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Karneval der Tiere. CD
 
 

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Karneval der Tiere. CD [Audiobook] [Audio CD]

Roger Willemsen
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Lido (September 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821852712
  • ISBN-13: 978-3821852713
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 12,6 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 500.426 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Roger Willemsen
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Roger Willemsen hat ein Faible für kleine und große Tiere. Das war schon bei seiner Anthologie mit erotischen Texten Das Tier mit den zwei Rücken so, obwohl es sich bei diesem Titel-Tier um eine Metapher für eine triebhafte Aktion handelte, an der zwei Menschen beteiligt waren. In Willemsens textlicher Interpretation vom Karneval der Tiere des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns (1835-1921) ist es genau umgekehrt. Bei Löwe, Huhn und Hahn, Esel und Schildkröte, Elefant und Känguru handelt es sich eindeutig um Tiere. Aber die kommen mit ihren Macken in Willemsens klugen Versen derart menschlich daher, dass man hin und wieder schon auch über sich selber lachen muss. "Merken Sie, der Elefant/hat sich kaum noch in der Hand./Wie er nach dem Beifall schielt/Und den Reinfall überspielt!", heißt es in einem der 14 Stücke. Und die sind so hübsch gereimt, dass Willemsen Beifall für den schmalen Band auf jeden Fall verdient hat.

Beifall sollen auch die bunten Illustrationen Volker Kriegels erhalten, der zehn Tage nach der Feier zur Fertigstellung des Bandes starb. Die nämlich arbeiten das Menschliche im Tierischen, die Eitelkeiten, Blindheiten und Dilettantismen dieses literarischen Bestiariums klar heraus. Willemsens Karneval der Tiere ist auch als Hörbuch zu haben. Und da ist statt der Bilderwelt von Kriegel die Musik von Saint-Saëns die Unterstützung für Willemsens witzigen Text. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Audiobook-Rezensionen

Der berühmte Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns inspirierte Roger Willemsen zu einem scharfzüngigen, frechen Streifzug durch die Welt der Tiere – und getreu dem Motto „Tiere sind die besseren Menschen“ – der Menschen. Camille Saint-Saëns’ (1835 – 1921) musikalisches Stück, das 1886 uraufgeführt wurde, dient als Vorlage. Es ist das populärste Werk des Komponisten und prägte seinen Ruf. Tatsächlich ist diese Musik, die Tiere lautmalerisch hörbar macht, für die unterschiedlichsten Gemüter hörbar. Das Stück drückt aber auch den souveränen Umgang mit Stilen und Zitaten aus. Der Komponist selbst verbot nach zwei Aufführungen jedes Spielen seines Stücks. Einzige Ausnahme: der „Schwan“ wurde für die berühmte russische Ballerina Anna Pawlowa und ihre Choreographie „Der sterbende Schwan“ freigegeben.

Roger Willemsen fügt der musikalischen Tierdarstellung gereimte, moderne Texte hinzu. Der Autor, Literaturkritiker und Jazzliebhaber trägt wortakrobatisch die 14 Stücke vor. Das Philharmonische Staatsorchester Halle und die polnischen Pianistinnen Anna und Ines Walachowski, Preisträgerinnen internationaler Wettbewerbe, setzen den tierischen Karneval musikalisch virtuos in Szene.

Die Frage, ob Tiere bessere Menschen sind, ist in dieser Reise in die Tierwelt belanglos. Denn die Tiere haben die gleichen dummen, eitlen, auf Äußerlichkeiten bedachten Sorgen und Probleme: Der Elfefant z. B. „faltig, aber anerkannt, macht sich unserem dummen Jugendwahn untertan. Fordert von der Natur eine schlankere Figur und von der EU in Brüssel einen DIN genormten Rüssel.“ Und die Springmaus sucht „einen Typ mit Doktorwürde“. „Die Insekten präsentieren sich als Freunde von Spezialeffekten. Gerne wohnen sie als Schwarm in der schönsten Beautyfarm.“ Im „Karneval der Tiere“ marschiert fröhlich der Reigen musikzierender Tiere auf. Das Ergebnis: ein mit sehr viel Humor, sprachlichem Witz und spöttischen Blick auf das Hier und Jetzt präsentiertes tierisches Vergnügen für den Menschen!

Roger Willemsen erarbeitete bereits 1978 eine neue Fassung von Robert Schumanns Oratorium „Das Paradies und die Peri“, die im selben Jahr in Bonn aufgeführt wurde. Von 1999 bis 2002 machte er die musikalische Kultsendung „Willemsens Woche“. Sein Film über Michel Petrucciani „Non-Stop“ wurde in 12 Ländern gezeigt. Großen Erfolg hatte Willemsen mit seinem 2002 erschienen Buch „Deutschlandreise“.

Text und Musik, Spieldauer: ca. 57 Minuten, 1 CD. Mit ausführlichem Booklet.
-- culture.text


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "k3ster"
Format:Gebundene Ausgabe
Roger Willemsen versucht sich an Saint-Saens „Karneval der Tiere"

Vorausgeschickt sei, dass es sich bei Roger Willemsens „Karneval der Tiere" - Adaption um ein wirklich lesenswertes Buch handelt. Sicher, man liest keine Stunde daran und hat alle 14 Stücke nebst Vor-, Nach- und Widmungsworten verinnerlicht. Man lacht sicher das ein oder andere Mal. Auch öfter. Manchmal stolpert man und sucht nach einer sinnvollen Betonung für das gerade gelesene. Manchmal bricht das von Willemsen gewählte, sicher in hohe Tradition gestellte, sehr einfache Versmaß. Vermutlich wollte er, Willemsen, der Schreiber, auf bestimmte Pointen. Kommt er auch. Passt. In der Regel flüssig, manchmal holprig. Am besten liest man sich den Karneval laut vor. So stolpert man zwar auch, kommt aber in einen Heinz Ehrhardtschen Singsang und hat richtig Spaß, von lüsternen Plötzen und Löwen und Lurchen und und und, quasi selbst zu erzählen.
Dabei ist er, beileibe nicht der erste Schreiber, der sich um das ursprüngliche klassische Musikstück des französischen Komponisten Camille Saint-Saen kümmert. Loriot hat sich eingebracht, Peter Ustinov auch. Von beiden gibt es, ebenso von Willemsen, den Text als Hörbuch mit entsprechender Untermalung. Macht sicher mehr Sinn, sich dem Hörbuch und der entsprechenden Musik zu widmen, als nur zu lesen. Beides hat etwas für sich.
„Tiere sind die besseren Menschen," sagt Willemsen und Unrecht hat er sicher nicht damit. Menschen sind „nur die schlechte Hälfte der Natur." Menschen verstecken und schmücken sich mit fremden Federn. Echt und sie selbst sind sie nicht.
Wenn also die Tiere aufmarschieren und der Leser allerlei mit Eigenschaften versehenes Getier vor die Nase gesetzt bekommt, sieht er in einem kleinen Spiegel möglicherweise sich selbst. Trotzdem aber Willemsen sich um Sprachwitz müht, wirkt manches bemüht. Die Bremer - „Boygroup" - Musikanten, sich auf Antilopen reimende Synkopen und allerlei, nennen wir es neumodisches Gedöns oder einfach aktuelle Weltlage, wie Techno, Rave, Schönheitsoperationen, den „Schuh des Känguru" - Dinge mit Zeitbezug also, sind zwar possierlich und kurzzeitig belustigend, werden aber in naher Zukunft keine Springmaus mehr aus der Torte hüpfen lassen. Witzig? Ja. Bissig? Nein.
Roger Willemsen wird vom Verlag als „Sprachakrobat" beschrieben. Ein solcher ist er nicht. Er reimt, was passt - die Welt neu erfinden kann er nicht.
Erwähnenswert sind, denn durch diese lebt der „Karneval der Tiere" erst wirklich, die wunderbaren Illustrationen von Volker Kriegel. Jener starb kurz nach Vollendung der Arbeiten an diesem Buch. Er und Willemsen müssen viel Spaß gehabt haben und Freunde gewesen sein. Kriegel veröffentlichte in den vergangenen Jahren einige schöne Kinderbücher um den Elch Olaf. Der Zeichnungsstil hier ist derselbe. Im Gegensatz zu den Olaf Büchern ist der Karneval aber kein Kinderbuch. Zu zotig und anzüglich ist der Inhalt manchmal. Vielleicht ist das der Fehler. Das Originalmusikstück von Saint-Saen läuft im Regelfall unter „Klassik für Kinder," ein Buch für Kinder wäre passender gewesen. Zu vielfältig sind die Bearbeitungen, die es schon gibt. Willemsen kann schreiben, keine Frage. Die Mischung ist nicht perfekt.

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11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
MODERNE REIME 28. September 2003
Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
roger willemsen hat noch eins drauf gesetzt: zeichnete sich schon in seinem bestseller "deutschlandreise" eine sich verschärfende fähigkeit zur ironie ab, so ist sie beim "KARNEVAL DER TIERE" nun zusätzlich noch in eine perfekte sati(e)rische reimform gebracht: willemsen hat camille saint-saens' parodie-gestrüpp modernisiert: "und ich hasse, schimpft das fohlen / jeden weit'ren reim auf BOHLEN". "nur der kuckuck schreit: mon dieu / ochsenstopp für herrn RIEU!" aber nicht nur brandaktuelle namen haben sich in willemsens übertragung eines ehrwürdigen meisterwerks eingeschlichen, auch begriffe, die es damals noch nicht geben konnte: da zeigt die pinguinen-nonne "selbstgeschoss'ne polaroids: mein dom! mein bett! mein kloster! / und hier noch mein oblaten-toaster!" das moderne opferLAMM singt natürlich "we shall overCOME", die elefanten verlangen von der EU in BRÜSSEL DIN-genormte RÜSSEL und der "floh hat keinen BOCK / auf gemüse aus dem WOK." wer also einmal die gute alte FABEL-tradition auf seine ureigenste gegenwart umgemünzt und frischestens aufpoliert erleben möchte: der eile und besorge sich diese neuerscheinung - vom gerade verstorbenen cartoonisten volker kriegel auf's kongenialste illustriert - schade, dass er die publikation dieser kleinen kostbarkeit nicht mehr erleben konnte ...
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gereimte Festivitäten 5. April 2007
Von N. K.
Format:Gebundene Ausgabe
Roger Willemsen ist ein großer Denker. Das allein macht ihn aber nicht zu einem großen Dichter. Sein Karneval der Tiere" beweist das - zum Teil. Oft sind viele Verse nach dem reim-dich-oder-ich-fress-dich-Prinzip gestaltet, aber kurios daran ist, dass man immer die Stimme des Verfassers im Ohr zu haben scheint. Und plötzlich sind einige Krüppelreime gar nicht mehr so verkrüppelt, sondern eigentlich ganz amüsant. Trotzdem bleibt es Fakt, dass Willemsens Karneval" eher ein Gesamterlebnis ist. Dieses kleine Büchlein ist also eher ein Begleiter. Wenn man voll genießen möchte, dann sollte man in einer seiner Abendveranstaltungen gehen, ihn selber vortragen hören und die gute Klaviermusik genießen.
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