Ich habe das Buch gekauft, weil ich mehr über mein kleines Haustier wissen möchte und worin gelegentliches Unwohlsein begründet sein kann sowie Hinweisen, was zu tun ist. Dazu sagt das Buch leider so gut wie nichts.
Stattdessen befasst es sich mit schweren Kaninchenkrankheiten, bei denen es sehr oft heißt, eine Behandlung sei aussichtslos. Bloß werde ich den Verdacht nicht los, dass zumindest in einigen Fällen etwas getan werden könnte und nur die Therapie für einen Züchter völlig unrentabel ist. Nur sieht jemand, der womöglich seinen kleinen Freund verliert, das natürlich anders.
Was mich aber vor allem sehr irritiert hat, sind zwei Behauptungen, die im Widerspruch stehen zu dem, was ich sonst gelesen bzw. selbst beobachtet habe. An einer Stelle wird als Symptom einer Krankheit unter anderem Erbrechen genannt. Ich habe in dem Buch von Lackenbauer über Kaninchenfütterung gelesen, dass das wegen des äußerst geringen Muskelanteils im Verdauungsapparat der Kaninchen gar nicht möglich ist.
An einer anderen Stelle ist zu lesen, dass auf eine Pupillenreaktion geachtet werden solle. Auch dazu kann ich nur sagen, aus anderer Literatur entnommen zu haben, dass Kaninchen die Pupille nicht den Lichtverhältnissen anpassen können. Und aus dem Umgang mit meiner kleinen vierbeinigen Freundin kann ich das nur bestätigen.
Für weitere Kritik fehlt mir die Fachkenntnis, aber die beiden genannten "Merkwürdigkeiten" machen mich misstrauisch.