Wer sich vom Titel verlocken lässt und eine Einführung in die indische Liebeskunst erwartet, wird enttäuscht. Auch Voyeure kommen nur recht kurzfristig auf ihre Kosten. Stattdessen schwingen glutäugige, junge Inderinnen über weite Strecken ihre Hüften, eingebettet in farbenprächtige Folklore. Ansonsten ist ein Zickenkrieg zwischen Ehefrau und Kurtisane das beherrschende Thema. Als auch noch ein verliebter Bildhauer auftaucht, bekämpfen sich die Männer ebenfalls. Meistens hören wir theoretische Diskurse über die Kunst der Verführung und sehen in Stein gehauenes Anschauungsmaterial. Es gibt tränenreiches Stöhnen und ausgiebiges Schmatzen. Lediglich die landesübliche medizinische Untersuchung ist ein netter Joke. Wie die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Männern und den Frauen ausgehen, überrascht nicht weiter und verstärkt den Eindruck, dass es sich hier um einen Schmachtfetzen à la Bollywood handelt. Aber wir werden nicht ins Leben entlassen ohne eine tiefgreifende Erkenntnis: 'Das Leben hat immer Recht.' Na, wer sagt's denn!?