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Benjamin Lebert
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Broschiert --  
Taschenbuch, 13. Mai 2008 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (13. Mai 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442467284
  • ISBN-13: 978-3442467280
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 309.756 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Benjamin Lebert
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Der fragmentarisch anmutende Titel bezieht sich auf ein beliebtes Partyspiel. Jemand erfindet eine Geschichte und fordert den Mitspieler in der Runde auf, diese weiterzuspinnen. Wem nichts einfällt, der ist raus. Im dritten Werk des Senkrechtstarters Benjamin Lebert geht es ja durchaus auch um Versagensängste nach dem großen Erstling, um Schreibhemmung und das Versiegen von Geschichten. Lebert, ein nachdenklicher junger Schriftsteller und meilenweit entfernt von unseren notorischen Popliteraten, unternimmt nun buchstäblich eine Reise ins Quellgebiet des Erwachsenwerdens, die Widrigkeiten und Fährnisse im Leben zweier junger Menschen.

Im Mittelpunkt steht der Erfolgsautor und Ich-Erzähler Tim Gräter, der nach seinem Romanerfolg zum Darling der Branche mutierte (dass Lebert hier die eigene Karriere nach Crazy zum literarischen Gegenstand macht, ist offensichtlich). Den schreiblahmen, am Leben (ver)zweifelnden Melancholiker verschlägt es auf einen Interrailtrip durch Schweden und Norwegen. Mit an Bord, die schräge Zufallsbekanntschaft Tanja. Doch statt des erhofften Sexabenteuers entwickelt diese zutiefst verstörende Züge. Man zeltet, logiert in den besten Hotels oder findet – dank Tims Auslandserfolg – in einer verlagseigenen Villa noble Unterkunft. Ein weiterer hier residierender verruchter Dichterfürst, der sich wild selbst zelebriert, lässt die Sicherungen der selbstzerstörerischen Tanja schließlich ganz durchbrennen.

Es ist das alte Lied. Selbst die federleichteste schwedische Sommerlandschaft wird zum reinsten Katastrophengebiet, wenn im Rucksack die ungelösten Probleme mitreisen. Als Tanja sich gar mit Rasierklingen selbst zuleibe rückt, verdunkeln Mutmaßungen über frühes Leid, Liebe und Tod endgültig die Sommersonne. Überdies begleitet Tims behinderter Bruder, der unlängst Selbstmord verübte, als unsichtbarer Geist die Reisenden. Die immer wieder eingestreuten Lesereisen plus amouröser Erfahrungen des Autors hingegen wirken wie ein Fremdkörper. Zu gerne hätte man die Bekanntschaft mit Tim und Tanja etwas vertieft und mehr über die Ursachen einer Beschädigung erfahren. Diese Akte hat Benjamin Lebert in seinem bittersüßen Reiseroman leider etwas zu eilig geschlossen. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

kulturnews.de

Zwei kaputte Jugendliche auf gemeinsamer Interrail-Reise durch Skandinavien: Tim ist mit 21 bereits Bestsellerautor, aber für die eigene Befindlichkeit findet er keine Worte. Die 18-jährige Tanja spielt nach außen den Sonnenschein, doch im Verborgenen ritzt sie sich. Unglaublich, wie sensibel und hintergründig „Crazy"-Autor Benjamin Lebert auch im dritten Roman die Gefühlsnöte seiner jugendlichen Helden beschreibt. Schade nur, dass er sich klischeehafte Seitenhiebe auf den Literaturbetrieb nicht verkneifen konnte. (cs) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von J. Ebner
Format:Broschiert
Benjamin Lebert hat eine außergewöhnliche Art Bücher zu schreiben. Schon sein erster Roman "Crazy" deutete auf ein großes Schreibtalent hin. Mit diesem zweiten Roman skizziert er die Geschichter zweier Jugendlicher, die sich auf einer gemeinsamen Reise näher kommen. Das Buch ist nicht witzig, an manchen Stelle bekommt man sogar das Gefühl es an die Wand werfen zu wollen und stellenweise muss man es aus der Hand legen. Dennoch kann ich es in jedem Fall weiter empfehlen. Es ist einfach mal etwas anderes, aus der Feder eines Jungautores geschrieben, der schon mit seinem ersten Roman sein Schreibtalent unter Beweis stellen konnte.

Lesenwert, aber nicht die "Gute-Nacht-Lektüre".
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Lebert setzt in diesem Buch fort, was er in seinen anderen begonnen hatte: poetische, aufmerksame Beschreibung von seiner Umgebung und den Menschen darin, mitunter interessante Themen, das Gefühl für Einsamkeit und Entfernung seiner Umgebenheit, einige philosopische Gedanken - und Selbstmitleid. Manchmal wirkt es wie eine Selbstkritik, eine Selbstanalyse, doch nach einiger Zeit stand für mich außer Frage, das vieles davon pures Selbstmitleid war. Nicht umsonst sind die Hauptfiguren Leberts ihm selbst ziemlich ähnlich. Die Geschichte, die er erzählt, könnte mit etwas mehr Abstand gut werden, so war sie für mich ab einer gewissen Seite nur nervig, immer den Gedanken im Hinterkopf: "Junge, wenn dich alles so ankotzt, dann ändere endlich mal was!"

Der Schluss wirkt in manchen Zügen konstruiert und nicht zu Ende gebracht, teilweise etwas zu dick aufgetragen. Auch merkt man, dass Lebert einige seiner Figuren und Dialoge nur benutzt, um eine bestimmte Aussage zu machen, was den Realismus des Buches schmälert.

Zudem störte mich die Tatsache, dass die Hauptperson jedes Mädchen/jede Frau, die er trifft, in mehr oder weniger zwei Kategorien einteilt: "Ich will mit ihr schlafen"/"Ich will nicht mit ihr schlafen". Sicher passt es zum Buch und zur Person, und es wird sogar innerhalb des Buches angesprochen, aber trotzdem fühlte ich mich als weibliches Wesen doch etwas angegriffen. Natürlich ist das eine persönliche Sache, aber es war auch ein Grund, warum ich das Buch nicht so genießen konnte.

Leberts Schreibstil hat sich weiterentwickelt. Dennoch schwankt das Buch zwischen einer Teenagergeschichte, Küchentischphilosophie und einer ernsthaften Betrachtung menschlicher Wesenzüge. Leider kann es sich für keines davon richtig entscheiden, sodass mein Endeindruck doch eher gespalten ist.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kann er... 2. Juni 2006
Von Fenja
Format:Broschiert
"Wo immer man auch ist auf dieser Erde, man kann unmöglich verloren gehen." Der letzte Satz des Prologs, der Anfang einer wunderbaren Geschichte von zwei Fremden, deren Wege sich zufällig trafen, auf der Suche nach sich selbst.
Auf den 266 Seiten glaubt man Benjamin Lebert; während des Lesens hat man das Gefühl, wirklich nicht verloren gehen zu können. Für ein paar Stunden befindet man sich mitten im Gefühlswirrwarr von Tanja und Tim, die eine Interrail-Reise durch Skandinavien machen, hofft und bangt mit ihnen, wünscht ihnen das Beste und würde dann und wann gerne in die Geschichte eingreifen, um den beiden irgendwie zu helfen. Man findet in diesem Buch nicht nur den Autor, sondern manchmal auch sich selbst wieder...
Benjamin Lebert spart sich die offensive Kritik an Musik, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft ganz im Gegensatz zu anderen Autoren in seinem Alter. Doch in jedem seiner Sätze schwingen Angst, Liebe, Wut, Sehnsucht und Traurigkeit mit. Die wahre Kritik seiner Werke: die Unterdrückung der Gefühle.
Das Alltägliche, das im Alltag oft verloren geht, die zwischenmenschlichen Konflikte, sind die Themen, die Leberts Bücher von den anderen unterscheiden. Er bedient sich keiner leeren Floskeln, keinen Stilmitteln aus dem Lehrbuch. Dass er so schreibt wie die Jugend heutzutage denkt, dass er das beschreibt, was alle sehen, aber nicht in Worte fassen können, macht ihn als Schriftsteller einzigartig.
Und so endet der Roman mit einem Satz, der auch die Hoffnungen einiger Leser an Lebert widerspiegelt: "Lass und einfach so weitermachen."
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Ich muss ersteinmal sagen, dass ich vor "Kannst du" noch kein Buch von Benjamin Lebert gelesen habe, und dass dieser Zustand- angesichts meiner gerade gemachten Erfahrungen mit... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von babbel512 veröffentlicht
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Benjamin Lebert war der literarische Shootingstar des Jahres 1999, als er mit gerade 17 Jahren seinen vielgelobten Debüt-Roman Crazy" vorlegte. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Andreas Schröter veröffentlicht
Familien Klüngel
In der Frauenzeitschrift "Brigitte" ist zu lesen:

"Wunderkind, das war mal. Benjamin Lebert ist einfach ein sehr, sehr guter Schriftsteller. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Juni 2009 von notenrolle
Belanglose Roadmoviegeschichte ohne jeglichen Unterhaltungswert
Deutet man den Titel, nach dem man das Buch gelesen hat, bleibt ein riesiges Fragezeichen auf der Stirn. "Kannst du" - wer kann was? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Juni 2008 von Christof Bente
Sprudelnder Reisebericht aus einem besonderen Leben
Dieses Buch berührt und unterhält zugleich durch einen unglaublichen Detailreichtum, erfrischend direkt, dabei aber nie banal, gekünstelt oder konstruiert - selten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. April 2008 von Lesefee
Eine Qual zu lesen!
Der Roman 'Kannst du', welcher 2006 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen ist, stellt Benjamin Leberts drittes Werk dar. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. März 2008 von Kyû
"Kannst du"? -Ja, mich: Am A****!
Manche Leute haben ein falsches Bild von sich. Z.B. der Rezensent: Nachdem ich den unförmig aufgeschwemmten Erstling des Ekelautoren Thor Furunkel komplett gelesen hatte, war... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2007 von Mataricvan
Ein selten schlechtes Buch
Benjamin Lebert gilt ja als "Wunderkind" - dementsprechend sind die Erwartungen hoch. Aber auch gewöhnliche Erwartungen an einen Roman kann dieses Buch in keinster Weise... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. August 2007 von uwes
Mein letztes Buch von Lebert
Wieso kommt in jedem Buch von Lebert ein halbseitig gelähmter vor? Klar sind seine Romane alle autobiographisch, aber sein Leben und seine Phantasie reichen nicht aus, um mehr... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Juni 2007 von Azamat Bagatov
Heldenhafter Kampf gegen die Einsamkeit?!
Die Genialität dieses Buches habe ich wirklich nicht erkannt! Ich habe viele positive Kritiken über diesen Autor gelesen, bevor ich mir sein neustes Buch "Kannst du"... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Mai 2007 von LeiaSkywalker
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