Kurzbeschreibung
Karl May (1842-1912) ist der bis heute auflagenstärkste deutschsprachige Schriftsteller. Das populäre Bild des nordamerikanischen Westens wie auch des Osmanischen Orients ist von May maßgeblich geprägt worden. Seine Reiseerzählungen führten Generationen von Lesern in exotische Fernen, ohne dass der Autor die Schauplätze aus eigener Anschauung gekannt hätte. Mit den Reiseerzählungen festigt sich der schriftstellerische Erfolg Karl Mays. Seine imaginären Reisen werden in einen Zusammenhang gestellt mit den Traditionen seines Orient- und Indianerbildes und der Faszination, die er damit vor dem kulturgeschichtlichen Hintergrund des Deutschen Kaiserreiches auf seine Leserschaft ausübte. Abschließend gibt die Ausstellung einen Überblick über die wechselhafte Geschichte seiner Rezeption bis heute.
Über den Autor
Johannes Zeilinger, geb. 1948 in Wolfratshausen, hat Medizin in Würzburg und Berlin studiert, wo er seit 1983 als Arzt tätig ist. Er ist Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft, Ausstellungskurator und Verfasser mehrere Bücher zur Karl-May-Forschung, einer Biografie der Schauspielerin Lya de Putti und eines Buchs über Cypern.