Habe mir die Diana Mini gekauft, weil ich so begeistert von meiner Holga 120 (auch Lomo) war & mir die Mittelformatfilme auf Dauer zu teuer waren. Dementsprechend groß waren meine Erwartungen an die Diana. Mittlerweile habe ich einige Filme damit verknippst und kann nicht sagen, dass sie an die Holga ranreicht. Die Handhabung ist nicht so angenehm, weil sie einfach extrem klein ist (so klein hatte ich sie mir nicht vorgestellt) und es beim Auslösen dadurch oft zu verwackelten Bildern kommen kann. Das größte Problem allerdings bereitet das Drehen zum nächsten Bild. In der Gebrauchsanweisung ist zwar angegeben, wie lange man das Rad drehen soll & ich habe mich auch immer daran orientiert, aber oftmals klappt es gar nicht und dann hat man am Ende überlappende Bilder, wo man das gar nicht haben wollte. Aber ich will jetzt einfach mal unterstellen, dass meine Kamera da vielleicht ein bisschen mangelhaft zusammengeschraubt wurde und mir ist auch klar, dass ich bei einer Lomo-Kamera keine große Qualität erwarten kann. Allerdings sagte mir schon der Mitarbeiter im Fotoladen, in dem ich meine Fotos immer entwickeln lasse, dass er mit Lomo-Kameras immer Probleme hat, weil sich die Filme nicht anständig entwickeln lassen.
Desweiteren kann man die Kamera (wie eigentlich fast alle Kameras von Lomo, von der Lc-A vielleicht mal abgesehen) im Grunde nur bei guten Lichtverhältnissen benutzen. Es gibt zwar 2 verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für gutes und schlechtes Wetter (plus Langzeitbelichtung), aber richtig schön mit dem typischen Lomo-Look werden die Fotos eigentlich nur bei Sonnenlicht (ist zumindest meine Erfahrung). Dementsprechend ist man schon arg ans Wetter gebunden, es sei denn man kauft 800 ASA-Filme.
Was ich allerdings positiv hervorheben muss, ist das schöne Design. Vor allem im Vergleich zur Holga ist sie echt ein Schmuckstück, wobei es von der Diana F+ tolle Klone-Kameras gibt, die sind noch stylisher. ;) Und auch die Diana Mini gibt es in einigen außergewöhnlichen Designs. Desweiteren ist es super, dass man pro 36-er Film 72 Fotos machen kann, wenn man das vorher einstellt. Das war für mich einer der Hauptgründe, mir die Kamera zu kaufen.
Abschließend kann ich sagen, dass man die Kamera als das sehen sollte, was sie ist: Eine Plastikkamera, mit der man nicht immer die Ergebnisse erhält, die man sich wünscht. Für mich schneidet sie schlechter ab als meine Holga, weil ich mit der direkt super Bilder bekommen habe. Da man allerdings die Möglichkeit hat, 72 Bilder pro Film zu machen, ist es auch ok, wenn man mal einige Bilder dabei hat, die absolut gar nichts geworden sind.
Ich würde die Kamera auch eigentlich nur Lomo-Fans empfehlen, alle anderen werden enttäuscht sein und meckern. ;)