Also - eins muß man den Pfaffs lassen: Fotografieren können sie! Überhaupt spürt man dem Band ab, daß er mit viel Liebe geschrieben wurde und sehr persönlich einen Urlaub beschreibt. Das ist gut. Aber reicht das für einen guten Reiseführer? Abgesehen von zahlreichen Fehlern (man fragt sich, wie er auf der 49m langen "Bluenose" 4 Masten unterbringt)und Schwächen im Ausdruck ("Schutz bieten hiesige Mückenschutzsprays, die erfahrungsgemäß den besseren Abwehrschutz beinhalten"), wirken manch persönliche Schilderungen, wie die todesmutige Elchbegegnung auf Cape Breton ziemlich peinlich. Wenn dann noch Rita McNeill und Sam Moon als authentisch-keltische Begleitmusik zur keltischen Kultur Nova Scotias empfohlen werden, ringt einem gut informierten Freund keltisch-kanadischer Musik das nur ein mitleidiges Lächeln ab (und die Empfehlug, wenigstens einen Wochenendkurs mit ein paar Ceilidhs am Gaelic College in St.Anns zu belegen). Fazit: Nett, persönlich, aber zumindest als einziger Reiseführer für die Urlaubsvorbereitung zu wenig!