Naja... es kracht, es zischt, doch taugt es nischt? Ganz so schlimm ist es nicht, aber letztlich ist das ein parasitärer Aufguss, in dem Regie-Routinier Paul Wendkos mal zeigen wollte, dass es der Ami genauso dicke treiben kann wie der Italiener, wenn man ihn nur lässt und ihm ein etwas größeres Budget gibt. Langweilig ist der Film bestimmt nicht geworden, professionell ist er ohne Zweifel, aber die unverschämte Rotzigkeit der besten Italowestern ist dem Professionellen zum Opfer gefallen. Mit Spaghetti Country hat "Kanonen für Cordoba" höchstens gemeinsam, dass er mit Frauen nix anfangen kann, die nur gut aussehen dürfen. Aber ihre Motivation ist entweder unverständlich, oder sie sind die Schlange, der man nicht trauen darf (d.h. entweder der Held darf es nicht, oder der Held schläft mit ihr und der Böse darf ihr nicht trauen, da George Peppards Libido sie sogleich zum Verrat bewegt). Wem das gefällt, der mag diesen Film gucken. Wer es etwas genauer wissen will, sei auf meine Rezension bei spielemagazin.de verwiesen.