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Vita Karoli Magni / Das Leben Karls des Großen
 
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Vita Karoli Magni / Das Leben Karls des Großen [Taschenbuch]

Einhard
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: Reclam, Ditzingen, (1986)
  • Sprache: Deutsch, Latein
  • ISBN-10: 3150019966
  • ISBN-13: 978-3150019962
  • Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 9,6 x 0,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.682 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Vita Karoli Magni / Das Leben Karls des Großen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Serenus Zeitblom TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
33 deutsche, 33 lateinische Reclam-Seiten: zu dem einen Karl dem Großen.
Einhard kennt Karl aus eigener Anschauung, doch wie es sich für einen Gelehrten gehört, stilisiert er seinen Kaiser wie einen alten Römer (Sueton lässt grüßen), lässt aber auch einzelne Schwächen nicht aus.
Einhard ist die reichste Quelle zu Karl, ganz ohne Zweifel.
Ihn zu lesen, hilft nebenbei, sich von Mythen zu reinigen: Karl der Große war ein Analphabet? Ein fränkischer Barbar? "Temptabat et scribere ..." Schreiben versuchte er (nebst dem kompletten Satz der damaligen höheren Bildung), obwohl er zu spät angefangen habe.

Neben den gut lesbaren Zeilen Einhards bietet Reclam einen Übersichtsstammbaum, Erläuterungen und eine Literaturliste. Im lateinischen Text kann man die Übersetzung jederzeit prüfen (es gibt halt selbst in dieser Ausgabe keine wirklich perfekte Übertragung). Perfekt wäre es gewesen, weniger übliche Lateinvokabeln direkt ebenfalls aufzuklären.

Doch Karl der Große aus erster Hand, und für ein paar Peseten nur, das ist ein Fall für fünf Sterne.

Ausblick:
Wer sich für Karolinger interessiert, sollte sich den Namen des begnadeten Rudolf Schieffer notieren: Die Karolinger
Speziell zu Karl gibt es einige Biographien. Herausgegriffen sei Hägermanns Karl der Grosse. Herrscher des Abendlandes
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einfaches Quellenmaterial 16. April 2001
Format:Taschenbuch
Bei Einhard erfährt der Historiker vieles über Karl den Großen aus erster Hand. Mehr noch: Der Text ist sehr leicht verständlich. Wer Quellentexte noch aus Schulzeiten als dicke Brocken kennt und nur mit spitzen Fingern anfasst, wird hier eines angenehmen besseren belehrt. Dieses Büchlein ist ein gelehrsames Feierabendvergnügen.
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Thomas TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die ‚Vita Karoli Magni’ ist das wichtigste Zeugnis über das Leben Karls des Großen und seines Hofstaates. Einhard, der Verfasser der Biographie, wurde um das Jahr 770 in eine edle ostfränkische Familie geboren. Er selbst bezeichnet sich als „homo barbarus“, der nicht so vermessen ist zu glauben „geschmackvoll und elegant auf lateinisch schreiben zu können“. Diese Bescheidenheit ehrt den Verfasser, der die Nachfolge des berühmten Alcuin als Leiter der Privatschule am Palast Karls des Großen antrat, nachdem dieser sich ins Kloster zurückzog. Mit Karl verband Einhard eine „lebenslange Freundschaft, die mich seit meiner Ankunft am Hof mit ihm und seinen Kindern verband.“

Erstaunlicherweise steckt das Werk voller historischer Fehler. Doch sein an den Kaiserviten Suetons geschulter Blick offenbart Charakterzüge des Frankenkaisers, die ihn vor unseren Augen wieder lebendig werden lassen. Nach Einhards Worten war Karl von hoher Gestalt, kräftig und stark, seine ganze Körperhaltung männlich. Er besaß eine klare Stimme und schöne graue Haare. Schonungslos nennt Einhard auch die Schwächen: „Sein Nacken war zwar dick und kurz, und auch sein Bauch trat ein wenig hervor, doch fielen diese Fehler bei dem Ebenmaß seiner Glieder nicht sehr auf“. Karl war offenbar ein Anhänger der deftigen Küche: „Enthaltsamkeit im Essen fiel ihm dagegen schwer, und er beklagte sich oft, dass das Fasten seiner Gesundheit schade.“ Trunkenheit dagegen verabscheute er sehr. Zu seine Hobby zählten das Reiten und das Schwimmen: “Oft badeten mehr als hundert Leute mit ihm“.

Felicita, patientia, constantia – (Kriegs)glück, Ausdauer und Standhaftigkeit waren nach Einhards Urteil ausschlaggebend für Karls Erfolg. In den 45 Jahren seiner Regentschaft vergrößerte er das Frankenreich „fast um das Doppelte“. Der mehr als 30 Jahre währende Krieg gegen das Volk der Sachsen wurde schließlich vom Erfolg gekrönt. Einhard notiert, dass die Sachsen „ihren religiösen Bräuchen und dem Götzendienst abschwören, die christliche Religion und die heiligen Sakramente annehmen“ mussten. Wild, feindlich, wankelmütig, treulos und wortbrüchig tituliert er die Sachsen, die es nicht als ehrlos empfanden, „alle göttlichen und menschlichen Gesetze zu verletzen“.

Gleich mehrfach betont Einhard dagegen die Seelengröße und Freigiebigkeit, mit der Karl die christlichen Armen unterstützt. Große Teile seines Vermögens hinterließ er seinem Volk als Almosen. Einhard weiß auch von der Religiosität Karls zu berichten: „ Die christliche Religion, mit der er seit seiner Kindheit vertraut war, hielt er gewissenhaft und fromm in höchsten Ehren. ... Er besuchte die Kirche regelmäßig morgens und abends...“. Die Freundschaft war ihm heilig: „Karl war überhaupt besonders fähig zur Freundschaft, er schloss sie leicht und hielt unerschütterlich an ihr fest. Er hing mit großer Treue an allen, mit denen er eng verbunden war.“

Wenige Zeilen später lesen wir, dass er auch ein liebenswürdiger Familienvater war. Seine vier Ehefrauen und sechs Konkubinen schenkten ihm 16 Nachkommen. Die Söhne wurden in den Wissenschaften erzogen. Die Töchter lernten weben und spinnen. An ihnen hing sein Herz und „obwohl sie sehr schöne Mädchen waren und er sie über alles liebte, erlaubte er seltsamerweise keiner von ihnen zu heiraten“. Karl konnte zwar kaum schreiben, war aber sehr lernbegierig und wissensdurstig. Aus allen Teilen des Reiches und darüber hinaus versammelte er die Gelehrten an seinem Hofe. Die Wissenschaften erreichten eine bis dato nicht gekannte Blüte im Frankenlande. Auf seine Veranlassung hin, wurden die heidnischen Volkssagen niedergeschrieben. Leider fielen diese unwiederbringlichen Zeugnisse dem religiösen Wahn seines Sohnes zum Opfer. Die frühesten Aufzeichnungen althochdeutscher Sprache verdanken wir Einhards Aufzeichnungen. Karl gab den zwölf Monaten und den zwölf Winden volkstümliche Namen.

Die vielen Kriege, die Karl führte, hinderten ihn nicht daran, mit ausländischen Herrschern Freundschaften zu pflegen und Bündnisse einzugehen. Der König von Persien und der oströmische Kaiser von Konstantinopel zählte er zu seinen Verbündeten. Nachdem er jedoch im Jahre 800 zum Kaiser des weströmischen Reiches gekrönt wurde, verfolgten Römer und Griechen den Herrscher mit Misstrauen. Einhard überliefert uns ein griechisches Sprichwort, das auch den Respekt vor dem Herrscher ausdrückt: „Der Franke soll dein Freund, nicht aber dein Nachbar sein“.

Nach Karls Tod zog sich Einhard mit seiner Frau in das von ihm gestiftete Kloster Seligenstadt zurück. Er starb am 14. März 840.

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