Karen-Susan Fessel (*1964 in Lübeck) wollte schon als Kind Schriftstellerin werden - spätestens, seit sie von ihren Eltern im zarten Alter von 7 Jahren eine gelbe Reiseschreibmaschine zum Geburtstag bekam, auf der sie in der Folgezeit ihre ersten Geschichten tippte. Bis zur vielfach ausgezeichneten Autorin war es kein einfacher Weg, aber ein spannender und abwechslungsreicher: Als Kind vielfach umgezogen, ließ Karen-Susan Fessel sich 1983 nach dem Abitur in Berlin nieder, wo sie zunächst Theaterwissenschaft, Deutsch und Französisch studierte - und reichlich Lebenserfahrung sammelte, womit sie sich bis heute noch ausnehmend gern beschäftigt. Nach Abschluss des Studiums arbeitete sie als Fahrradkurier und schrieb ihren ersten Roman "Und abends mit Beleuchtung", der 1994 gleich im ersten Anlauf erschien. Mit dem erotischen Erzählband "Heuchelmund" (1995) und dem Roman "Bilder von ihr" (1996) gelangen ihr gleich zwei moderne Klassiker der Frauenliteratur; "Ein Stern namens Mama" (1999), ihrem ersten Kinderbuch, bescherte ihr einen grandiosen Einstieg in die Kinder- und Jugendliteratur; das Buch, in dem eine 11jährige vom Krebstod ihrer Mutter erzählt, gilt bis heute als eines der wichtigsten Bücher zum Thema Tod und Trauer in der europäischen Kinderliteratur.
Karen-Susan Fessels zentrale Themen in allen bisher erschienenen 25 Büchern sind der Umgang mit Krankheit, Tod und Außenseitern; alle drei Themen finden sich auch in ihrem neuesten und bisher umfangreichsten Werk für Erwachsene, dem Roman "Leise Töne" (2010).
Autorinnenfotos: Gaby Ahnert (www.gabyahnert.de)