Ein musikalisch durchaus gelungenes und vielfältiges Album, wenngleich es meines Erachtens auch nicht ganz so spektakulär ausfällt wie der Vorgänger - ungeachtet dessen ist es auch etwas ruhiger.
Wobei gerade die ruhigen Tracks - auch durch die Moll-Harmonik - eine wunderbare Melancholie an den Tag legen und deswegen eher zu meinen Favouriten auf dem Longplayer gehören.
Teilweise überrascht die Band auch mit instrumentaler Vielfalt, z.B. durch den Einsatz von Percussions-Instrumenten und Kontrabass.
Was mich hauptsächlich stört, ist das Konzept "Berlin". Die Phrasen, die gesungen werden, kann man eigentlich auf jede große Stadt anwenden. "Ein Straßenmeer voller Figuren aus Traum und Wunsch und Wirklichkeit", "... so wie die Lichter sich im Straßenmeer verirren...", "das Leben nimmt hier seinen Lauf und die Träume blühen zu Hauf". Gerade durch Zufall drei Zitate aus unterschiedlichen Tracks gewählt und es fällt doch gleich die ähnliche Wortwahl auf - ein wenig mehr Einfallsreichtum hätte ich jetzt schon erwartet - gerade, weil Peter Thiessen doch extra als Texter für die Revue "Rhythmus Berlin", in deren Rahmen dieses Album entstand, engagiert wurde.
Aber ich stell es mir auch nicht einfach vor, eine Stadt auf einem Album zu besingen, ohne Klischees zu bedienen oder albern zu werden.
Fazit: Kein Muss, aber durchaus kein Fehler, wenn man dieses Album seiner CD-Sammlung hinzufügt. Für Kante-Fans mit Sicherheit Pflicht!