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Karl der Große [Broschiert]

Thomas R. P. Mielke
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 741 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499133288
  • ISBN-13: 978-3499133282
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 983.164 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Über 600 Seiten künden von den 56 Schlachten Karls des Großen (742-814) in seinen 44 Regierungsjahren. Im wahrsten Sinne des Wortes ein bewegter Roman, da es Karl in keiner bestimmten Residenzstadt besonders lange hielt. Er errichtete als Erbe Pippins des Kurzen das erste teutsche Reich römisch-katholischer Nation; Mielke bezeichnet ihn als ersten Europäer.

Mielke gibt im Klappentext an, dass er quellengetreu und spannend erzählen wolle; ersteres ist ihm sicherlich gelungen, da er Seite für Seite chronologisch abhakt, ohne jedwede Rückblende, ein sich vorwärtswindender Lindwurm an Lebenserzählung. Sicher ist ihm dabei gelungen den historischen Karl einzufangen. Jedoch gewinnen seine Figuren kein Leben, sie sind hohl, ihr Charakter wirkt von außen betrachtet -- keine Reflexionen, Gedanken und Absichten der Figuren werden offenbar. Aber auch keine Hintergründe, keine politische Interpretation der Handlungen, der einsamen Kriegsentschlüsse Karls oder seines Reichtages -- nichts!

Sicher beabsichtigte Mielke eine wohlwollende, distanzierte Betrachtung dieses bedeutenden Menschen; doch man kann als Schriftsteller auch zuviel des Guten tun: z.B. als Karl den Entschluß fällt 4.500 gefangene Sachsen einfach köpfen zu lassen! Was geht da in so einem Menschen vor, warum trifft er eine so harte Anordnung, welche Motive leiten ihn -- all das bleibt im Dunkeln. Auch die harten Fakten könnten mehr beleuchtet werden und nicht nur im zweizeiligen Nebensatz Erwähnung finden, also beispielsweise wofür sich Karl verantwortlich zeichnete: Sonntagsruhe, geregelte und normierte Priesterausbildung, Schulbildung, Deutsch als einheitliche Reichssprache, die Predigt in der Kirche in deutscher Sprache, eine reichsweite Währung, deren Wertverhältnis er genau definiert bis hin zu den neuen Monatsnamen, die er erfunden und eingeführt hat.

Wen nun die Verbindungen zu den anderen Weltreichen (Kalifat in Bagdad, Kaiserreich von Byzanz, Awaren-Reich, Bayern, Langobarden...) interessiert, erfährt so gut wie nichts Hintergründiges. Auch die Beziehung zu Rom und seinem Bischof, dem Papst, sind nur sehr geschichtsbuchartig angedeutet; kein Vorwurf (oder auch Lob!?), dass über Pippin die gegenseitige Schutzschirmherrschaft zwischen den Merowinger-Hausmeiern (Karl Martell und sein Sohn Pippin) und dem Papst die jahrtausende geltende Macht des Papstes begründete: Der Papst krönte sie zu Königen, später Karl zum Kaiser, und die Könige bzw. Karl gewährten dafür dem Vatikanstaat waffenstarrenden Schutz -- ein abgefeimtes Spiel, das weltliche und kirchliche Macht damals initierten.

Auch Karls bauliche Leistungen (die Pfalzen von Worms, Aachen oder Diedenhofen) kommen nicht klar zur Geltung; zu wenig architekturgeschichtlich Verwertbares, was Mielke dem Leser da anbietet. Allein sein Versagen als Vater gegenüber seinen vielen Söhnen und Töchtern, seine Feigheit Pippin den Buckligen, seinen Erstgeborenen aus seiner ersten "Friedeehe", oder sein allerstes Kind mit seiner ca. 12jährigen Schwester anzuerkennen, das ist Mielke dann doch noch gut gelungen: Der Wiederstreit familiär sein zu wollen und gleichzeitig immer auch der Herrscher des Frankenreiches zu sein, der eine Nachfolgeregelung zu bestimmen hat.

Zu guter Letzt fehlt auch völlig die Ergründung der ökonomischen Seite: Welche Berater hat er in diesen Dingen, wer flüstert ihm was, wodurch wird Geld verdient, werden Handelswege geschützt? Außer einem dürftigen Handelsabkommen mit England wird nichts dokumentiert. Rätselhaft bleibt die Aussage Pippins des Buckligen bei seiner Verurteilung wegen der Verschwörung gegen Karl. Pippin sagt: "Die Teilung Roms und die Lehre Mohammeds sind die wahren Gründe dafür, dass du, mein Vater, überhaupt König der Franken sein kannst! Ein anderes Rom, ein anderes Byzanz hätte nie zugelassen, dass sich Hausmeier der Merowinger zu Königen aufschwingen ..." --Manuela Haselberger

Autorenkommentar

Hier darf der Heilige und Kaiser auch mal Mensch sein
Weltweit gibt es Tausende von ersthaften und zumeist hochwissenschaftlichen Arbeiten über Karl den Großen, Charlemagne oder Charles the Great - aber nicht einmal eine Handvoll Romane (was ja nichts anderes als "verständliche Sprache" bedeutet), über das Leben dieses Mannes, das im Wortsinne bewegter war als irgend ein anderes. Fünfzig Jahre lang ritt, kämpfte und liebte er kreuz und quer durch Europa. 1200 Jahre nach seiner Krönung zum 1. Kaiser von Europa zu Weihnachten 800/801 sollte er deshalb das Recht erhalten, auch einmal Mensch zu sein - ein ganz normaler, etwas knorriger Kerl (denn nichts anderes bedeutet der Name Karl) mit einem äußerst spannenden und abenteuerlichen Leben.

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Kundenrezensionen

2.5 von 5 Sternen
2.5 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von iae
Format:Broschiert
Faszinierend, zu welchen Kunstgriffen manche Autoren greifen: in der Tat schwärmt Karl der Grosse vom glorreichen Zug des grossen Dschingis Chan... der nota bene 400 Jahre nach Karl durch die Geschichte reitet!
Dazu wundert einen die Darstellung eines sensiblen Helden, der zwischen gefühlvoll und weinerlich (Rolandslied) schwankt, und seine Frauen mit aller Freundlichkeit eines Mannes Ende des 20. Jahrhunderts behandelt. Mit so viel Emotionalität war es gewiss hart, zu einem so Grossen Karl zu werden.
Der Stil wirkt eher reisserisch, und die vielen Druckfehler der gebundenen Ausgabe 1992 stören massiv. Alles in allem ein Buch, das historisch und generell übel zu wünschen lässt.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unkritische Nacherzählung Einhards 7. Juli 2003
Format:Broschiert
Selten einen so langweiligen historischen Roman gelesen.
Der Stil ist nicht besonders und ausserdem übernimmt der Autor unkritisch die Angaben Einhards, des Hofbiografen von Karl d. Großen. Historiker sind sich heute einig, dass das Meiste in Einhards Bericht nicht den Tatsachen entspricht, da er sehr viel von den damals üblichen römischen Musterbiografien übernommen hat um K.d.G. die Aura eines römischen Kaisers zu geben. Zudem ist Einhard auch nach dem Tode K.d.G. am Hof geblieben und hat seine Biografie auch den Bedürfnissen von Karls Nachfolger Ludwig dem Frommen angepasst, der einen politischen Richtungswechsel nach K.d.G. Tod vorgenommen hat.
Zugegebenermaßen ist es schwierig, Informationen über die damalige Zeit zu bekommen, da die Quellenlage alles andere als gut ist. Etwas mehr gesunder Menschenverstand und Realitätssinn bei der Quellenauswertung hätte aber nicht geschadet.
Wer einen wirklich guten historischen Roman lesen will, sollte sich Hannibal von G. Haefs bestellen.
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10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trockene Geschichte - von wegen! 1. Januar 2001
Format:Broschiert
Dieses Buch von Thomas R.P. Mielke beschreibt in großartiger Weise das Leben und auch die verschiedenen Macken und Kanten Karl des Großen und der anderen damaligen Personen, somit würde es auch ohne den geschichtlichen Hintergrund einen wirklichen guten Roman darstellen.
Da das Buch eben in Romanform geschrieben ist eignet es sich auch sehr gut für alle, denen historische Bücher einfach zu trocken sind.
Natürlich werden in so einem Roman nicht sämtliche bekannte Zahlen und Fakten über Karl den Großen präsentiert, dennoch hat sich der Autor die Mühe gemacht ein umfangreiches Glossar mit Stammbaum, Zeitleiste, usw. anzufertigen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen wenn man mal viel Zeit hat 16. Januar 2009
Format:Broschiert
Ich habe das Werk gelesen und fand es auch ganz interessant, da ich bisher noch nicht viel über Karl den Großen wusste. Allerdings muss ich gestehen, dass sich die über 700 Seiten doch recht zäh dahin ziehen. Man muss sich schon ab und zu selbst überreden, weiterzulesen. Ich hab es getan und bin auch froh darüber. Man bekommt doch einen ganz guten Eindruck von der Lebensweise dieses "ersten Europäers" und ob nun alles historisch völlig korrekt ist oder nicht - was soll's. Es ist schließlich ein "Roman" und kein Sachbuch. Und auf jeden Fall 3 Sterne wert!
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