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Kampf der Kulturen. SPIEGEL-Edition Band 11 [Gebundene Ausgabe]

Samuel P. Huntington
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
  • Verlag: Spiegel-Verlag; Auflage: 1 (9. Oktober 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3877630111
  • ISBN-13: 978-3877630112
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 342.994 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Anfang einer großen Debatte 13. Juni 2008
Von Delta0219
Huntingtons Werk stellt den Beginn einer der zentralen Diskussionen der Gegenwart dar. Auch wenn man seine Thesen nicht teilt, wird man nicht bestreiten können, dass die Thesen vor dem Hintergrund des Geschehens der letzten Jahre diskussionswürdig sind.

Viele seiner Argumente sind durchaus angreifbar und z.T. bereits wiederlegt. Die von ihm behaupteten "Kernstaaten" der jeweiligen Zivilisation sind z.B. häufig nicht erkennbar. Die von ihm behaupteten Allianzen sind nur sehr punktuell erkennbar (z.B. Iran-Venezuela) und spielen im Gesamtgeschehen eine vernachlässigbare Rolle. Die "Bruchlinien" mag es geben, aber anders als er vermutete: Sie verlaufen längst innerhalb von Gesellschaften und nicht zwischen ihnen.

Die von Huntington angestossene Diskussion jedoch beruht auf der akkuraten Beobachtung einer zunehmenden Polarisierung zwischen Kulturkreisen. In Lateinamerika ist ebenso eine Zunahme antiwestlicher Stimmung zu beobachten wie unter Muslimen weltweit. Huntington führt dies auf kulturelle Faktoren zurück, wobei er etwas unspezifisch bleibt, worin diese bestehen und wie sie sich kausal auswirken.

Vielleicht wäre seine These belastbarer, wenn er weniger essentialistisch argumentieren würde. Bereits vor Huntington wurde argumentiert, dass die nachlassende relative Stärke des Westens Herausfordererideologien und konkurrierende Dominanzansprüche begünstigt.

Dennoch kommt man um Huntingtons These nicht herum. Sie ist nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen, und Huntington selbst argumentiert weit realistischer als die meisten seiner Kritiker, für die häufig nicht wahr sein kann, was nicht wahr sein darf.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Samuel P. Huntingtons Buch über den Kampf der Kulturen (Clash of civilization) ist bis heute sehr umstritten. Viele lehnen – wie sie behaupten – seine These, dass es im 21. Jahrhundert zu einem Zusammeprall der Kulturen kommen müsse, ab, weil sie sagen, dass der 21. September 2001 nicht die Trendwende der Menschheitsgeschichte bedeute, mit dem es zu einer Eskalation zwischen westlicher Hemisphäre und islamistischem Fundamentalismus als Konflikt der Kulturen kommen müsse. Aber Huntingtons Argumentation ist wesentlich breiter als diese Verkürzung auf ein bestimmtes Ereignis es nahelegt. Er spricht davon, dass mit dem Ende des europäischen Imperialismus des 19. Jahrhunderts, mit dem Ende des Kalten Krieges im 20. Jahrhundert eine multipolare Welt entsteht, in der die Kulturkreise immer mehr an Gewicht gewinnen: in der die Nationalstaaten ihre Bedeutung zugunsten der Kulturräume, zugunsten übernationaler Organisationen verlieren, in kontinentalen Großräumen aufgehen, die nur noch von der Identität aus einer Religion, gleicher Lebensweise und vergleichbaren Werten bestimmt sind. Und Huntington sagt, dass dies – frei nach Thomas Kuhn – ein neues Paradigma zur Betrachtung der Weltgeschichte sei, eine Konzentration auf neue Rahmenbedingungen, in denen sich Weltgeschichte abspielt, z.B. zwischen den Kulturräumen, die durch eine oder wenige Nationen zwar bestimmt, aber durchaus nicht dominiert sind, so z.B. der Euro-amerikanische Raum, durch asiatisch-chinesische Raum, der hinduistisch-indische Raum usw.

Huntingtons Buch schreibt – meiner Meinung – nach Geschichte.
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10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vorschlag für eine Neue Weltordnung 13. August 2008
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Zusammen mit Nostradamus gesammelten Prophezeiungen war Samuel Philips Huntingtons "Kampf der Kulturen" eines jener Bücher, die im Zuge von 9/11 im unsicheren Klima des angebrochenen Jahrtausends Bestsellerstatus erlangten. Dabei wussten die wenigsten Leser dass Huntingtons Analyse der weltpolitischen Lage einem 1993 entstandenen Artikel für das hoch angesehene US-Magazin Foreign Affairs, dem konservativeren Gegenstück zur französischen Le Monde, entstammt. Als Reaktion auf das Feedback zu diesem Artikel begann Huntington seinen Artikel zum Buch auszubauen, die Theorien zu vertiefen und weil er ja als Berater des Außenministeriums galt, genoß das Buch sehr schnell große Anerkennung, wie es auch verteufelt wurde. Nun, Huntingtons Prophezeiungen haben sich bisher nicht erfüllt, die Stimmen welche US-Politikern und Thinktanks ein Denken wie im Kalten Krieg vorwerfen sind lauter geworden.

Ursprünglich schrieb Huntington von einem "Clash of Civilisations?", ließ dann aber das Fragezeichen wegfallen und in deutscher Lizenzübersetzung wurde aus dem Zusammenprall der Zivilisationen ein Kampf der Kulturen. Doch so sehr sich Huntingtons Artikel seit 1993 durch Buch und Übersetzung verändert hat, so sehr hat sich auch die Welt verändert.
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