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Karawane des Grauens
 
 
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Karawane des Grauens [Taschenbuch]

Wolfgang A. Gogolin
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Books on Demand Gmbh (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3831140200
  • ISBN-13: 978-3831140206
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 306.361 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Wolfgang A. Gogolin
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Produktbeschreibungen

mmp-pressedienst, 16. August 2002

Niemand geht gerne aufs Amt, Beamte auch nicht. In ironischer Weise verwebt Gogolin Anekdoten aus dem Behördenalltag perfekt zu einem amüsant-tiefgründigen Roman. Auch wenn gelegentlich das Lachen im Halse stecken bleiben will, so dicht an der Realität und gleichzeitig irrwitzig absurd sind die einzelnen Figuren gezeichnet. Sachkundig werden Amtsabläufe beschrieben, ohne dass nur eine Minute Langeweile aufkäme. Der Autor, selbst jahrelang im öffentlichen Dienst tätig, hat keine nur erfundene Fantasiegeschichte aufgeschrieben oder altbekannte Beamtenwitze nacherzählt, sondern kann auf eigene, komische und leidvolle Erfahrungen in Behörden zurückblicken und tut das in origineller Weise, dabei keineswegs immer politisch korrekt. Sexuelle Verklemmungen und Frauenbeauftragte werden in Gogolins fachkundigem Blick hinter die Amtskulissen lustvoll böse und bewusst intolerant aufs Korn genommen, ein intellektuelles Lesevergnügen! Nach der Lektüre wird jeder Leser mit Sinn für schrägen Humor sein Amt um die Ecke mit anderen Augen sehen. Und Beamtenwitze mit anderen Ohren hören.

Kurzbeschreibung

Eine vergnügliche Beamtensatire aus Hamburg, in der sich nicht nur Beamte und andere öffentlich Bedienstete, sondern auch Behördenbesucher amüsant und kenntnisreich beschrieben wiederfinden.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wer soll sich für das Innenleben von Beamten und Behörden interessieren ? Eigentlich niemand, meistens ist man ja froh, selbst nichts mit irgendwelchen verstaubten Ämtern zu tun zu haben.
Kürzlich bekam ich die 'Karawane des Grauens' geschenkt, und diese Lektüre hat meine Meinung doch verändert. Zum Teil sehr witzig und zum Teil gallebitter beschreibt Gogolin die Atmosphäre, das Funktionieren und eben auch Nicht-Funktionieren eines vermutlich imaginären Amtes.
Wenn es darum geht, taktisches Vorgehen eines Vorgesetzten zu umschreiben, wird auch vor drastischen Formulierungen und Bildern nicht zurückgeschreckt.
Textprobe: 'Er wusste, dass die Phantasie den Menschen schlimme Streiche spielte, dass die Leute sich am meisten dann fürchteten, wenn sie nur etwas Dunkles erahnten, was ihnen vielleicht eines Tages drohen könnte. Nach diesem Prinzip funktionierten auch die besten Gruselfilme Hollywoods, deren Erfolgsgeheimnis eben darin lag, die aus dem Knie spritzende Hirnmasse des von unmenschlichen Monstern zu Tode gepeinigten Opfers gerade nicht zu zeigen.'
Selten hat ein Buch in mir so zwiespältige Gefühle ausgelöst, auch in ausgesprochen humorvollen Passagen wollte mir das Lachen oft im Halse stecken bleiben.
Anfangs dachte ich, hier soll mit den üblichen Beamtenwitzen (die im Buch auch nicht fehlen !) auf dem öffentlichen Dienst und seinen Mitarbeitern langatmig herumgehackt werden. Viele Figuren, nicht nur hochrangige, werden nicht gerade liebenswert dargestellt. Manche Handlungen wirken absurd und lächerlich, scheinen aber dennoch mehr den tatsächlichen Erlebnissen des Schreibers als seiner Fantasie zu entspringen. Offenbar ging es dem Autor aber darum, das eigentliche Wesen von Menschen zu verdeutlichen. Seiner Meinung nach ist es nicht nur eine hierarchische Ordnung oder tatsächliche Gefahr für Leib und Leben, die Beamte oder Nicht-Beamte zu Duckmäusern werden läßt. Menschen wollen einfach in einer vorgegebenen Ordnung kuschen, der tatsächliche oder angebliche Druck von oben ist nur Vorwand, sich nicht wehren zu müssen. Beamte sind ja bekanntlich unkündbar und müssen nicht um ihren Job fürchten. Da stellt sich natürlich die Frage, weshalb es nicht mehr Aufmüpfige unter ihnen gibt.
Der Autor meint: Aus Bequemlichkeit und wegen der Trägheit der Masse, ohne das wörtlich so auszudrücken. Das Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht, weil es eigentlich sämtliche Fehlfunktionen solcher Gebilde wie Behörden oder ähnlich strukturierter grosser Konzerne verdeutlicht.
Konsequent zu Ende gedacht würde es auch erklären, weshalb so etwas wie der Betrieb von Konzentrationslagern überhaupt klappen konnte. Es ist nicht nur die Funktion, die jemand ausübt, es ist wohl jedem innewohnendes, urmenschliches Verhalten. Das sich selbst dann nur mit grosser Mühe ändert, wenn einzelne ihr Fehlverhalten bemerken und zu korrigieren bereit sind. Die 'Karawane des Grauens' ist sehr flüssig zu lesen, wenn dem Autoren die Wortakrobatik auch nicht fern liegt. Afhänger der Geschichte ist ein seltsamer Todesfall im Amt, ohne dass das Ganze deshalb zu einem Krimi ausartet. Aber die polizeilichen Ermittlungen geben allen Beteiligten die Möglichkeit, sich nach Kräften zu blamieren und selbst solche Dinge zu vertuschen, deren Vertuschung keinesfalls lohnt. Wenn die Beweggründe und Gedanken der handelnden Personen beschrieben werden, fühlte ich mich zuweilen durchaus ertappt, derart menschlich können auch eher unmenschlich scheinende Dinge sein.

'Nach der Lektüre wird jeder Leser mit Sinn für schrägen Humor sein eigenes Amt um die Ecke mit anderen Augen sehen. Und Beamtenwitze mit anderen Ohren hören.' , steht im Klappentext, den ich so unterschreiben würde. Insgesamt habe ich mich beim Lesen sehr amüsiert, war teilweise auch erschrocken und denke, dass dieses Buch seinen Preis allemal wert ist.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein echter Knaller! 21. September 2004
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Die 'Karawane des Grauens' ist eine satirische Überzeichnung des Behördenalltags. Viele Ereignisse sind so witzig und abstrus, dass sie Wirklichkeit sein könnten. Das Buch ist sicher nicht nur für Beamte lesenswert, aber sie werden sich und ihr Amt schnell wieder erkennen. Ich habe mich sehr gut unterhalten.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Heike Fahrenkrug, erst kürzlich strafversetzte Beamtin der Hamburger Behörde, liegt tot vor ihrem geöffneten Tresor. Zwei Männer der Mordkommission werden auf den Fall angesetz, Polzer und sein kleiner Kollege. Sie machen sich auf ins Amt für Wegebau, wo Fahrenkrug bis vor kurzem gearbeitet hat. Hintergründe wollen sie recherchieren, wenn möglich ein Tatmotiv. Aber was sie dort erleben, ist wenig hilfreich, den Fall zu lösen.
Manche nennen diesen Roman leicht euphemistisch einen Krimi. Doch das ist eine falsche Spur, mutwillig gelegt vom Autor, wohl wissend um das Bedürfnis der Leserschaft, ein Buch kategorisieren und einkästeln zu können. Die "Karawane des Grauens" widersetzt sich solcher Klassifizierung mit einem breiten Grinsen. Ein Kaleidoskop bizarrer Figuren bevölkert den Beamten-Roman, und der Versuch, mittels üblicher Eingangsbehauptung, alle Figuren seien frei erfunden, von der Wirklichkeit abzulenken, erscheint eher juristisch zwingend als glaubhaft. Nicht deswegen, weil Gogolin mangels Phantasie lediglich die ihm bekannte Wirklichkeit nachgebildet hätte, sondern weil auf jede seiner Figuren mindestens eine Handvoll Beamte des öffentlichen Dienstes sich ertappt fühlen dürften. Denn was er anhand weniger Personen an Missständen bei der Behörde aufdeckt, kennt jeder, der irgendwann mit einem Amt zu tun hatte, aus eigener Erfahrung. So auch der Autor, selbst Beamter a.D.
Wie einst Tom Sharpe, der sein intimes Wissen über den Alltag eines Hilfslehrers an der Berufsschule für seinen beißenden Humor verbriet, ist auch Gogolins "Karawane des Grauens" gerade deswegen zwerchfellerschütternd komisch, weil er genau weiß, wovon er spricht. Sein aktueller Roman muss das Herz eines jeden Menschen beglücken, der jemals über der Unergründlichkeit der Bürokratie verzeifelte. Und da das so ziemlich jeder sein dürfte, bleibt nur zu wünschen, dass die "Karawane" ähnlich den Wilt-Romanen Sharpes noch etliche Folge-Bände nach sich zieht.
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