Produktinformation
|
|
Was auch immer Hille Perl tut - es klingt einfach traumhaft. Alle Stücke des Programms sind von einer ansteckenden Spielfreude beseelt. Man muss also absolut kein Alte-Musik-Fan sein, um diese CD zu mögen. Denn sie bietet so viele Facetten, dass die eine Stunde wie im Flug vorüber geht.
NDR Kultur Juli 2009
„Denn die Gambistin Hille Perl und ihre Zupfinstrumentenkollegen Steve Player und Lee Santana pflegen eine Interpretationskunst, die aus einer äußerst akkuraten Beachtung der noch so kleinen musikalischen Details eine erstaunlich erfrischende Lebendigkeit gewinnt. Herrlich, wie sie die musikalische Gliederung aufzeigen, durch perfekt koordinierte dynamische Effekte selbst dem instrumentalen Flüstern klare Konturen aufzwingen.
„Los Otros“ begreifen die Kompositionen als klangliches Experimentierfeld für Improvisationen – und verleihen damit dieser Musik des 17. Jahrhundert im Vortrag zusätzliche Authentizität.“
(Süddeutsche Zeitung, 03.08.09)
„Wieder einmal schafft es das ungewöhnliche Trio, Musik aus vergangener Zeit "kompatibel" für den heutigen Hörer zu machen, mit viel Spielfreude, Improvisationskunst, Kenntnis und Begeisterung.“
(SWR, 1.8.09)
„Bei "Kapsbergiana" handelt es sich um eine launige Umschreibung für Werke von Girolamo Kapsberger, einem venezianischen Kleinmeister des Frühbarock, von dem ein Konvolut mit Instrumentalmusik kürzlich wieder entdeckt wurde und hier erstmals zur Aufführung kommt. Es sind Tänze und Toccaten von großer, formal mäandernder Offenheit. "Labor-Stücke" nennt sie Lee Santana, der Lautenist und Partner von Hille Perl. Also: traumartig experimentelle Fantasien, bei der sich Notentext und Improvisation, sagen wir es wissenschaftlich: umgekehrt proportional zueinander verhalten. Je weniger Arbeit sich Kapsberger beim Aufschreiben gemacht hat, um so mehr können die Musiker erfinden. Atmosphärisch dicht, geradezu betäubend intensiv ist das Ergebnis. Die Chitarrone-Soli von Lee Santana klingen geradezu modern, als sei’s ein frühbarocker Carlos Santana.“
(RBB Kulturradio, 31.07.09)
„Hochspannende Entdeckungstouren in die Alte Musik darf man erwarten, wenn man eine CD vom Ensemble Los Otros in Händen hält. Diesmal geht die Reise zu Girolamo Kapsberger, einem deutschen Lautenisten, der in Italien lebte und auch komponierte…Auf 59 Natursaiten gezupft, geschlagen, gestrichen, gestreichelt und anderswie zum Klingen gebracht, offenbart sich hier ein völlig neuer Kosmos…“
(MDR Figaro, 27.07.09)
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schonmal was von Kapsberger gehört?,
Rezension bezieht sich auf: Kapsbergiana (Audio CD)
Nein? Na, dann geht's Ihnen ja wie mir, bevor mir diese CD vorlag. Und wissen Sie was das Schöne daran ist? Sie können nun diese wunderbare Überraschung erleben, ohne spezielle Vorerwartungen eine neue, äußerst faszinierende Welt alter Musik für sich zu entdecken, sich 61 atemraubende Minuten vom virtuosen Spiel Lee Santana's, Hille Perl's und Steve Player's regelrecht berauschen lassen. Am besten gleich über die Kopfhörer der heimischen Stereoanlage, so werden Sie sich von den Künstlern umringt fühlen und Kapsberger's Genie in herrlich ausgewogener Klangqualität und kristallklarem Sound erfahren. Biographische Details aus dem Leben Kapsberger's sind zum Teil widersprüchlich, so geben die einen Quellen an er wäre 1575 in Deutschland gebohren, während die anderen das Jahr auf 1580 in Venedig verlegen. Sicher weiß man jedoch, daß er mit etwa Mitte zwanzig nach Veröffentlichung seines ersten Opus, das ihn bereits als Virtuosen mit erstaunlichen Fähigkeiten auswies, in päpstliche Dienste trat, in Rom bis 1640 tätig war und dort 1650 starb. Bei seinen Zeitgenossen stand er als Komponist in hohem Ansehen und die Nachwelt verdankt ihm erste genaue Hinweise zur Verzierungspraxis und rühmt seine Verdienste bei der Ausbildung eines solistischen Theorbenspiels. Doch was kann ein begeisterter Hörer ohne musiktheoretische Kenntnisse nun über die Musik sagen? Hatten die Otros auf dem Vorgänger "La Hacha" einen spanisch-mexikanischen Fandango zelebriert, steht hier nun das Libro Terzo Kapsberger's für Chitarrone solo (Theorbe) und basso continuo aus dem Jahre 1626 (dem Todesjahr des englischen Kollegen Dowlands) auf dem Programm. Daß dieses Buch Kapsberger's erst in jüngster Zeit der Öffentlichkeit wieder verfügbar gemacht wurde, mag einem Kapsberger-Neuling wie mir erstmal gleichgültig sein, den profunden Kenner wird aber vielleicht der Hinweis auf die vorliegende Gesamteinspielung interessieren. Lee Santana schreibt im Booklet "Wie bei uns üblich, haben wir dieses Material 'los-otrofiziert': teilweise instrumentiert, extrapoliert, erweitert, verimprovisiert. Wir glauben, daß wir damit dem Kapsbergerianischem Ethos gerecht werden." Dementsprechend interpretieren die Otros dieses Oeuvre als Musik für drei Soloinstrumente, wenngleich natürlich Lee Santana's stets beeindruckende Fingerfertigkeit in den meisten Stücken dominiert. Gleich die eröffnende Toccata seconda (die erste ist leider verlorengegangen, doch wird dieser Mangel hier mit einer äußerst virtuos gestalteten Gambensonate nach Antonio Bertali ausgeglichen) vermag mit ihren zweistimmigen Chitarrone/Gitarre-Läufen, von der Gambenstimme geschmeidig umsäumt, zu fesseln. Nun, alle Sätze der Aufnahme zu kommentieren würde zu weit führen, aber lassen Sie mich noch die unfassbare Gagliarda erwähnen: so ein erstaunliches Stück Musik ist mir bislang noch nicht untergekommen. Zunächst erscheint alles in -für die Zeit- gewohnten Bahnen. Äußerst schön, aber nicht aussergewöhnlich, zupfen sich die beiden Chitarronen durch die Melodien und werden vom gezupften Gambenbass begleitet. Doch dann verstummen Bass und zweite Stimme und Lee Santana brilliert in einem -von seltsam wohlklingenden Dissonanzen durchwobenen- Solo, das zumindest mir die Sprache verschlug und mich dazu verleitete, sechs lange Stunden Autobahn auf mich zu nehmen, um dieses Solo live in München erleben zu dürfen. Und ohne der ewigen Diskussion, ob dem Konzert oder der CD der Vorrang einzuräumen ist, neuen Zündstoff liefern zu wollen: den bestechenden CD-Sound (laut Booklet wurde mit einem Minimum an Mikrofonen und ohne Studioabmischung der Originalklang im Raum eingefangen) wird man wohl in den wenigsten Konzertsälen erleben können.Fazit: eine beeindruckende Aufnahme außergewöhnlich kunstfertiger Musik, keine leichte, gefällige Kost und doch mitreißend und zuweilen träumerisch verspielt. Nach mehr als zwanzig Jahren Musikkonsums aus der Barock-Epoche ohne Frage eine der schönsten (wenn nicht sogar die schönste) Neuentdeckungen für mich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|