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Karl Kraus wurde am 28. April 1874 im nordböhmischen Gitschin / Österreich-Ungarn (heute: Jicín / Tschechien) als Sohn eines jüdischen Papierfabrikanten geboren. In Wien studierte er seit 1877 Jura, Philosophie und Germanistik, schloß das Studium jedoch nicht ab. Schon während der Studienzeit veröffentlichte er literaturkritische Beiträge u.a. in der Zeitschrift Die Gesellschaft. Daneben betätigte er sich als Dramatiker, Lyriker und Vortragskünstler und hatte Kontakt zu Mitgliedern der Gruppe "Jung-Wien", u.a. Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal, von denen er sich aber 1897 in der Satire Die demolierte Literatur distanzierte. 1899 gründete er die Zeitschrift Die Fackel. Sie war zeitlebens die wichtigste Veröffentlichungsplattform für seine kulturkritischen Beiträge. Er starb am 12. Juni 1936 in Wien.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eher ein Wühltisch als ein Lesebuch,
Rezension bezieht sich auf: Karl-Kraus-Lesebuch (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
In Punkto Vollständigkeit lässt das Buch kaum Wünsche offen. Für den Studien-Gebrauch ist es damit durchaus geeignet, auch wenn einige wichtige Artikel fehlen, die in anderen Sammelbänden enthalten sind (z.B. in "Die leuchtende Fackel").Wer Karl Kraus nur "zum Vergnügen" oder aus Interesse liest, der sei jedoch gewarnt. Die mangelhafte Formatierung (kleine Schrift, kaum Absätze, schlechte Auffindbarkeit der Aufsätze) und die konfuse Anordnung der Artikel machen es dem Leser schwer, etwas Interessantes wiederzufinden - oder ohne Sekundärliteratur Querbezüge herzustellen. Eine Gliederung in Kapitel und nach Themen wäre sinnvoller gewesen, als alle Aufsätze chronologisch(?) aneinander zu reihen. Auch ein Stichwortverzeichnis fehlt - gerade das aber erscheint mir enorm wichtig, um einen Überblick über all die vielen Namen, Orte und Schriften zu behalten, die Kraus erwähnt. Schließlich handelt es sich hier um Zeitungsartikel, die tagesaktuell und zeitbezogen sind. Vielfach geht es um Zeitgenossen Karl Kraus' oder um Personen des öffentlichen Lebens in Wien. Zu diesen Personen findet sich weder ein Register, noch eine Erklärung, sodass der Leser oft im Dunkeln tappt, wenn nicht gerade ein Wikipedia-Artikel existiert. Schade, dass der Suhrkamp-Verlag hier ein so unausgereiftes Produkt auf den Markt geworfen hat - und dass dies auch die einzige günstige Karl-Kraus-Sammlung ist, die man zur Zeit bekommt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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