Kurzbeschreibung
Es gibt wohl kaum ein Problem, das Kraus nicht im Witz eines Aphorismus aufgelöst hätte - auch für uns heute.In der Geschichte der deutschen, ja der europäischen Aphoristik nimmt Karl Kraus eine ausgezeichnete Stelle ein. Sein Aphorismenwerk lebt von der Entschiedenheit der satirischen Intention, von der Dominanz der sprachlichen Pointiertheit, dem wortspielerischen Witz, der einige seiner Sprüche hat sprichwörtlich werden lassen. Hellsichtigkeit und Treffsicherheit, Originalität und Wortwitz ohne große Worte sind für Karl Kraus charakteristisch. Seine Aphorismen stellen die Quintessenz seines Denkens dar über Natur und Gesellschaft, über Eros und Kunst, über Sprache und Literatur. Es gibt wohl kaum ein Problem, das Karl Kraus nicht im Witz eines Aphorismus aufgelöst hätte - auch für uns heute unvermindert aktuell.
Über den Autor
Karl Kraus wurde am 28. April 1874 im nordböhmischen Gitschin / Österreich-Ungarn (heute: Jicín / Tschechien) als Sohn eines jüdischen Papierfabrikanten geboren. In Wien studierte er seit 1877 Jura, Philosophie und Germanistik, schloß das Studium jedoch nicht ab. Schon während der Studienzeit veröffentlichte er literaturkritische Beiträge u.a. in der Zeitschrift Die Gesellschaft. Daneben betätigte er sich als Dramatiker, Lyriker und Vortragskünstler und hatte Kontakt zu Mitgliedern der Gruppe "Jung-Wien", u.a. Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal, von denen er sich aber 1897 in der Satire Die demolierte Literatur distanzierte. 1899 gründete er die Zeitschrift Die Fackel. Sie war zeitlebens die wichtigste Veröffentlichungsplattform für seine kulturkritischen Beiträge. Er starb am 12. Juni 1936 in Wien.