Produktinformation
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Unbeeindruckt von den technischen Schwierigkeiten lässt der Sänger seine Stimme fließen, lässt ihr sozusagen freien Lauf. Die vorwiegend zurückhaltenden und leisen Interpretationen gibt den Kantaten etwas Geheimnisvolles, Zärtliches, aber auch etwas Distanziertes. Diese drei Merkmale beherrschen nicht nur die erste Arie Ich will den Kreuzstab gerne tragen aus der Kreuzstab-Kantate. Zwar wirkt auch bei ihr alles beherrscht und durchdacht, aber, und das ist das Wesentliche, bei einer Verinnerlichung ohnegleichen. In der Arie Welt, ade, ich bin dein müde aus der Kantate Der Friede sei mit dir begegnen sich Chor, Solo-Geige und Stimme in meisterhafter Manier. Quasthoff versteht es, sich der vom Dirigenten selbst gespielten Violine anzupassen, ihr zu schmeicheln. In der Kantate Ich habe genug zelebriert der Bass-Bariton die größte Bandbreite seines Könnens. Vom entschiedenen Ich habe genug über das herrlich zurückhaltende Schlummert ein, ihr matten Augen bis zum jubelnden, ja fast flehenden Ich freue mich auf meinen Tod. Quasthoff bewegt sich in einem dynamisch eher engen Rahmen, lotet dort aber die feinsten und der bach´schen Musik am meisten dienenden Möglichkeiten aus. Und mit den Berliner Bach Solisten, die diese durchdachten und verinnerlichten Interpretationen perfekt umsetzen, wird diese CD zu einem Hörerlebnis.
Rudolf Kamm
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Die vorliegende Aufnahme enthält die 3 wundarberen Solokantaten für Bass von Johann Sebastian Bach. Nun gibt es ja eigentlich keinen Mangel an guten Aufnahem dieser Kantaten, sei es von Dietrich Fischer-Dieskau, Peter Kooy (mit Philippe Herreweghe) oder Mathias Goerne. Aber, trotz der großen Konkurrenz, für mich ist diese neue CD die beste Aufnahme dieser Werke, die ich kenne. Zusammen mit den Berliner Barocksolisten zieht Thomas Quasthoff wieder einmal alle Register seines unglaublichen Könnens. Man hört seine großer Erfahrung mit Bach, und man hört vor allem seine große Liebe zu Bach.
Die Berliner Barocksolisten begleiten wunderbar sensibel und lebendig. Sie spielen auf modernen Instrumenten, aber durchaus, ja, man könnte sagen, 'historisch informiert', lassen also die Erkenntnisse der historische Aufführungspraxis mit einfließen, etwa in Fragen der Phrasierung und in der Wahl der Tempi. Aber, man sollte nicht zu sehr über solche Fragen nachdenken, weil sie nicht zielführend sind. Puristen mögen sich darüber ereifern können, für den normalen Musikliebhaber ist viel wichtiger, dass da inspiriert und lebendig musiziert wird, dass es einen ergreift und anrührt. Und genau das passiert hier!
Ich finde schon allein die wunderbar kernige und dennoch samtige, perfekt geführte Stimme von Thomas Quasthoff immer wieder sensationell. Und, wie gewohnt, möchte man fast sagen, gestaltet er ungemein differenziert, sehr phantasievoll und abwechslungsreich. Er spannt weite Bögen und tritt in einen echten Dialog mit dem phantastischen Orchster, besonders mit dem Oboensolisten Albrecht Mayer. Was Albrecht Mayer auf dieser CD leistet, ist für mich sensationell. So viele Farben, so viele Details, so viel Leben, das ist schon die ganz hohe Schule. Herr Meyer dürfte zur Zeit auf seinem Instrument ohne Konkurrenz sein.
Das Tolle ist, dass es für Thomas Quasthoff kein Problem ist, die ihm zugespielten Bälle aufzunehmen und, eventuell noch mal verfeinert zurückzuspielen, oder ganz neue Bälle ins Spiel zu bringen. Das ist wirklich lebendiges Musiziern, das ist Kammermusik der Extraklasse. Und lässt auch darauf schließen, dass die Aufnahme wohl in sehr langen Takes realisiert worden ist, was immer ein gutes Zeiche ist. Denn, diese Studioaufnahe hat durchaus die Lebendigkeit und Spannkraft einer Liveaufnahme, aber auch den tollen Klang und die Perfektion einer Studioaufnahme.
Höhepunkte sind für mich die Eröffnungsarie aus der Kanate "Ich will den Kreuzstab gerne tragen" und die beiden langsamen, großen Arien aus "Ich habe genug", die kann ich mir immer und immer wieder anhören, und bin jedesmal traurig, wenn sie zu Ende sind. So schön kann Musik sein - sie könnte ewig dauern. Thomas Quasthoff erreicht mit dem Berliner Barocksolisten hier Höhen, eine Klasse, die fast unglaublich ist. Die Amerikaner würden sagen: The sky is the limit!
Diese CD hat etwas an sich, was man nicht in Worte fassen kann. Deswegen, mein Rat an alle Freunde von guter Musik: diese CD kaufen, einlegen, anhören und abheben!
Die vorliegende Aufnahme enthält die 3 wunderberen Solokantaten für Bass von Johann Sebastian Bach. Nun gibt es ja eigentlich keinen Mangel an guten Aufnahem dieser Kantaten, sei es von Dietrich Fischer-Dieskau, Peter Kooy (mit Philippe Herreweghe) oder Mathias Goerne. Aber, trotz der großen Konkurrenz, für mich ist diese neue CD die beste Aufnahme dieser Werke, die ich kenne. Zusammen mit den Berliner Barocksolisten zieht Thomas Quasthoff wieder einmal alle Register seines unglaublichen Könnens. Man hört seine großer Erfahrung mit Bach, und man hört vor allem seine große Liebe zu Bach.
Die Berliner Barocksolisten begleiten wunderbar sensibel und lebendig. Sie spielen auf modernen Instrumenten, aber durchaus, ja, man könnte sagen, 'historisch informiert', lassen also die Erkenntnisse der historische Aufführungspraxis mit einfließen, etwa in Fragen der Phrasierung und in der Wahl der Tempi. Aber, man sollte nicht zu sehr über solche Fragen nachdenken, weil sie nicht zielführend sind. Puristen mögen sich darüber ereifern können, für den normalen Musikliebhaber ist viel wichtiger, dass da inspiriert und lebendig musiziert wird, dass es einen ergreift und anrührt. Und genau das passiert hier!
Ich finde schon allein die wunderbar kernige und dennoch samtige, perfekt geführte Stimme von Thomas Quasthoff immer wieder sensationell. Und, wie gewohnt, möchte man fast sagen, gestaltet er ungemein differenziert, sehr phantasievoll und abwechslungsreich. Er spannt weite Bögen und tritt in einen echten Dialog mit dem phantastischen Orchster, besonders mit dem Oboensolisten Albrecht Mayer. Was Albrecht Mayer auf dieser CD leistet, ist für mich sensationell. So viele Farben, so viele Details, so viel Leben, das ist schon die ganz hohe Schule. Herr Meyer dürfte zur Zeit auf seinem Instrument ohne Konkurrenz sein.
Das Tolle ist, dass es für Thomas Quasthoff kein Problem ist, die ihm zugespielten Bälle aufzunehmen und, eventuell noch mal verfeinert zurückzuspielen, oder ganz neue Bälle ins Spiel zu bringen. Das ist wirklich lebendiges Musiziern, das ist Kammermusik der Extraklasse. Und lässt auch darauf schließen, dass die Aufnahme wohl in sehr langen Takes realisiert worden ist, was immer ein gutes Zeiche ist. Denn, diese Studioaufnahe hat durchaus die Lebendigkeit und Spannkraft einer Liveaufnahme, aber auch den tollen Klang und die Perfektion einer Studioaufnahme.
Höhepunkte sind für mich die Eröffnungsarie aus der Kanate "Ich will den Kreuzstab gerne tragen" und die beiden langsamen, großen Arien aus "Ich habe genug", die kann ich mir immer und immer wieder anhören, und bin jedesmal traurig, wenn sie zu Ende sind. So schön kann Musik sein - sie könnte ewig dauern. Thomas Quasthoff erreicht mit dem Berliner Barocksolisten hier Höhen, eine Klasse, die fast unglaublich ist. Die Amerikaner würden sagen: The sky is the limit!
Diese CD hat etwas an sich, was man nicht in Worte fassen kann. Deswegen, mein Rat an alle Freunde von guter Musik: diese CD kaufen, einlegen, anhören und abheben!
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