Das Buch beschäftigt sich in eingehender Weise mit dem Gesamtwerk des Komponisten Karlheinz Stockhausen. Der erste Teil besteht hauptsächlich aus Betrachtungen zu einzelnen Aspekten vor allem kompositionstechnischer Art. Dabei wird zwar nicht jedes Werk im einzelnen Berücksichtigt, es formt sich dafür nach und nach ein Gesamtbild des Komponisten. Besonders hervorzuheben sind die Bemühungen des Autors, die einzelnen Stücke in einen größeren Zusammenhang mit dem Schaffen anderer Komponisten zu stellen, um so nicht nur das Neue, sondern auch das kontinuierliche in Stockhausens Werk herauszustellen. Der zweite Teil besteht vor allem aus Interviews, die der Autor mit dem Komponisten führte. Auch hier wird wieder ausführlich auf Aspekte von Stockhausens Werk eingegangen, wobei vor allem dessen Opernzyklus LICHT berücksichtigt wird. Erfreulich ist die große Menge an Notenbeispielen, die das Verständnis der einzelnen Kapitel immens erleichtern. Leider vermißt man zum Schluß ein Namen- und Sachregister, was hoffentlich im bereits angekündigten zweiten Band, der sich mit den Werken im Einzelnen beschäftigen soll, nachgeholt wird. Im ganzen kann man bereits jetzt schon von einem Standardwerk zur Beschäftigung mit dem Werk Karlheinz Stockhausens sprechen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)