Wir sind gerade von einer dreiwöchigen Rundreise aus dem Osten Kanadas zurück. Für die Planung der Reise sowie die Informationen vor Ort haben wir u.a. auch den Ivanowski Reiseführer verwendet.
Insgesamt sind wir sehr zufrieden gewesen, da der Reiseführer aus unserer Sicht genau die richtige Mischung aus inhaltlicher Tiefe und notwendiger Kürze bei der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten enthält.
Wir hatten schon eine recht genaue Vorstellung was wir wann wo und wie anschauen wollten, bzw. wir hatten die Reise mit Hilfe zweier Reiseführer geplant. Der Iwanowski Reiseführer war für uns vor Ort immer wieder das hilfreiche Nachschlagewerk für die wiederkehrende Frage "was war hier noch mal?".
Auch bei der Planung im Vorfeld war er sehr hilfreich. Wenn man eine andere Route fährt als die Autorin, dann muss man natürlich manchmal ein wenig suchen, aber wir haben immer alles recht schnell gefunden.
Nachfolgend noch einige Anregungen / Anmerkungen.
Auf S.358 wird auf die Fährverbindung von Les Escoumins nach Trois-Pistoles hingewiesen, die ab 2007 wieder aufgenommen werden soll. Vor zwei Wochen (Aug. 2008) hat es dort nicht so ausgesehen, als ob bald wieder eine Fähre führe. Baumaschinen sind zu sehen, aber alles ist noch mit dicken Betonpollern versperrt. Irgendwelche Hinweise auf eine Wiedereröffnung sind nicht zu finden vor Ort. Gezwungenermaßen sind wir dann einfach weitergefahren.
Weiter nördlich in Forestville gibt es eine schnelle Katamaranfähre über den St. Lorenz Strom. Die Überquerung dauert weniger als 1 Stunde und kostet ca. 80$ (2 Erwachsene + 1 Auto). Anzumerken ist, das einige geplante Überfahrten am Tagesrand (morgens, abends) aufgrund des hohen Ölpreises ersatzlos gestrichen wurden. D.h. wenn man hier übersetzen möchte, sollte man eher zur Mittagszeit dort auftauchen. Dann sind die Chancen ganz gut. Die Überfahrt ist dann schnell und bequem.
Im Hinblick auf die im Reiseführer erwähnten Nationalparks würden wir eine Ergänzung und eine inhaltliche Vertiefung vorschlagen.
Auf dem Weg von Montreal nach Quebec auf der Nordseite des St. Lorenzstroms befindet sich der Nationalpark der Mauricie. Dieser findet in dem Reiseführer leider gar keine Erwähnung. Grundsätzlich unterscheiden sich die Nationalparks auf dem Festland grundsätzlich nicht so sehr. Im Park der Mauricie hat man die Möglichkeit, Bären und Moose in freier Wildbahn zu beobachten mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit (unter Führung natürlich).
Dies war für uns in jedem Fall eines der Highlights der Reise. http://www.cdit.qc.ca/absm/anglais/auberge/observe/observe.htm
Hätten wir den Park nicht in einem anderen Reiseführer entdeckt, so wäre unsere Reise um einen schönen Höhepunkt ärmer gewesen.
Auf der Halbinsel der Gaspésie befindet sich ebenfalls ein Nationalpark. Dieser wird in dem Reiseführer auch erwähnt, aber man bekommt nicht unmittelbar den Eindruck, dort hinfahren zu 'müssen'.
Der Park ist aus unserer Sicht sehr schön; vermittelt die schroffe Landschaft doch ein Bild von Kanada, wie man es sich landläufig so vorstellt: Bäume bis zum Horizont, wilde Flüsse und wenige Menschen. Die Fahrt durch den Park und anschließend in Richtung Gaspé ist in jedem Fall auch ein Höhepunkt der Reise gewesen. 2 Stunden Fahrt über eine sog. 'Gravel Road', d.h. ein einfacher Schotterweg, links und rechts nur Bäume und Wildnis. Gegenverkehr? 2 Autos ins 2 Stunden. Der Weg ist sicher nur tagsüber zu empfehlen, da dort wirklich nichts ist außer der 'Straße' und Bäume. Hätte uns das Navigationssystem nicht diesen Weg empfohlen, so wären wir mit Sicherheit nicht dort entlang gefahren, aber es war in jedem Fall ein Erlebnis.