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Der Kameramörder.
 
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Der Kameramörder. (Taschenbuch)

von Thomas Glavinic (Autor)
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 156 Seiten
  • Verlag: Dtv (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423206187
  • ISBN-13: 978-3423206181
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 161.577 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das erschütternde Protokoll eines für die Medien eiskalt inszenierten Doppelmordes, ein verstörender Roman über die gefährliche Macht des Fernsehens und ein atemraubender Krimi über die Lust an der Sensation.

»Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben.« Mit diesem Satz beginnt der Ich-Erzähler seinen Bericht über ein Osterwochenende, an dem er und seine Lebensgefährtin ein befreundetes Paar in der Steiermark besuchen. Während die Medien minutiös über einen am Karfreitag geschehenen Doppelmord an zwei Kindern berichten, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll, pendeln die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen hin und her. Einerseits angewidert, andererseits stets fasziniert und voller Lust an der Sensation kommentieren sie dabei die Handlungsweise der Medien.

Draußen, in der echten Welt, wird gleichzeitg fieberhaft nach dem Mörder gesucht.

Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Krimipreis 2002 für den besten Roman

Der Verlag über das Buch

»Ein verstörendes und verstörend perfekt inszeniertes Planspiel (…). Wenn sonst nichts an diesem Autor zu loben wäre, bliebe immer noch sein staunenswertes handwerkliches Können (…). Ein eiskalt komponierter Roman, der mit solcher inneren Konsequenz zu Ende gebracht wird, dass wir nicht im fernsten glauben, [mit der Lösung] sei etwas gelöst.« Karl-Markus Gauss in der Neuen Zürcher Zeitung

»Ein im Protokollton abgefasster Bericht, der dann besticht, wenn er den von allen moralischen Fesseln losgelösten Voyeurismus einer TV-Gesellschaft erklärbar macht.« Peter Henning im kulturSpiegel

»In Thomas Glavinic' so hervorragendem wie beklemmenden Buch ›Der Kameramörder‹ geht es nicht um einen Mord, sondern um die Kamera, die dabeigewesen ist, und deswegen ist die Geschichte da am nächsten an der Realität, wo diese sich in ihrer eigenen Spiegelung verliert.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Bis zum letzten, alles entscheidenden Satz eine einen unglaublichen Sog entwickelnde Prosalektüre.« Rheinischer Merkur

»„Der Kameramörder“ fesselt als intelligenter Krimi zum Thema Reality-TV: Man muss ins Fernsehen kommen, um sich wirklich und wichtig zu fühlen. Auf interessante Weise lässt sich mit diesem Roman ein fernsehfreier Abend verbringen.« Frankenpost


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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unmenschlich sachlich!, 15. August 2005
Zwei Paare verbringen die Osterfeiertage geminsam in der ländlichen Steiermark. Doch ein Verbrechen im benachbarten Ort dringt immer nachdrücklicher in die Idylle ein.
schon die Handlung alleine, grausame Morde an Kindern vor laufender Kamers zu Ostern, könnte ein gutes Buch ausmachen. Doch Glavinic greift höher:

Mit fast unmenschlicher Sachlickeit lässt der Autor den Ich-Erzähler die Ereignisse wiedergeben. Durch diese Distanz kommt ein unbehagliches Gefühl auf dass den friedlichen Aufenthalt überschattet. Der Medienpräsenz des Doppelmordes können und wollen sich die Protagonisten nicht verschließen, sie sind gerade süchtig nach Neuigkeiten. Es sind keine herausragenden Persönlichkeiten, doch mit nüchternem Blick schafft Glavinic es den Alltagstypen und Klischeegestalten Leben einzuhauchen.

Ich wollte nach "Wie man leben soll" mehr von Glavinic lesen und bin dabei auf "Der Kameramörder" gestoßen. Nach den ersten paar Seiten hat mich der trockene Stil gepackt und für den Rest des Tages(und gleichzeitig Buches) nicht losgelassen.
Die frische Mischung aus Medienkritik, trockenem Krimi und genauer Alltagsbeobachtung verdient ihre fünf Sterne.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen haarsträubend zu lesen aber spannend, 18. September 2006
Von Ralf N. "ranis999" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Nach den ersten Seiten wartete ich noch auf den Wechsel im Schreibstil.
Doch da kam nichts Neues.
Unfassbar dachte ich erst. So langsam gewöhnte ich mich an diese Art der Informationsvermittlung. Spaß macht der Stil nicht, aber das genau soll so sein (nehme ich jedenfalls an).
Trotzdem kommt man nicht los von dem kleinen Buch. Die Seiten lesen sich schnell und man ist fast geneigt nicht nachzudenken über die Handlung.
Doch es braut sich etwas zusammen.
Zum einen weckt die Story unsere unermüdliche Neugier und wir müssen uns manchmal an die eigene Nase fassen, zum anderen wird die Szenerie immer unwirklicher.
Der Schluss ist nicht vorhersehbar. Danach geht man in Gedanken das Buch ein zweites Mal durch.
Warum? Lest selbst...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch wie eine Patrone, 30. November 2009
Rezension übernommen von: Der Kameramörder: Roman (Taschenbuch)
Wäre dieses Buch eine Patrone, sie wäre kleinkalibrig und panzerbrechend. Kling paradox, ist es auch. Thomas Glavinic hat das Genre um eine rasante, unter die Haut gehende Variante bereichert. Es ist selten, dass Psychologie im Krimi eine wirklich gute Rolle spielt, hier ist sie das ein und alles. Denn der titelgebende "Kameramörder" tötet mit nichts als seinem durchtriebenen Geist. Dass so etwas dem Leser plausibel erscheint, ist durchaus ein kleines erzählerisches Wunder.
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Veröffentlicht am 17. März 2008 von Noel

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