Wer ausschließlich die Gelbe Presse liest, den Adel und leistungslosen Reichtum für gottgegeben hält und sowieso den Kaiser wieder haben will, dem mag auch dieses überflüssige Machwerk der Hofberichterstattung gefallen.
Guttenberg wird von maßgeblichen Teilen der Medien als Kanzleretten-Ersatz mit allen Mittel der Propaganda nach oben gelobt, für den Fall, dass der residierende Hosenanzug dem Volk auch mit den gröbsten Märchenstunden nicht mehr vermittelbar sein sollte (was schneller geschehen kann, als man so glaubt). Dann muss halt schnell ein erwiesenermaßen US-höriger, stramm neoliberaler, kriegsbereiter und halbwegs vorzeigbarer Tarnfleckanzug her. Halt einer, der das sinkende Schiff noch nicht verlassen hat/musste und auf den Einsatz wartet.
Damit das alles auch gut klappt, wird seine Frau vorsorglich gleich mit nach oben gelobt. Royals treten immer paarweise auf, das weiß man doch.
Der deutsche Michel und die Micheline schlucken es begierig und machen zum Anstoßen auf die neue Monarchie noch ne Büchse Bier mehr auf. Schließlich können selbst die Briten mit ihrem royalen Gruselkabinett da nicht mehr mithalten.
Insbesondere die Geldmacht der Springerpresse wird ganz offensichtlich eingesetzt,
dieses Vorhaben zu realisieren. Da kommt nun die "von Bayern und Springer" gerade
recht, auch denjenigen, die aus Versehen mal ein Buch kaufen (oder eins verschenken wollen), diese einmalige Konsumchance zu geben.
Das Buch beweist einmal mehr, dass Lesen allein noch nichts mit Bildung zu tun hat. Man sollte sich wenigstens noch ein 2. Buch zulegen, völlig egal welches, das durchschnittliche Niveau der heimischen Bibliothek wird zunehmen.
Ein Stern ist noch zuviel dafür.