Vorab:
Das Musikgeschmäcker sehr verschieden ist, sollte sich jeder vorher die Lieder (oder zumindest einen Teil davon) vorher auf Youtube o.ä. anhören.
Um besser meinem mit eurem Musikgeschmack vergleichen zu können:
Das Album "Shion" ist bisher mein Lieblingsalbum von MUCC.
Nun zur eigentlichen Rezession mit einer Kurzbewertung der einzelnen Songs:
Chemical Parade 3/5
Ein elektronisches Intro, dass zwar einen angenehmen Beat hat, aber irgendwie fehlt die Abwechslung bzw. ein kraftvoller Höhepunkt.
Falling Down 4/5
Ein gelungener Mix aus Rock, Electro und Pop. Der Beginn hat sehr gute Gitarren-Riffs und der Refrain rockt. Allerdings wird das Lied gegen Ende hin sehr poplastig was mir nicht so sehr gefällt.
Zeroshiki 3/5
Rock-Pop Song der leider im totalen Durchschnitt versinkt. Eintönige Melodie mit einem sehr poppigen Refrain.
Chemical Parade Blueday 3/5
Das Intro des Songs finde ich persönlich sehr gut. Erst ein poppiger Beginn, der dann aber von einer rockigen Melodie abgelöst wird. Leider verfällt der Song danach wieder in die Pop-Schiene. Etwas rockiger und man hätte hier einen sehr guten Song rausbekommen.
A. 2/5
Ein ruhigeres Pop-Lied
I am Computer 1/5
Auch ein Pop-Lied, dass mir absolut gar nicht gefällt. So könne auch gut ein deutsches/englisches Lied im Radio sein. Nicht mein Fall.
Karma 2/5
Instrumental. Anfang recht elektronisch, danach eher eine Mischung aus Elektro-Melodie-Pop mit asiatischen Elementen. Für einen ruhigen melidösen Song stören die Beats zu sehr, für etwas schwungvolleres fehlt ein kräftiger Mittel oder Schlussteil.
Corruption 3/5
Dieser Song versprüht eine Note von ruhigem Jazz was ganz passabel klingt, aber richtig überzeugen kann der Song trotzdem nicht.
Circus 4/5
Ein "gute Laune Song" mit Unterstützung von Blasinstrumenten. Kling gut und erfrischend als hätte man aus den "Fehlern" aus Corruption gelernt. Durch die weiteren Rockelemente bekommt man Lust auf mehr.
Polaris 3/5
Ein angenehmes ruhigeres Lied. Nichts außergewöhnliches, aber auch nicht wirklich schlecht.
Lion 3/5
Wahrscheinlich das härteste Stück auf dem Album. Zumindest was die erste Hälfte angeht. Dort bekommt man MUCC serviert wie diese sich in älteren Alben angehört haben. In der zweiten Hälfte kommen dann allerdings wieder einige Pop-Elemente hinzu wodurch dieses Lied leider seinen flair verliert. Schade.
Feather 3/5
wie Polaris
Yakisoku 4/5
Strophen sind eher ruhig, der Refrain schneller wodurch einge gelungene Mischung entsteht, der man gut lauschen kann.
Freesia 1/5
Langsameres Rock-Lied, wo man zwischendurch das Gefühl bekommt als wolle MUCC gar nicht das der Song so langsam ist. Aber die kräftigeren Stellen gehen leider eher unter.
Fazit:
Das MUCC angeblich nun elektronische Musik macht kann ich so ganz und gar nicht unterschreiben. Ich selbst höre gerne House/Electro und wäre MUCC in diese Richtung gewandert, würde das Album für meinen Geschmack um einiges besser klingen. Stattdessen bekommt man ein sehr experimentelles Album mit überwiegender Kombination aus J-Rock und J-Pop. In einigen Songs wenigen Songs hat man etwas mit elektronischer Musik und Jazz-Elementen experimentiert, was meiner Meinung sogar noch den besten Teil des Album ausmacht.
So bekommt man allerdings eher ein Pop-Album präsentiert. Schade. Bands wie Stone Sour und Linkin Park haben eigentlich gezeigt, wie man zwar etwas poppiger wird, sich aber dennoch genug vom Standard-08/15-Radio Song unterscheidet. MUCC schafft dies leider nicht und driftet mit diesem Album nun vollständig in die Popmusik.
3 von 5 Sternen