenten Bestrebungen außerhalb des Landlebens verlieren in diesem brillanten Roman ihren Wert und am Ende bleibt die parodierte Utopie eines von seelischen Wunden geheilten Menschen im Playmobil-Land: "Dann wird alles ruhig, und zurück bleiben nur sich im Wind wiegende Gräser. Die Vegetation trägt den endgültigen Sieg davon." Kunst und Natur wie auch der Mensch, verführt zur Überhöhung der Natur, zur Dekadenz der Künstlichkeit, wie sie die Welt bietet in der Houellebecqschen Sicht, verschmelzen zu Gunsten der Natur ins Nichts.

Hier entdeckt man einen von seiner seelischen Unruhe der frühen Romane geheilten Autor, mit ihm sieht man auf die profanen Dinge der Welt, die sich im banalen Klischee ihrer Verfügbarkeiten wiegen und deren Inanspruchnahme die Verführung zur Teilnahme an einer an (Bilder-)Schein orientierten Gesellschaft ist. Von weit her betrachtet, aus der Warte des über-lebenden Houellebeqs zeugt dieser Roman einen apokalyptischen und zornigen Reiz, angetrieben von Houellebecqs Lustekel an dieser Welt. Seine rücksichtslos eigensinnige Imagination phantasiert Neues und legt Altes in Schutt und Asche. Nüchtern betrachtet, geht Houellebecq auf maximale Distanz zum Leben, um zu zeigen, dass es unmöglich ist, die Schönheit und die Lust am Dasein zu leugnen.

Absolut lesenswert! Michel Houellebecq auf Meisterkurs.
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