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Daß Martell die arabische Invasion Westeuropas stoppte, machte ihn bei unseren westlichen Nachbarn zum Nationalhelden und zur Legende -- bis heute. In Köln hingegen steckt man ihn ins Verlies. Dort war er zuvor als Nachfolger seines Vaters Herzog geworden. Ein wildes Leben, an dessen Ende Martell seinem Sohn Pépin (Pippin) ein großartiges Erbe hinterlassen konnte: das riesige Merowinger-Reich -- vom "Hammer" wiedervereinigt.
Martell war ein ebenso mutiger wie autoritärer Führer, der die einmal ergriffene Krone mit aller Macht verteidigte -- um sie dann an Pippin weiterzugeben, der damit zum ersten Karolinger-König wurde. Pippin zeugte einen Sohn, der noch Größeres vollbringen sollte und als Karl der Große in die Geschichtsbücher einging.
Martells Enkel Karl gab der Karolinger-Ära ihren Namen. Karl Martell einigte das Reich, Pépin wurde dessen König und Karl der Große erweiterte es und ließ sich zum Kaiser krönen. -- Wen soll man nun als den ersten Karolinger ansehen? Die Historiker sind uneinig. Thomas Mielke hat seine Entscheidung getroffen, und so manch Unentschlossener dürfte sich nach der Lektüre dieses Buchs auf die Seite des Autors stellen.
Dieser simpel, aber fesselnd geschriebene Roman öffnet unseren Blick für die Gemeinsamkeiten unserer heutigen westlichen Zivilsation mit einer Gesellschaftsform, die den Übergang zum Mittelalter markierte. Nach Jahrhunderten voller Invasionen "barbarischer" Völker konnte sich Westeuropa nun religiös und künstlerisch entfalten. Tiefgreifende Veränderungen gingen von der hier beschriebenen Epoche aus -- eine Epoche, die oft geringgeschätzt wird und nicht wenigen gänzlich unbekannt ist. Hier erfährt sie endlich die Aufmerksamkeit, die sie verdient. --Isabelle Majois -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Es ist, bezogen auf Karl Martell, diese wichtige und gleichzeitig recht dunkle Gestalt der europäischen Geschichte, meiner Meinung nach eine ehrliche und gute Weise einen hstorischen Roman zu schreiben. ein kurzweiliges und informaives Freizeitvergnügen.
Wegen der fehlenden "literarischen Ausfeilung" ziehe ich, duerchaus auch belletrist, einen stern ab.
Aber dennoch, man sollte diesen Roman unbedingt lesen, weil er eine kurzweilige Möglichkeit bietet, eine der zentralsten Figuren der europäischen Geschichte kennenzulernen.
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