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Was ist mit Kansas los? Wie die Konservativen das Herz von Amerika erobern
 
 

Was ist mit Kansas los? Wie die Konservativen das Herz von Amerika erobern (Gebundene Ausgabe)

von Thomas Frank (Autor), Friedrich Griese (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 302 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag; Auflage: 1., Aufl. (März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827006082
  • ISBN-13: 978-3827006080
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 728.837 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Viele durchaus normal begabte Europäer können nur schwer begreifen, wie die fast schon triumphale Wiederwahl von US-Präsident George W. Bush im Herbst 2004 möglich war. Dies zumal, da man hierzulande schon bei seiner ersten Wahl im Jahr 2000 nicht schlecht darüber gestaunt hatte, was sich auf der anderen Seite des Atlantiks zutrug. Doch muss man sich seiner Begriffsstutzigkeit nicht schämen! Selbst begabtere (nicht nur Ostküsten-)Amerikaner reagieren auf das nach Ansicht manches Experten spieltheoretisch absurde Wahlverhalten der Mehrheit der US-Wähler mit ratlosem Staunen.

Wie, so fragte sich etwa Thomas Frank, ist es möglich, dass Bush ausgerechnet im ärmsten County der USA über 80 Prozent der Stimmen erhält? Wie sich so viele Menschen hinsichtlich ihrer eigenen Interessen so gründlich irren könnten, sei „in mancherlei Hinsicht die Frage unserer Zeit“. Das ganze politische Leben Amerikas drehe sich um „diese geistige Verirrung“, von der er glaubt, sie sei das Fundament der amerikanischen politischen Ordnung: „die Grundlage, auf der alles andere beruht.“ Sein Buch ist der Versuch, sich und uns zu erklären, wie es dazu kommen konnte, dass sich das republikanische Wahlvolk immer wieder und immer fragloser von evangelikal-moralinen Phrasen an die Wahlurnen locken lässt und anschließend fromm und stumm die Folgen einer ebenso desaströsen wie unfrommen Politik erträgt.

Franks Buch ist eine Mischung aus schwer zu widerlegenden Fakten, einleuchtenden Interpretationen und -- dies vor allem! -- sprachlich vorzüglich vorgetragener, ätzender Polemik (die Friedrich Griese ebenso vorzüglich ins Deutsche übertragen hat): „Kansas ist bereit“, lautet demgemäß denn auch das Fazit des Bandes, „uns singend in die Apokalypse zu führen. Es lädt uns alle ein, mitzumachen, unser Leben hinzugeben, damit andere oben kassieren können; für immer unserem mittel-amerikanischen Wohlstand zu entsagen, um einer zornroten Phantasie von mittel-amerikanischer Rechtschaffenheit nachzujagen.“ -- Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Warum wählen so viele Amerikaner gegen ihre wirtschaftlichen und sozialen Interessen? Das ist die Kernfrage nach Georg W. Bushs Triumph an den Wahlurnen und das fundamentale Rätsel, dem Thomas Frank sich mit seinem neuen Buch zuwendet. Wo bleibt der Aufschrei über Korruption, Selbstbereicherung und militante Politik? Warum beschäftigen sich die Leute mehr mit vermeintlichen Verletzungen der Zehn Gebote, mit Abtreibung und Homosexualität als mit der Aussicht auf weiter fallende Löhne oder das Monopol wirtschaftlicher Macht, das ihren Wohlstand und ihre Lebensweise direkt bedroht? Thomas Frank, einer “der klügsten Gesellschaftskritiker Amerikas” (Los Angeles Times) löst das größte politische Rätsel unserer Zeit mit einer scharfsinnigen und zugleich witzigen Analyse der konservativen Revolution in seinem Heimatstaat Kansas, dem statistisch ärmsten Staat der Region. Wie in weiten Teilen Mittelamerikas sind es hier gerade die Verlierer der Gesellschaft, die sich bedingungslos dem republikanischen Credo unterwerfen. Die Folge ist eine erstaunliche Allianz der Ärmsten mit den Reichen. Nach dem erneuten Wahlsieg Bushs eine Pflichtlektüre für alle, die die neue amerikanische Gesellschaft und ihre Werte verstehen wollen!

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Warum Amerika republikanisch wählt, 24. Mai 2005
Von Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)    (REAL NAME)   
"What's the matter with Kansas" fragt Frank in der Originalausgabe. Ein Blick auf die Wahlergebnisse in den USA zeigt, dass die Küsten meist demokratisch und der Kontinent republikanisch gewählt haben. Kansas liegt nicht nur genau in der Mitte, es repräsentiert demographisch und wirtschaftlich auch relativ genau den Durchschnitt der mittleren USA. Kansas, seit Jahrzehnten durch Demokraten regiert, hat 2004 zu den Republikanern gewechselt, und das laut Frank, obwohl deren Programm für den Großteil der Bevölkerung nachteilig ist. Wie konnte das passieren?

Frank sieht in den Republikanern "a group of frat boys, lawyers and CEOs that has managed to convince the world that it speaks on behalf of the common people". Es wird Jesus gepredigt, doch moralische Werte im Zweifelsfall noch immer hinter Profiten und Geldgier des Großkapitals zurückgestellt. Die Republikaner vertreten laut Frank die Interessen der Reichen, profilieren sich jedoch als Vertreter der Gläubigen, Arbeiter und Armen. Paradoxe Zustände. Das Ergebnis seien Farmer, die sich von ihrem Land runter wählen; Arbeiter, die sich in die Armut wählen und Rekord-Einkommen für die CEOs.

Anhand von gebrochenen Wahlversprechen, Tatsachenverdrehungen und viel Lokalpolitik zeigt der in Kansas City gebürtige Frank auf, wie sich der Meinungsumschwung in den Jahren 1992-2004 entwickelt hat. Die umfangreichen Informationen hierzu werden dem deutschen Normalbürger wahrscheinlich zu weit gehen, es sei denn, man ist ein ausgesprochener Kansas-Fan. Das Buch ist eher in dem Sinn interessant, dass ein kritischer Amerikaner die typische Situation einer Stadt der kontinentalen USA aufzeigt.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Scheinheiligkeit der Konservativen, 28. November 2005
Ich finde dieses Buch sehr gelungen, zumal man als Durchschnitts-Mitteleuropäer Amerika großteils nur aus verschiedenen Klischees kennt. Die Schilderung der Armut und der Entwicklung auf dem Land ist sehr aufschlussreich und erschreckend. Die Erpressungsversuche der Großunternehmen kennen wir ja auch in Europa. Wenn zum Beispiel ein Politiker zitiert wird, der der Meinung ist, dass es besser für eine Stadt oder ein Land ist, kein Standort für einen großen Konzern zu sein, sollte uns das nachdenklich stimmen. Ein sehr interessantes Buch, kurzweilig geschrieben, wenn es auch einige Wiederholungen gibt.
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