Der im Jahr 1935 geborene estnische Komponist Arvo Pärt gehört zu den bedeutendsten heute noch lebenden Komponisten; etwa eine CD pro Jahr mit einem neuen Werk Pärts bestätigt, daß dies zu Recht der Fall ist. Dabei ist vor allem zu bemerken, daß Arvo Pärt es immer wieder schafft, moderne Stücke zu komponieren, ohne dabei abgehoben und unverständlich zu werden; die Stücke können einem einfach gefallen; trotzdem werden immer neue Ideen verwirklicht, so daá Pärts Musik etwas Eigenständiges ist. Eines seiner Glanzstücke heiát "Kanon Pokajanen" und stammt aus dem Jahr 1998. Es handelt sich hierbei um ein religiöses Werk für Kammerchor, das hier vom Estonian Philharmonic Chamber Choir unter Tänu Kaljuste hervorragend interpretiert wird. Der Kanon, der aus neun Oden, Kondakion und Ikos sowie dem "Prayer after the Kanon" besteht, zeigt auf wunderschöne Art und Weise die tiefe Religiosität Arvo Pärts; der Hörer kann die Klänge aufsaugen; und obwohl es sich nicht um allerleichteste Kost handelt, bereitet der Kanon vom ersten Hören an Freude; aber auch bei jedem weiteren Hören werden neue Entdeckungen gemacht, die den Genuß noch steigern. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)