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Kariuki und sein weißer Freund
 
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Kariuki und sein weißer Freund [Broschiert]

Meja Mwangi
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 8,00  
Broschiert, 1996 --  

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Produktinformation

  • Broschiert: 160 Seiten
  • Verlag: Lamuv (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3889773222
  • ISBN-13: 978-3889773227
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 719.928 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der 13jährige Kariuki befreundet sich mit Nigel, dem Enkel des weißen Grundbesitzers, unter dem sein Clan arbeitet. Niemandem gefällt diese Freundschaft, schon gar nicht in dieser Zeit, in der sich die schwarze Bevölkerung gegen die Kolonialmacht erhebt. Eines Tages verschwindet Nigel während eines Jagdausfluges mit Kariuki spurlos...Meja Mwangi wurde 1948 in Nanyuki, Kenya, geboren. Nach dem Abitur entschied er sich trotz Zulassung zum Studium, als technischer Angestellter in Nairobi zu arbeiten. Seit dem Erfolg des Romans 'Kill me quick' (1973), der mit dem Jomo Kenyatta-Award ausgezeichnet wurde, arbeitet er als freier Schriftsteller. Zahlreiche internationale Auszeichnungen erhielt er seit Mitte der 80er Jahre, darunter den Deutschen Jugendbuchpreis 1992 für 'Kariuki'.

Autorenportrait

Meja Mwangi, geboren 1948 in Nanyuki, Kenya, ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Autoren Kenias.
Nach dem Abitur entschied er sich trotz Zulassung zum Studium, als technischer Angestellter in Nairobi zu arbeiten. Seit dem Erfolg des Romans 'Kill me quick' (1973), der mit dem Jomo Kenyatta-Award ausgezeichnet wurde, arbeitet er als freier Schriftsteller. Seine Romane und Kinderbücher sind in zehn Sprachen übersetzt worden. Zahlreiche internationale Auszeichnungen erhielt er seit Mitte der 80er Jahre, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis 1992 für 'Kariuki'. Er hat zahlreiche Literaturpreise in Großbritannien und Kenia erhalten. 1992 wurde'Kariuki' mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wie brutal darf ein Jugendbuch sein?

Ich habe „Kariuki" mit einer siebten Gymnasialklasse gelesen. Das Urteil einiger von ihnen fiel vernichtend aus. „Das ist ein Buch für Jungs, denn es wird viel zu viel vom Jagen geschrieben." „Das Buch ist zu brutal. Bücher die gut ausgehen, gefallen mir besser."

Ich selbst finde „Kariuki" ein gutes Buch - weil es brutal ist. Es schönt nichts. Kariuki ist ein schwarzer Junge, der zur Zeit der Mau-Mau-Aufstände in Kenia einen weißen Jungen, Nigel, den Enkel eines weißen Farmers kennenlernt und mit ihm Freundschaft schließt. Das kann nicht gut gehen und es geht nicht gut.

Lesenswert ist dieses Buch des Kenianers Meja Mwangi, weil es zwar um Schwarze und Weiße geht, weil es aber nicht schwarz-weiß malt. Die Schwarzen sind nicht per se gut oder schlecht. Kariuki leidet unter seinem strengen Vater, doch auch dieser Vater ist Opfer. Kariukis Bruder schlägt Kariuki - und letztendlich rettet er den weißen Nigel. „Friede ist etwas, von was wir nur träumen konnten." lautet einer der traurigsten Sätze des spannenden Jugendromans. Er regt an, über strukturelle Gewalt zu reden, über Hierarchien im spätkolonialialistischen Kenia und hier und heute. Den Lesenden stellt sich die Frage: Ist Gewalt ein gerechtfertigtes Mittel, um gegen Gewalt zu kämpfen. Das Buch gibt die Antwort nicht vor.

Interessant wird das Buch nicht zuletzt, weil es die Leserinnen und Leser in eine fremde Welt führt. Tiere und Landschaft um Nanjuki werden beschrieben. Es geht um interkulturelle Begegnung. Nigel begegnet Kariuki. Sie erkennen ihre kulturelle Prägung im Vergleich mit dem Anderen. Sie profitieren von den Fähigkeiten des anderen Jugendlichen. Vielleicht profitieren die jugendlichen Leser auch hier von diesem „erlesenen" Kontakt mit einem anderen Land.

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kariuki und Nigel 22. Januar 2005
Format:Broschiert
Das Buch "Kariuki und sein weißer Freund" hat den deutschen Jugendliteraturpreis auf alle Fälle verdient. Spannend formuliert mit einer realen Story und einem interessanten, wenn auch ziemlich erschreckendem Thema - die weißen Kolonialmächte über Kenia. Wenn auch der Schriftsteller manchmal ziemlich brutale Szenen ( wie zum Beispiel wenn Kariukis Vater seinen Sohn fürchterlich zusammenschlägt) schreibt, ist es trotzdem ein gelungenes Jugendbuch, nach welchem der Leser um einiges schlauer sein wird.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Biene Maya 2013 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Kariuki, ein 13-jähriger Junge, wächst in einem kenianischen Dorf auf. Sein Leben ist geprägt von Furcht. Er fürchtet seinen Vater, der überaus streng ist und ihn permanent schlägt. Er fürchtet die Grausamkeit des weißen Herren und er fürchtet die mau mau, die Guerilla-Kämpfer aus den Wäldern, die sich gewaltsam gegen das Joch der Unterdrückung durch die britische Kolonialmacht wehren.

Eines Tages begegnet er Nigel, dem Enkel des weißen Herren. Nigel ist elf und verbringt seine Sommerferien in Kenia. Die beiden Jungen lernen eine Menge voneinander. Kariuki erfährt viel über das Leben der Weißen. Er lernt, dass sie genauso Menschen sind wie Schwarze. Nigel wiederum lernt eine Menge über den Dschungel. Gemeinsam durchstreifen die Freunde das Dickicht der Wälder. Die Freundschaft der beiden ist allen ein Dorn im Auge. Kariukis Familie, weil sie fürchtet, dass der Vater seinen Arbeitsplatz als Koch des weißen Herren verliert, wenn Nigel etwas zustößt. Und auch der weiße Herr ist freilich gegen diese Verbindung. Auf der Jagd nach einem Stachelschwein verlieren sich die beiden Jungen aus den Augen. Nigel verschwindet spurlos. Die weißen Soldaten beginnen die gesamte Dorfbevölkerung zu verhören und die Wälder zu durchkämmen. Als Kariuki sich ebenfalls auf die Suche begibt - und Nigel tatsächlich findet - kommt es letztlich trotzdem nicht zu einem Happy End. Fest steht aber, dass es eine wirklich tiefe Freundschaft ist, die die beiden Jungen verbindet.

Kariuki und sein weißer Freund ist für mich vor allem deswegen ein sehr gelungenes Kinderbuch, weil es eine Geschichte erzählt, die kein bisschen konstruiert erscheint. Die Freundschaft zwischen Kariuki und Nigel ist eine natürlich gewachsene. Bei Büchern, die sich mit interkulturellen Begegnungen befassen, ist die künstlich entworfene Handlung oft ein Problem. Ich vermute, dass "Kariuki" diesen Fehler nicht hat, weil der Autor selbst Kenianer ist und solche Erfahrungen gemacht hat. Es ist also aus der Sicht eines Menschen geschrieben, der unmittelbar im Mittelpunkt der Handlung steht (auch wenn es kein rein autobiographisches Buch ist, wie Mwangi im Nachwort bemerkt).

Auch sprachlich sehr gelungen, ist dieses Buch für Kinder, Jugendliche und Erwachsene hervorragend geeignet. Und zwar nicht nur für männliche! Denn obwohl viel gejagt und geangelt wird, stehen diese Dinge nicht im Mittelpunkt.
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