Destroyer heißt die Band, "Kaputt" heißt das Album, man erwartet Heavy Metal aber bekommt... ja, was eigentlich (???), schwer zu sagen, die Platte entzieht sich jeder Kategorisierung, Metal jedoch definitiv nicht. Destroyer ist das Projekt von Teilzeit New Pornographers Member Dan Bejar, "Kaputt" ist bereits Album #9, aber das erste mit richtig viel Musik, die Vorgänger dürfen getrost als lo-fi, anti-folk orientiertes Singer-Songwriterzeuchs bezeichnet werden.
Ich war einigermaßen überrascht, wieviel Keyboards und Saxofone mir entgegen kommen, Bejars Stimme erinnert mich an Bill Pritchard und Matt Johnson (The The), die Musik an Konzeptalben von Prefab Sprout, auch an späte Luna und das, was Dean Wareham nach deren Ende mit seiner Partnerin Britta Phillips veröffentlicht hat. Einige Songs haben Überlänge und heißen "Suicide Demo for Kara Walker", manchmal muß ich an Pornofilmmusik denken. Am Besten gefällt mir "Savage Night at the Opera", atmosphärische Keyboards mit ähnlicher Spannung wie U2's Version von "Night and Day". Eine seltsame Angelegenheit, dieses Album ist eine Erinnerung an allmögliche 80er Jahre Musik, durchaus interessant, aber nach den ganzen Keyboards und Bläsern muß ich nach den 50 Minuten der Platte erstmal was kerniges hören, am besten die neue Motörhead :)