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Kant und das Schnabeltier
 
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Kant und das Schnabeltier [Gebundene Ausgabe]

Umberto Eco , Frank Herrmann
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Kant und das Schnabeltier + Platon und Schnabeltier gehen in eine Bar...: Philosophie verstehen durch Witze
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 584 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser; Auflage: 2 (13. März 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446198695
  • ISBN-13: 978-3446198692
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 15 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 389.035 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Umberto Eco
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Gestatten, eine philosophische Frage: Was ist das Schnabeltier? Ein Maulwurf, eine Ente, ein Fisch? Legt es Eier oder säugt es? Wem jetzt dazu spontan nichts einfällt, der kann natürlich zurückfragen: Was, Bitte, hat das Schnabeltier mit Philosophie zu tun? Genau an diesem Punkt setzt Umberto Eco in seinem jüngsten Werk an. Die klassifikatorische Verlegenheit wird zur sprachphilosophischen Fragestellung: Wie gelangt der Mensch überhaupt zum Begriff eines bisher unbekannten Gegenstandes? Wie funktioniert, was Kant die "reflektierende Urteilskraft" genannt hat, das hypothetische Fortschreiten vom Besonderen zum Allgemeinen? Oder: "Überlegen wir uns, was Kant erlebt hätte, wenn ihm ein Schnabeltier begegnet wäre."

Im Universum der Gelehrsamkeit Umberto Ecos sind das keine neuen Fragen, und letzten Endes stehen sie inmitten der Material- und Gedankenfülle dieses Buches wie erste unter gleichen. Etwa neben dem ontologischen Grundkurs "Vom Sein", den Eco aus sprachanalytischer Perspektive aufrollt oder der Frage nach der Peirceschen "Ikonizität" der Zeichen. Ecos Erbe von dem amerikanischen Pionier der Semiotik macht sich auch in diesen neun neuen Aufsätzen bemerkbar, in einer Auseinandersetzung mit Peirces Kant-Lektüre.

Auf Ecos Weg von einer speziellen semiotischen Theorie hin zu einer allgemeinen Kulturtheorie des Zeichenverstehens ist dieses Buch die vorläufig letzte große Wegmarke -­ keine Neubearbeitung, sondern die gewissenhafte "Ergänzung und Korrektur" seiner einflussreichen Semiotik. Und wenn dieser Weg nicht auch ein Weg vom blutleeren strukturalistischen Stil der 60er Jahre hin zur Lust am Fabulieren gewesen wäre, müsste man nicht extra erwähnen, dass dies kein Roman ist. Auch wenn bei dem Titel mancher gehofft haben mag, es wäre einer. --Nikolaus Stemmer

Pressestimmen

"Der unendlich begabte Semiotiker und Philosoph, Journalist und Erzähler aus Bologna vollbringt das Kunstwerk, eine vertrackte und verhexte Materie gelockert und verschmitzt, voller Spaß und Tiefsinn zu erzählen." Reinhard Brandt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.03.00 "Keine Angst: wir lesen kein biologisches Fachbuch, sondern einen Text, der uns in eleganter Weise mit viel 'Brotlosigkeit' konfrontiert, ein Buch, das glänzend formuliert, vielleicht nur um seiner selbst willen geschrieben wurde. Eher Kunststück als Abhandlung." Harald Loch, Südkurier, 04.08.00

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Reibold TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist eine Fortschreibung von Eco: "Semiotik" und beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Zeichen / Wörtern / Bildern und Erkenntnis. Als Aufhänger wird eine hypothetische Begegnung Immanuel Kants mit einem Schnabeltier benutzt: Hätte Kant gewusst, wie er das Schnabeltier (so etwas wie ein im Wasser lebender Maulwurf mit Entenschnabel, der Eier legt) einordnen soll?

Eco bezieht sich auf die bekannten Kategorien Kants und dessen Schemata. Zum besseren Verständnis werden die Erkenntnisse von Peirce heran gezogen. Demnach gibt es drei Phasen der Erkenntnis, die ich mir wie folgt vorstelle: "Firstness" (ich sehe Rot), "Secondness" (ich sehe etwas Rotes mit weißer Schrift darauf, das sich vom Hintergrund abhebt), "Thirdness" (ich sehe eindeutig ein Stoppschild). Diese Phasen werden mit weiteren Theorien verknüpft (u. a. Kognitivismus und Ecos Semiotik), wodurch man z. B. erhellen kann, wie der Aztekenkaiser Montezuma auf die Pferde der spanischen Eroberer reagiert haben könnte. Darüber hinaus werden soziale Konventionen und Möglichkeiten der Definition erläutert. Vieles ist anscheinend noch umstritten.

Man kann die oben angeführten Phasen auch im Lichte der Philosophie von Ayn Rand betrachten (siehe Peikoff: "Objectivism"):

Firstness = Sinnesempfindung (von Peikoff sensation genannt)
Secondness = Wahrnehmung (percept)
Thirdness = Erkenntnis (concept)

Das Ergebnis ist also ein Konzept, welches kontextabhängig absolut beschreibt, was einen Gegenstand ausmacht. Wie Ayn Rand erkannte, läuft der Übergang zwischen Phase 1 und 2 automatisch ab, während der zwischen Phase 2 und 3 bewusst angestoßen werden muss. Die Erzeugung des Konzeptes läuft demnach auf einem mathematischen Wege ab, indem aus einer Klasse ähnlicher Gegenstände die Merkmale erfasst werden, wobei jedoch die Messwerte fallen gelassen werden: ein Tisch besteht aus einer Ebene (rund, eckig usw.) mit Stützen (eine in der Mitte oder mehrere usw.). Diese Theorie hört sich für mich sinnvoll und richtig an.

Ecos Buch ist meines Erachtens ohne Kenntnisse der Semiotik schwer verständlich. Wer keine Grundkenntnisse der Philosophie hat (zumindest Plato, Aristoteles und insbesondere Kant), wird aus diesem Buch gar keinen Nutzen ziehen können. Da ich keine Kenntnisse in Semiotik besitze, kann ich nur die Unterschiede zu anderen Philosophen erkennen, aber die Richtigkeit des Werkes im Bereich der Sprachphilosophie nicht beurteilen.
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