Der Roman "Karl und Anna" von Leonhard Frank stellt die Geschichte einer außergewöhnlichen Liebesbeziehung gegen Ende des Ersten Weltkrieges dar. Zwei Männer, einsame deutsche Kriegsgefangene in einem russischen Außenlager, sprechen miteinander so viel über die Frau des einen, bis der andere von ihrem Wesen so fasziniert ist, dass er sie zu lieben beginnt. Gerade ihn führt das Schicksal nach gelungener Flucht zu dieser Frau, bevor ihr Mann wieder heimkehrt. Ein geradlinig und eingringlich erzählter Roman, der in berührenden Szenen vor allem die inneren Auseinandersetzungen der Hauptfiguren beschreibt.