Es wurde Zeit, dass ein umfassendes Porträt von KARAT veröffentlicht wird.
Gediegen ausgestattet, gute Bildqualität, interessante Fakten.
Aber das Buch hat deutliche Mankos:
Da ist zuerst einmal der Stil der Autorin Christine Dähn.
Teils langatmig, sich oft wiederholend. Übertrieben pseudo-poetisch. Krampfhaft gewollte und umstimmige sprachliche Bilder. Unstrukturierter Schreibstil.
Die interessanten Fakten muss man sich mühsam aus dem Text heraussuchen.
Der Umfang des Buches ist künstlich durch nichtssagende, sich endlos wiederholende Phrasen aufgebläht.
Jedes Einzelporträt ist in der Ich-Form geschrieben. Die die Autorin aber für jede Person in der gleichen schwülstigen Poesie schreibt, geht die Individualität der Bandmitglieder vollkommen verloren.
Warum werden frühere Bandmitglieder nicht umfassender porträtiert? - immerhin werden sie erwähnt, wenn auch nicht vollständig.
Was hat Henry Maske mit einem eigenen Kapitel in diesem Buch zu suchen?
Warum gibt es keine chronologische Bandhistorie, keine Diskographie?
Schade, da wäre mit wenig mehr Aufwand mehr möglich gewesen.