DAS perfekte Album für alle, die jegliche Lyrik verachten, einen Fetisch für zusammenhangslose Satzfetzen, die zusammenhangslos zusammengesetzt sind, haben oder einfach nur ihren Selbsthass auf die Spitze treiben wollen.
50 Minuten lang schöpft Haftbefehl aus seinem unendlichen Fundus an beschissenen Wörtern. Eine Bombardierung des Zuhörers mit genialen Wortschöpfungen à la "Cho, Benza, Chabos uvm." Ich will nun nicht den ganzen "Inhalt" (haha) kaputtspoilern. Aber so viel sei verraten: Haftbefehl bringt beschissenen Rap auf ein ganz neues, viel tieferes Level, als man es je für möglich gehalten hat, ähnlich wie die Entwicklung der Computer in den letzten 40 Jahren, schafft Haftbefehl eine ähnlich schnelle Entwicklung. Bloß nach unten. Gaaaaaanz weit nach unten.
Neben grenzdebilen "Gangstarap" (aka. Gelaber über "Koka" und "Kristall") gibt es auch ganz neue Prachtexemplare geistlicher Verelendung. "Ich und meine Sonnenbrille" ist sowas. Elegant wird der "Song" mit dem 20x wiederholenden, lyrischen Feuerwerk "Mhmmm.. Ich und meine Sonnenbrille... Mhmmmmm.. Ich und meine Sonnenbrille.. Mhmm....." eingeleitet, welches verständlicherweise aufgrund der grenzenlosen und bisher nicht für möglich und fassbar gehaltenen gottgleichen Genialität noch 3x innerhalb von 3 Minuten wiederholt wird. Dazwischen hat er noch Sex mit irgendwelchen Frauen. Ergibt sich aber von selbst.
Mehr Text ist mir der Schund nun aber wirklich nicht wert.
Noch viel Spaß all denen, die Gründe suchen Deutschen Rap zu hassen und ebenso viel Spaß an all jene, die die Gründe sind, wieso Deutscher Rap verhasst ist.