mmp-pressedienst, 16. August 2002
Niemand geht gerne aufs Amt, Beamte auch nicht. In ironischer Weise verwebt Gogolin Anekdoten aus dem Behördenalltag perfekt zu einem amüsant-tiefgründigen Roman. Auch wenn gelegentlich das Lachen im Halse stecken bleiben will, so dicht an der Realität und gleichzeitig irrwitzig absurd sind die einzelnen Figuren gezeichnet. Sachkundig werden Amtsabläufe beschrieben, ohne dass nur eine Minute Langeweile aufkäme. Der Autor, selbst jahrelang im öffentlichen Dienst tätig, hat keine nur erfundene Fantasiegeschichte aufgeschrieben oder altbekannte Beamtenwitze nacherzählt, sondern kann auf eigene, komische und leidvolle Erfahrungen in Behörden zurückblicken und tut das in origineller Weise, dabei keineswegs immer politisch korrekt. Sexuelle Verklemmungen und Frauenbeauftragte werden in Gogolins fachkundigem Blick hinter die Amtskulissen lustvoll böse und bewusst intolerant aufs Korn genommen, ein intellektuelles Lesevergnügen! Nach der Lektüre wird jeder Leser mit Sinn für schrägen Humor sein Amt um die Ecke mit anderen Augen sehen. Und Beamtenwitze mit anderen Ohren hören.
Kurzbeschreibung
Eine vergnügliche Beamtensatire aus Hamburg, in der sich nicht nur Beamte und andere öffentlich Bedienstete, sondern auch Behördenbesucher amüsant und kenntnisreich beschrieben wiederfinden.
Über den Autor
Wolfgang A. Gogolin, Jahrgang 1957 lebt in seiner Heimatstadt Hamburg. Bisher zwei Buchveröffentlichungen, die Beamtensatire 'Karawane des Grauens' (2002) und der Roman 'Der Puppenkasper.Weibliche Macht - Männliche Ohnmacht' (2004). Zuletzt Kurzgeschichten Der rote Fluss (Kurzgeschichten Nr. 2 / 2005 - Verlag Lindow) und Rosis Mission (Anthologie Easteregg Februar 2005 / Gipfelbuch-Verlag). Gründungsmitglied der Literatengruppe Wortwerk-Hamburg.