Kurzbeschreibung
Die drei vorliegenden Kantaten komponierte Bach in seiner Anfangszeit als Thomaskantor in Leipzig in den Jahren 1724 und 1725. Zur wesentlichen Aufgabe des Kantors gehörte die Komposition gottesdienstlicher Musik, insbesondere die der Kantaten für Sonn- und Festtage. Die Kantate „Jesu, nun sei gepreiset“ (BWV 41) wurde für den Neujahrstag 1725 komponiert. Vier Monate später entstand für den Ostersonntag die Kantate „Bleib bei uns, denn es will Abend sein“ (BWV 6). Am 2. April 1725 wurde sie zum ersten Mal aufgeführt. Für den Pfingstmontag desselben Jahres wurde „Also hat Gott die Welt geliebt“ (BWV 68) geschrieben. An diesem Tag erinnert die Kirche an die erste Predigt im öffentlichen Leben Christi, an die Worte, die er an Nikodemus richtet und die im Johannesevangelium stehen: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Joh. 3, 16).
Bach setzte für diese Kantaten das Violoncello piccolo ein. Es ist denkbar, dass der Kantor zu jener Zeit einen Schüler hatte, der dieses Instrument spielte. Im Laufe der Zeit verdrängte das Violoncello allmählich die Viola da Gamba allmählich, dennoch favorisierte Bach das Cello nicht, sondern verwendete sowohl alte als auch moderne Instrumente in seinen Werken, da er darin mehrere charakteristische Ausdrucksmöglichkeiten sah. Gespielt wird das Violoncello auf dieser Aufnahme von Christophe Coin, der auch das Ensemble Baroque de Limoges dirigiert. Dazu singt der Kammerchor Accentus unter der Leitung von Laurence Equilbey. Mit den vier Solisten der Profiklasse, Barbara Schlick (Sopran), Andreas Scholl (Countertenor), Christophe Prégardien (Tenor) und Gotthold Schwarz (Bass), ist dies eine äußerst gelungene Aufnahme.
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