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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Karla und wie sie die Welt sah...,
Von todaystomorrow (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Karla (DVD)
Ich glaube, ich muß an dieser Stelle mal eine Lanze oder zumindest ein Länzchen brechen für "Karla" - jedenfalls bezüglich eines Kritikpunktes, der von anderen Reviewern mehrfach angebracht wurde: der Film sei parteiisch und würde den weiblichen Teil des Serienmörder-Traumpärchens Bernardo/Homolka fast schon selbst als Opfer darstellen, in jedem Fall aber viel zu glimpflich davonkommen lassen. Das ist meiner Meinung nach aber gar nicht der Fall. Zwar zeigt "Karla" uns die aufsehenerregenden Geschehnisse um das gestörte kanadische Paar aus der Sicht von Frau Homolka: inszeniert in Rückblenden, als ihre Erinnerungen, die sie nach acht Jahren Haft einem Psychologen preisgibt (der schließlich eine Empfehlung auszusprechen hat, ob ihr die weiteren vier Jahre ihrer Haftstrafe erlassen werden). Und natürlich versucht sie in diesen Erinnerungen, sich weitestgehend von Schuld freizusprechen, sich als armes, manipuliertes, vor Liebe blindes Lamm darzustellen - ihren (ehemals?) vergötterten Ex-Gatten zum alleinigen Monster der Geschichte zu machen.Wie ihre Auftritte zwischen den Rückblenden, bei den Interviews, inszeniert werden, welche Fragen der Psychologe stellt und wie sie darauf reagiert, das spricht aber eine andere Sprache - genauso wie die Texttafeln vor dem Abspann, die in aller Deutlichkeit darauf hinweisen, daß Karla selbst als wohl ebenso schwer pervertiert wie Paul betrachtet und ihr ein hohes Maß an Schuld zugesprochen werden muß. Abgesehen von den Texttafeln geschieht das In-Frage-Stellen der uns gezeigten Schilderungen natürlich relativ subtil, und ich kann verstehen, wenn dies beim Betrachten ein wenig untergeht. Aber wie ich das sehe, bezieht der Film hier keineswegs eindeutig Stellung pro Homolka. Auch davon abgesehen bietet er kaum weniger, als man erwarten konnte. Ja, das Ganze ist unspektakulär und oftmals behäbig in Szene gesetzt. Den Alltag der beiden Psychos zu betrachten, ist über weite Strecken hinweg ermüdend und erinnert von der Machart her oft selbst an eins der Homevideos, mit denen Bernardo unter anderem die Greueltaten der beiden dokumentierte. Deshalb ist "Karla" filmisch auch alles andere ein Genuß, und "unterhalten" fühlt man sich hier nicht wirklich. Aber inwieweit kann oder sollte man sich denn unterhalten fühlen, wenn man die Geschichte realer Serienmörder betrachtet? Das andere Extrem auf der Skala ist sicherlich ein Film wie "Bundy", der vergleichsweise abwechslungsreich, schnell geschnitten und fetzig daherkommt - und sich in der Konsequenz dem Vorwurf ausgesetzt sehen muß, die Taten seines Protagonisten zu verharmlosen bis sogar zu verherrlichen. Derartige Filme bewegen sich auf heiklem Terrain. Mit Ausnahme von "Henry - Portrait of a Serial Killer" habe ich bis heute keinen gesehen, der mich wirklich überzeugt hat, aber jener geht auch sehr frei mit seiner Materie um. "Karla" tut das nicht, auch wenn er sich in seiner Kernhandlung auf die nicht unbedingt immer wahrheitsgetreuen Schilderungen nur einer Partei stützt (was der "Kommentar" in der Rahmenhandlung, wie erwähnt, ausgleicht). Und so kann man das Ansehen zwar wirklich nur denjenigen empfehlen, die ein echtes Interesse an den Hinter- und Beweggründen von Menschen haben, die zu Monstern werden. Aber man kann nicht bestreiten, daß der Film es schafft, uns eben diese näherzubringen. Und damit gehört er für mich zu den besseren seines Genres. Das allerdings ist ein theoretisches Bewertungskriterium. Als Film an sich langweilte mich "Karla" zu oft (und ist deutlich zu lang), weshalb ich nicht mehr als 5,5 von 10 Punkten vergeben kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Toller Film mit tollen Darstellern,
Von
Rezension bezieht sich auf: Karla (DVD)
Ich muss gestehen, ich hab mir den Film gekauft, da ich ein totaler Misha Collins Fan bin.Im Vorfeld hab ich mich natürlich über den Film und die wahren Begebenheiten informiert und war deshalb auch etwas skeptisch... Nachdem "Karla" nun angekommen ist und ich ihn gesehen habe, kann ich nur sagen: WOW, dieser Film ist wirlich sehenswert, allerdings nichts für schwache Gemüter. Auf der einen Seite reisst einen Paul's charmante Art total mit, auf der anderen Seite wird man zutiefst schockiert über seine Machenschaften. Was mich aber viel mehr schockiert hat, ist dei Tatsache, dass seinen Frau Karla von alldem weiß, es hautnah miterlebt (und das wohlgemerkt noch VOR der Hochzeit) udn trotzdem verlässt sie ihn nicht, sondern sieht mit zu und erträgt es. Da ich aber nicht hier bin über drüber zu diskutieren ob Karla nun schuldig ist oder nicht, möchte ich nur noch hinzufügen: Dieser Film ist absolut sehenswert... er zeigt uns einmal mehr wie abgrundtief SCh... manche Menschen sind und dei Hauptdarsteller haben mich komplett überzeugt! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Klasse Film über eine wahre Begebenheit !,
Rezension bezieht sich auf: Karla (DVD)
Ich weiß wirklich nicht warum dieser Film hier so schlecht gemacht wurde, denn er ist wirklich spannend, wenn auch eher lang geraten.Die Story basiert auf einem echten Fall, der sich in den 90er Jahren in Kanada ereignet hat. Ob dieser Fall nun 1-1 rekonstruiert wurde muß natürlich fraglich bleiben. Vor allen, da die eine Täterinnen, nämlich die geliebte des Täters (Karla) im Gefängniss jahrelang nach der Tat ihre Aussagen einem Psychologen übergeben hat. Dabei dürfte für sie relevant gewesen sein, daß eine positive Beurteilung zu ihren Gunsten ihr weitere 4 Jahre Gefängniss erspart hätten. Jetzt aber endlich zum Film, der wie ich finde, wirklich gut wurde. Als Karla in einem kleinen Restaurant Paul zum ersten Mal sieht ist es für sie Liebe auf den ersten Blick. Paul, der zufällig dort mit einem Freund ist, fällt Karla auch gleich positiv auf, und da Karla auch noch mit einer Freundin dort ist, fassen sich die beiden Männer Mut und fragen ob sie sich neben die beiden jungen Frauen setzen dürfen. Im Nachhinein ist es interessant zu fragen ob Karla oder halt Paul sich jemals auf diese Beziehung eingelassen hätten, wenn sie schon damals gewußt hätten was für mörderische Konsequzen dies hat. Denn Paul ist nicht der nette junge Mann für den ihn Karla zuerst hält, aber auch Karla ist nicht nur das nette Mädchen von neben an. Beide haben gewissen Fantasien, die sie gerne in die Tat umsetzen würden. Und leider kommt es dann auch nicht viel später dazu. Denn Paul gesteht Karla, daß er gerne mit Karlas jüngerer Schwesten schlafen würde. Anstatt total geschockt zu sein, willigt diese jedoch später ein und man beschließt Karlas Schwesten zu betäuben, damit Paul dann mit ihr schlafen kann. Die Sache wird aber zum Fisako als die Schwester die Betäubung nicht überlebt, anscheinend wurde zuviel Betäubungsmittel verwendet. Sodaß, die beiden nun einen Mord am Hals haben. Obwohl der Vorfall beide ziemlich schockierte kommen sie relativ schnell zu dem Entschluß so zu tun als hätten sie nicht mit der ganzen Sache zu tun. Damit aber noch nicht genug: bald zeigt sich das Paul ein übeler Vergewaltiger und Mörder ist, der wörtlich über Leichen geht um sein Verlangen zu stillen. Karla denkt in dieser Situation, daß das Heiraten von Paul ihn wohl beruhigen würde, so daß er aufhören wird mit dem Vergewaltigen und Morden. Aber man muß sich ernsthaft fragen ob dies nicht eine reine Wunschvorstellung Karlas ist, oder noch bedenklicher ob sie nicht dies dem Gericht erzählt weil sie sich dadurch mindernde Straf-Umstände verspricht? Wie dem auch sei, das Vergewaltigen und Morden geht weiter. Und hierbei kann Karla auch kaum mehr auf mildernde Umstände plädieren, denn wann immer Paul wieder ein neues Opfer nach Hause anschleppt, erweist Karla sich als äußerst willige Mithelferin. Eine Szene war für mich besonders einprägend als Paul wieder einmal nach Hause kam, und gerade als er durch die Haustür kam sagte er quasi in einem 'mir nichts, dir nichts' sagenden Ton: "Hallo Schatz, ich habe heute ein Mädchen vergewaltigt'. Da ich den Film im Originalton sah, hieß dies wörtlich auf Englisch: 'Hi honey, I just raped a girl'. Und so ging es dann auch weiter bis das mörderische Pärchen endlich gestellt und festgenommen wurde. Wie dies passierte weiß ich nicht mehr, aber egal der Film ist auf jeden Fall sehenswert, denn es ist ja eine wahre Begebenheit auf die sich der Film stüzt. Also, wär einen realitätsnahen Thriller sehen will sollte hier zugreifen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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