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Kamasutra oder die Kunst des Begehrens
 
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Kamasutra oder die Kunst des Begehrens [Gebundene Ausgabe]

Sudhir Kakar , Nathalie Lemmens
2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein junger Mann, noch schmerzlich auf der Suche nach seiner wahre Bestimmung, kehrt allen Erwartungen seiner Familie den Rücken und gerät in den Kreis einiger unbeschwerter Jugendlicher, die das Leben sorglos genießen. In der Liebe noch völlig unerfahren, stimmt er sofort zu, als ein Freund ihn mit zu Vatsyayana, dem Verfasser des Kamasutra, nehmen will, der inzwischen zurückgezogen mit einer schönen jungen Frau in einer Einsiedelei lebt. Zwischen dem jungen Mann und dem Schreiber des umstrittenen Liebesbuches flammt sofort Sympathie auf. Er wählt Vatsyayana zu seinem Guru und der inzwischen gealterte Meister der Liebeskunst weiht ihn in das geheimnisvolle Wissen um das Begehren und die körperliche Liebe ein und erzählt ihm die Geschichte seines exotischen Lebens.

Geschlechtsverkehr ist das Gleiche wie Kochen. Zwischen der Ernährung und den sexuellen Vorlieben herrscht eine Verbindung. Kakars Geschichte enthält Ausführungen, die im Kamasutra nicht auftauchen. Wir erfahren von Dingen, die Vatsayayana aus dem einen oder anderen Grund später wegließ und es gibt genauere Beschreibungen für Fortgeschrittene. Im fernen Indien ist die körperliche Liebe zu erlernen wie jede andere Kunst. Es geht nicht allein darum, 64 Stellungen zu beherrschen. Es geht um das Liebe machen, weil man liebt und das heißt besonderes Einfühlungsvermögen und Sensitivität entwickeln, um die Liebe auf höchstem Niveau ausdrücken zu können und den Körper wie ein Instrument in Schwingung zu bringen.

Kakars hintergründige Geschichte ist interessant und anziehend in ihrer Befremdlichkeit. Mit diesem Roman wagt er sich als Autor verschiedener weltweit gelesener Sachbücher und Indiens bedeutendster Psychoanalytiker zum ersten Mal auf das Gebiet der reinen Literatur. Sein Stil wirkt warm, klar, fließend. Die Sutras des Kamasutra bedürfen immer einer Erläuterung, um sie in ihrer Kürze verstehen zu können. Die berühmteste Anleitung zur Liebeskunst in Romanform aufzubereiten, ist eine glänzende Idee, um einen Zugang zu dieser alten und zeitlosen Schrift zu schaffen. Sie stellt vielleicht den bisher gelungensten Versuch dar, jene universalen Weisheiten über die Liebe aus einer fremden Kultur unserer Kultur nahe zu bringen. --Daphne von Unruh

Kurzbeschreibung

In einer Zeit, als Europa noch weit davon entfernt war, Liebe als Gefühl zu erfinden, schrieb im fernen Indien ein bis heute nahezu unbekannter Autor das erste Lehrbuch der Liebe, das Kamasutra. Liebe war keineswegs eine theoretische oder bloß innere Angelegenheit des Herzens. Liebe bedeutet im eigentlichen Sinne Lieben, Lieben heißt Begehren und vor allem Liebe machen, und wie jede körperliche Aktivität erfordert dies Anleitung und Übung. Der Mensch ist nach alter hindu-istischer Vorstellung auf dem Weg der Vervollkommnung, wenn sein Körper zum erfahrenen und daher wohlklingenden Instrument des Begehrens und der Lust geworden ist.Kakars Roman führt uns in das Goldene Zeitalter Indiens, in eine Welt, in der die Sinnlichkeit ein elementarer und notwendiger Teil menschlicher Erfahrung war. "Sündig" wurden allenfalls diejenigen, die Lust und Liebe voneinander trennten. Der Roman, der den verschlungenen Lebensweg Vatsyayanas - des Autors des berühmten Liebeslehrbuchs - erzählt, erweckt die historischen Protagonisten des Kamasutras und ihr verstörendes Universum zum Leben; aber vielleicht muß man dieses Buch nicht nur als Zeitreise in die Vergangenheit lesen, sondern als ein utopisches Gemälde von lustvoller Körperlichkeit und als einen Entwurf, wie künftig ein anderes, sinnlich bewußteres Liebesleben aussehen könnte.

Der Verlag über das Buch

»Ein profunder Roman über das Kamasutra: Rückblick in eine goldene Zeit, als Erotik ein Thema für Gelehrte war.« Martina Scherf in der ›Süddeutschen Zeitung‹

»Bewandert in der einschlägigen akademischen Literatur wie auch in dem mythologischen Erzählgut seiner Heimat, vermag (der Autor) beides zu entschiedener Interpretation einer Gesellschaft zu verbinden, die hin und her gerissen ist zwischen traditionellem, mystischem Empfinden und ›abendländischer‹ Rationalität. Aus dieser Spannung schöpft Kakar seine Inspiration und Kreativität« Martin Kämpchen in der ›Frankfurter Allgemeinen Zeitung‹

»Ein Trip in fernste Vergangenheit, ein ekstatischer Traum jenseits aller Zeiten.« Vogue -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Sudhir Kakar, geb. 1938, gilt heute als Indiens hervorragendster Psychoanalytiker und war bislang einer der meistgelesenen Sachbuchautoren, dessen Bücher in viele Sprachen übersetzt wurden (bei C.H.Beck zuletzt "Die Gewalt der Frommen", 1997). Sein hier vorliegender erster Roman stand in Indien monatelang auf der Bestsellerliste.
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